Elbschetalbahn
Die Bahnstrecke Schwelm – Witten hat eine glanzvolle Geschichte. Über sie schafften es Dampflokgeführte Eilzüge schon in den 30ern Jahren in anderthalb Stunden von Dortmund nach Köln. Die etwa 20 km lange, eingleisige Eisenbahnstrecke Schwelm – Witten (Elbschetalbahn) wurde von 1912 bis 1934 erbaut und sollte Teil einer Entlastungsstrecke aus dem Ruhrgebiet in Richtung Köln werden.
Der Streckenverlauf war durch einige aufwendige Viadukte und Tunnel gekennzeichnet. Zu denen gehörten u.a. das Ruhr-Viadukt bei Witten und das Stefansbachtal-Viadukt ca. 24m hoch) in Gevelsberg. Beeindruckend in ihrer Länge sind auch der Silscheder Tunnel (845m) und der Linderhauser Tunnel (935m) nördlich von Schwelm.
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Tunnel als U-Verlagerung (Untertage-Verlagerung)genutzt und dienten als Rüstungsfabriken, in denen Zwangsarbeiter dringend benötigte Waffen herstellen mussten aber auch Reparaturen an Sturzkampfbombern durchgeführt wurden. Nach 1945 wurde der Fahrbetrieb wieder aufgenommen, musste aber bereits 1979 wieder im mittleren Teil stillgelegt werden. Die endgültige Stillegung des nördlichen Teils der Elbschetalbahn erfolgte im Januar 1983. Übrig geblieben ist hier lediglich der Teil von Witten nach Wengern-Ost. Der südliche Abschnitt zwischen Gevelsberg und Schwelm von der S-Bahn Rhein-Ruhr genutzt wird.
Inzwischen ist die alte nördliche Trasse in weiten Teilen Bestandteil des Von-Ruhr-zur-Ruhr-Radwegs.
Quelle: https://sites.google.com/view/eisenbahn-en-de/historische-bahnen/schwelm-witten
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