Unter dem hier zu sehenden Hügel inmitten eines Wohngebiets im südlichen Halle befinden sich die Überbleibsel eines Luftschutzbunkers, der nicht, wie mitunter angenommen, aus dem 2. Weltkrieg stammt. Dieser SBW100 wurde infolge des 1958 erlassenen Luftschutzgesetzes der DDR 1965 als Schutzbauwerk der Schutzklasse C für 100 Personen gebaut, und sollte Zivilisten aus 200 Metern Umkreis Zuflucht im Gefahrenfall gewähren.
Laut einem MZ-Artikel vom 13.5.2017 ( https://www.mz.de/lokal/halle-saale/schutzbauwerk-der-ddr-der-letzte-bunker-von-halle-1307871 ) hätte er einer Bombenlast von bis zu 500 Kilogramm standgehalten und Schutz vor chemischen, biologischen, radiologischen und thermischen Einwirkungen bis zu 500 Grad Celsius geboten. Zwölf Stunden lang, so die Vorstellung, wären die Menschen hermetisch abgeriegelt gewesen. Er ist gut 100 Quadratmeter groß und unterteilt in vier Aufenthaltsräume, Sanitäranlagen mit zwei Toiletten und Waschbecken, einen Raum für die Belüftungs- und Elektrotechnik.
Er ist laut der angegebenen Quelle nunmehr als „ein beispielhaftes architektonisches Zeugnis des Zivilschutzes der DDR“ zum Denkmal erklärt worden.
Übrigens ist er nicht der Einzige in Halle: s. z.B. SBW300 am Johannesplatz: https://www.sachsenschiene.net/bunker/bun/bun_163.htm
Bemerkung
10.8.25: Da die Dose mehrfach beschädigt und verschwunden war, haben wir eine neue Version ein paar Meter von der bisherigen Postion entfernt platziert (s. Hint und Spoiler).