Der Dorfplatz
Jede Gemeinde hat seinen Dorfplatz, entstanden weitgehend auf der geschichtlichen Entwicklung und dem Wachstum. Es ist der Ort, wo sich Menschen zusammen finden – zufällig – vereinbart – oder angeordnet. Aus der Historie Schenkon ist bekannt, dass sich die Dorfbewohner sonntags nach dem Gottesdienst auf dem Dorfplatz trafen um Versammlungen abzuhalten, Steuergelder abzuliefern, wichtige Gemeindeneuigkeiten auszutauschen und danach im Dorfgasthaus ihr Glas Wein oder ihr Bier tranken.
Schenkons Ursprünglichkeit entsprang im südlichen Gemeindeteil, in unmittelbarer Nähe der 1302 erstmals erwähnten Schenkoner Burg. Während langer Zeit war dort mit dem Gasthaus Ochsen, mit der Dorfschule, den Dorfläden, dem Feuerwehrturm und mit Handwerkern und Bauernbetrieben Schenkons Nerv. So kann aus hundertjährigen Ratsprotokollen entnommen werden, dass z.B. am Sonntag, 5. April 1925 mittags um 1 Uhr die Gemeindeversammlung im alten Schulhaus Dorf neben dem Ochsen stattfand. Mit dem massiven Ausbau der Kantonsstrasse in den 70er-Jahren erfuhr der in den Ansätzen gut erkennbare historische Siedlungskern Dorf einen groben Eingriff. Das Klein- räumliche ging durch den Bau von breiten Strassen, grossen Bachdurchlässen und durch die Entfer- nung zahlreicher Gebäude verloren. Auch der Bau der Autobahn A2 war schuld daran, dass sich der einstige Dorfkern ins nördliche Gemeindegebiet verlagerte.
Wer heute als Ortsunkundiger durch Schenkon fährt und den Dorfkern – den Dorfplatz sucht, landet möglicherweise beim Platz des Gemeindehaus-Begegnungszentrums oder bei der Ladenstrasse im Zellfeld.
Schenkon feierte im September 2017 mit dem neuen Dorfplatz im südlichen Teil mit neuen Bauten eine kleine Auferstehung. Sie verleihen diesem Raum mit den in der Nähe liegenden neuen Wohngebieten neues Leben. Aber schaut euch das Ergebnis selber an.
Quelle; Kontakt-Informationsmagazin der Gemeinde Schenkon