Auf einem Bauernhof im Seeland wohnten einst ein paar Mäuse. Dort hatten sie viele Freunde und liebten es zu Festen und zu Feiern. Das tägliche Austauschen der Neuigkeiten und das immer neue Erfinden von bis jetzt noch nie gefeierten Festen war ihre wahre Leidenschaft und beschäftigte sie sozusagen jeden Tag, jede Woche, jeden Monat um es kurz zu machen; das ganze Jahr.
Eines Tages tat eine der Mäuse sehr geheimnisvoll, denn sie hatte beim Bauern im Keller etwas gefunden, das jede Feier und jedes Fest aussergewöhnlich machte. Es war eine Feuerwerksrakete! Ganz aufgeregt bereitet die spitzohrige Maus diese Überraschung vor und verriet keiner seiner Mitmäuse von ihrer fantastischen Idee. Das gäbe in der Tat ein bombastisches Fest, noch nie dagewesen! Noch lange würde man von der Maus reden, die wusste wie Feste gefeiert werden.
So kam es am Abend, als es finster war, dass sich die Mäuse alle der Reihe nach aufstellen und gespannt der angekündigten Überraschung entgegenfieberten. Die spitzohrige Partymaus zündete das Streichholz an und hielt es an die Lunte. Die Feuerwerksrakete flog über die Mäuseköpfe hinweg in Richtung hinter den Mäusen in den Himmel empor. Die ganz entzückten Mäuse schauten ihr nach, hoben alle ihre Nasen hoch in die Luft und versuchten dem Feuerwerk hinterher zu schauen, das hinter ihren Rücken in lautem Knall und Rauch alle Farben und Formen hervorzauberte. Es kam wie es kommen musste, die Mäuse verloren das Gleichgewicht und stürzten allesamt von der Betonmauerkante in die Tiefe. Aber zum Glück landeten sie weich und zart und man staune, ganz warm. Alles wunderbar ausser dem beissenden, üblen Geruch. Wo waren sie den hier gelandet? Ja, die Ahnung hatte sich erhärtet, es war der Misthaufen. Nun was solls, die Mäuse waren froh, dass keinem etwas passiert war und beschlossen deshalb am nächsten Tag gleich ein Freudenfest namens „die gelungene Landung“ zu feiern.
Alle Freunde wurden eingeladen die auf dem Bauernhof lebten. Jedoch wurde ihre Party kein Erfolg. Alle geladenen Gäste rümpften die Nase, verabschiedeten sich mit allerlei Ausreden und waren kaum erschienen schon wieder verschwunden. Ausser den Schweinen, die frassen, grunzten und schmatzten, durchwühlten mit ihren Nasen das Partygelände und führten sich auf wie…. -eben es Schweine tun…!
Die Mäuse waren ratlos. So oft sie auch weiter Feste machen wollten, sie blieben stets alleine. Niemand wollte etwas mit ihnen zu tun haben. Jetzt gab es nur noch eines, sie mussten jemanden um Rat fragen. Hilfe musste her, so konnte es nicht weiter gehen. Es gab im Stall eine uralte Kuh, die war so alt, die gab keine Milch mehr. Der Bauer behielt sie nur noch im Stall, weil sie das Betriebsklima auf den Hof verbesserte. Alle Tiere kamen zu ihr, wenn sie ein Problem hatten. Zu ihr wollten die Mäuse gehen. Auf dem Weg dahin, muss sie an mehreren anderen Kühen vorbei. Es gab ein Muhen und Klauen scharen, jede Kuh schaute sie mit grossen Glubschaugen an. Was die wohl hatten? Die Ratsuchenden waren froh als sie die alte Kuh im hintersten Winkel gefunden hatten. Die Kuh senkte langsam den Kopf und hörte kurz mit Wiederkäuen auf. Die Mäuse kamen gar nicht dazu die Kuh anzusprechen. Mit heiserer, dumpfer Stimme sprach die wiederkäuende Kuh: „Ach du meine Güte, das riecht ja sehr, sehr übel. Worin habt ihr euch gewälzt! Ihr hättet alle dringend eine zünftige Dusche nötig!“ Da ging den Mäusen ein Licht auf, und ihnen wurde schlagartig klar, was da passiert war. Weil sie immer umgeben waren von dem Mistgeruch, der an ihren Fellen haftete, merkten sie gar nicht, wie streng sie rochen. Und keiner ihrer Freunde hatte den Mut das Offensichtliche auszusprechen. Die Mäuse fragten: „und wo finden wir genügend frisches Wasser um uns alle richtig zu waschen? Die schmutzigen Wasserpfützen am Boden reichen nicht aus! Und wenn wir ins Badezimmer oder Küche des Bauern wollen, jagt uns dieser blöde Stubentiger durch die Wohnung.“ Die Kuh überlegt ein Weilchen und kaute noch immer am selben Bissen herum. „Nun versucht es doch mal draussen vor dem Hof, dort zwischen den Feldern, da plätschert Wasser in einem Bach! “ Die Mäuse bedankten sich eilig und suchten den schnellsten Weg aus dem Stall heraus. Sie wollten keine Zeit mehr verlieren und so schnell wie möglich den üblen Geruch loswerden. Da standen sie, am Ufer des Sagibaches und starrten in die zügigen Fluten des Wassers. Du denkst vielleicht, das kann doch kein Problem sein, doch denke an die kleinen Mäuse! War das wirklich die Lösung oder eher zu Riskant? Sie warfen ein kleines Stück Holz ins Wasser das in 2 Sekunden davon gespült war. Wenn die Mäuse hier hineinsprangen wäre es aus mit ihnen!
BDKM (Bring Deinen Kugelschreiber Mit) und respektiere die Fahrverbote.
Bei schönem Wetter hat es viele Muggels.
Du brauchst Dir die Hände nicht so schmutzig zu machen, wie die Mäuse es waren.
Verlasse den Cache wieder richtig getarnt, so wie Du ihn hoffentlich auch vorgefunden hast.