
Diese Szene – frei nach einer „Werner”-Comic-Verfilmung – hat als Hintergrund eine reale Bedrohung zur Zeit des Kalten Krieges: Man hatte in der BRD Angst vor einer Invasion der Sowjetunion in Westdeutschland. Überall an der innerdeutschen Grenze wurden daher Vorkehrungen getroffen, um den befürchteten Vormarsch aus Richtung Osten durch die
Fulda Gap verlangsamen zu können. Vor dem Hintergrund des
russischen Überfalls auf die Ukraine ist dieses Thema so aktuell wie seit Jahrzehnten nicht. Mit der
Cold War-Serie soll die Aufmerksamkeit auf solche Relikte im ehemaligen Zonenrandgebiet gelenkt und zugleich zum Frieden in der Welt gemahnt werden.
Sprengschächte bzw. Trichtersperren sind eine einfache Möglichkeit, um Straßen oder Brücken unpassierbar zu machen. Sie sind in der Straßenoberfläche erkennbar am runden Deckel mit einem Metallkreuz und einer Halteschraube in der Mitte. Seitliche Rohröffnungen am Straßenrand dienten im Ernstfall zur Durchführung der Zündschnur. Oft lag vorsorglich ein Kunststoffseil in diesen Rohren, um die Zündschnur einfach hindurchzuziehen. Die Sprengladungen usw. wurden in Depotbunkern (Sperrmittelhäusern) – meist im Wald gelegen – gelagert.
Gleich mit drei hintereinander liegenden Sprengschächten hätte der Fuldaübergang zwischen Alt- und Neumorschen zerstört werden können. Man kann sie sehen, wenn man auf dem unbefestigten Gehsteig ein Stück weiter Richtung Altmorschen geht. Auch die gelben MLC-Schilder an den Brückenenden, die angeben, mit welchem Gewicht (unterschieden in Rad- und Kettenfahrzeuge sowie Ein- und Zweirichtungsverkehr) die Brücke befahren werden darf, sind noch ein Überbleibsel aus dieser Zeit.
Viel Spaß beim Suchen wünscht MysteriusHide!