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Garten Niederösterreich EarthCache

Hidden : 3/8/2022
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Dieser Earthcache liegt in der "Amethyst Welt Maissau". Um den Garten Niederösterreich in der Amethystwelt Maissasu besuchen zu können ist eine geringe Eintrittsgebühr von € 3,- zu verrichten (seid Juni 24). Sollte eine Führung gebucht werden ist der Eintritt in den Garten kostenlos.


Um den Earthcache besuchen zu können muss man sich an die Öffnungszeiten halten:

Februar: Samstag & Sonntag von 10.00 – 17.00 Uhr, wochentags geschlossen
März: Samstag & Sonntag von 10.00 – 17.00 Uhr, wochentags geschlossen
April: täglich von 10.00 – 17.00 Uhr
Mai bis September: täglich von 10.00 – 18.00 Uhr
Oktober bis 23. Dezember 2021: täglich von 10.00 – 17.00 Uhr
Gültig 2022 - am besten online selber die Öffnungszeiten vor dem Besuch kontrollieren


Was sind Gesteine?


Bei einer aufmerksamen Fahrt durch unsere Landschaft fällt schon nach kürzester Zeit auf, wie unterschiedlich die vorkommenden Gesteine sind. Gesteinsarten lassen sich durch ihre Farbe, die Form und besondere Eigenschaften voneinander abgrenzen. Haben Sie sich schon mal die Frage gestellt wieso das so ist? Was sind überhaupt Gesteine und wie entstehen diese?

Gesteine sind die Bausteine der Erde: Die Erdkruste und der Erdmantel bestehen aus Gesteinen. Sie sind zugleich wichtige Dokumente der Erdgeschichte, so enthalten sie doch Informationen über ihre Entstehung und damit über die Prozesse, die im Erdinneren ablaufen. In Gesteinen sind außerdem viele Informationen über vergangene Erdzeitalter gespeichert. Sie geben Auskunft über das Klima, sowie über Flora und Fauna vor Millionen von Jahren.

Gesteine sind aus einzelnen Mineralien aufgebaut (sog. gesteinsbildende Minerale: Quarz, Feldspat, Glimmer, Olivin u.a.). Die räumliche Lage und Verteilung der Minerale in einem Gestein wird als Gefüge bezeichnet und kann große Unterschiede aufweisen. Daraus resultieren verschiedene Eigenschaften von Gesteinen, die unter anderem auch die Nutzbarkeit durch den Menschen bestimmen. Gesteine lassen sich entsprechend ihrer Entstehung (Genese) in drei verschiedene Gesteinsarten unterteilen:

Magmatische Gesteine (Magmatite)
Sedimentgesteine (Sedimentite)
Metamorphe Gesteine (Matamorphite)



Magmatite

entstehen durch das Erkalten und Auskristallisieren von Gesteinsschmelzen, dem so genannten Magma. Nach der Art ihrer Entstehung und der Gefügeeigenschaften werden magmatische Gesteine in zwei Gruppen unterteilt.

Plutonite (Tiefengesteine) entstehen, wenn die Gesteinsschmelze noch im Erdinneren erstarrt und kristallisiert. Da dieser Prozess vergleichsweise langsam abläuft und die Minerale genügend Zeit haben, größere Kristalle zu bilden, sind Plutonite durch eine mittel- bis grobkörnige Struktur gekennzeichnet. Je schneller die Schmelze erkaltet, desto feinkörniger wird das Gestein. Der wichtigste Vertreter der Tiefengesteine ist der Granit.

Gelangt das Magma jedoch durch Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche, spricht man von Lava. Aus den erkalteten Lavaströmen entstehen die magmatischen Ergussgesteine, die so genannten Vulkanite. Durch die vergleichsweise rasche Abkühlung können sich, im Gegensatz zu den Plutoniten, nur kleine Kristalle bilden, die mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Gesteinsgruppe zählen die Basalte sowie der Andesit und der Trachyt.


Sediment- oder auch Ablagerungsgesteine

bilden sich an der Erdoberfläche und entstehen durch die Ablagerung von Sedimenten an Land und im Wasser. Diese Sedimente sind die Verwitterungsprodukte von bereits vorhandenen Gesteinen. Das Material wird durch Wind, Wasser oder Eis transportiert und an anderer Stelle wieder abgelagert. Durch die Auflast weiterer Sedimentationsschichten wird das Material immer mehr verfestigt; man spricht dann von Diagenese. Nach Art und Herkunft der Sedimente unterscheidet man klastische, biogene und chemische Sedimente. Bei den klastischen Sedimentiten handelt es sich um Sedimentgesteine, deren Material aus der mechanischen Zerstörung anderer Gesteine stammt. Häufigste Vertreter dieser Sedimentgesteine sind Sand- und Tonsteine. Chemische Sedimentgesteine entstehen durch die direkte Ausfällung in Lösung befindlicher Stoffe. So bilden sich z.B. durch die Lösung des Minerals Kalzit aus dem Kalkstein und späterer Ausfällung sogenannte Tropfsteine. Biogene Sedimentgesteine werden durch die Aktivitäten von lebenden Organismen wie auch aus Resten von toten Organismen gebildet. Hierzu zählen die Riffkalke, die sich zu einer Zeit bildeten, als sich Niederösterreich noch unter einem warmen Ozean befand.


Metamorphe Gesteine

entstehen durch die Umwandlung von bereits bestehenden Gesteinen (Magmatiten, Sedimentiten) im Erdinneren unter hohen Temperaturen bzw. hohem Druck. Bei dem Umwandlungsprozess, der als Metamorphose bezeichnet wird, bleibt der feste Zustand des Gesteins erhalten, lediglich die Mineralzusammensetzung und das Gefüge werden verändert. Durch diese Umwandlungsprozesse wird z.B. aus Kalkstein Marmor, aus Tonstein entsteht Schiefer und Granit wird zu Gneis.

Die drei großen Gesteinsgruppen stehen über den Kreislauf der Gesteine miteinander in Beziehung.




Hier im "Garten Niederösterreich" sind viele der heimischen Gesteinsarten nach geographischer Herkunft sortiert ausgestellt. Man erkennt die Vielfältigkeit der Region. Hier einige heimische Gesteinsarten:


Konglomerat (Nagelfluh)



Es ist ein verfestigter Schotter, dessen Geröllkomponenten deutlich zugrunde sind. Das Bindemittel ist aus Grundwässern ausgefällter Kalk. Der Name Nagelfluh ist zusammengesetzt aus Fluh (=Fels) und den wohl an Nagelköpfe erinnernden Geröllen. Die Quartären Konglomerate sind verfestigte Schotter, die zeitlich vorwiegend der Risszeit oder früheren Eiszeiten zugeordnet werden.

Kalkstein


Kalkstein ist typisch hell, weiß bis ocker-farbig, je nach Gehalt an Mangan-, Eisenoxiden und anderen farbigen Mineralien. Kalksteine können innerhalb der Sedimentgesteine mehreren Typen angehören. Der überwiegende Teil der Kalksteine ist aber biogenen Ursprungs, das heißt, er wurde von Lebewesen gebildet und abgelagert. Kalkstein kann aber auch durch chemische Prozesse aus dem Wasser ausgefällt werden und an anderer Stelle als klastisches Sediment wieder abgelagert werden.

Dolomitstein


Der meist hellgraue bis bräunliche Stein zeigt aufgrund seiner Sprödigkeit und starken Zerklüftung charakteristische, eckige Ausbrüche an der Oberfläche. Unter einer sehr hohen Verdunstungsrate in einem extrem flachen Meresbereich konnte sich ein hohes Magnesium-Calzium-Verhältnis einstellen; es bildete sich Dolomiten anstelle von Kalk. Im Laufe von ca. 10 Millionen Jahren entstand eine Dolomitserie von über 1000m Mächtigkeit (entspricht ca. 0,1 mm/Jahr). Hauptdolomit ist das am weitesten verbreitete Gestein der nördlichen Kalkalpen. Dolomite treten auch in anderen karbonatisch geprägten Formationen auf.

Granit


Granite sind helle, überwiegend gleichkörnige Gesteine ohne gerichtete Struktur. Sie enthalten immer Quarz und Feldspat. Die Größe der Kristalle schwankt meistens zwischen einem und mehreren Millimetern. Das Gestein hat eine sehr hohe Dichte und ist somit relativ schwer.
Granite entstehen durch die Kristallisation von Gesteinsschmelzen (Magma) innerhalb der Erdkruste, meistens in einer Tiefe von mehr als zwei Kilometern unter der Erdoberfläche.

Marmor


Marmor entsteht durch metamorphe Umwandlung von Kalksteinen, Dolomiten und anderen carbonatreichen Gesteinen unter Einfluss von hohem Druck und hoher Temperatur. Da sich Marmore ab einem bestimmten Druck- und Temperaturniveau duktil verformen, können sie Falten und Fließgefüge zeigen. Marmore sind in der Regel mittel- bis großkristallin, die einzelnen Calcitkristalle variieren wenig in der Größe und sind oft mit bloßem Auge zu unterscheiden. Marmore werden für Fußboden- und Treppenbeläge, Tischplatten, Wandfliesen, Waschbecken und Fassadenplatten verwendet.

Flysch


Es ist ein grünlich grauer Fein- bis Grobsandstein, der durch oberflächliche Anwitterung Brauntöne annehmen kann. Die grünliche Färbung ist bedingt durch das Mineral Glaukonit. Der Stein ist oft sehr hart und spröde, am findet darum häufig kantig zerbrochene Stücke. Es sind z.T. Quarzite, die fast ausschließlich aus Siliziumoxid bestehen.


Gneis


Gneise entstehen aus Graniten und Feldspat haltigen Sandsteinen durch Umwandlung. Sie enthalten die granittypischen Minerale Feldspat, Quarz und Glimmer. Untergeordnet treten andere Minerale wie das Metamorphose-Mineral Granat hinzu. Im Gegensatz zu Granit haben Gneise eine unterschiedlich deutliche Lagetextur infolge gerichteten Drucks.





Um den Earthcache zu loggen beantworte die Fragen und sende mir die Antworten per Messenger zu. Erst nach dem Senden der Antworten darfst du den Cache als gefunden loggen. Eine Logerlaubnis braucht nicht abgewartet zu werden. Sollte es Unklarheiten geben, werde ich mich bei dir melden und dir bei der Findung der richtigen Lösung helfen.

1.) Welchem Gestein entspricht der größte hier ausgestellte Stein. Woher kommt er und wie schwer schätzt du ihn?
2.) Ordne die Steine im Garten aus Gmünd, Gänserndorf und Horn den drei im Listing beschriebenen Gesteinsarten zu.
3.) Schau dir die Anordnung der unterschiedlichen Steine im Garten Niederösterreich an. Erkennst du ein Muster der Gesteinsarten? Wie unterscheidet sich der Norden vom südlichen Niederösterreich geologisch gesehen?
4.) Mache ein Foto von dir oder einem persönlichen Gegenstand im Garten und lade es zu deinem Fundlog hoch.



Quellen:
Bilder: RauGeo
Texte: geopark-wlt.de
"Steine an Fluss, Stand und Küste"



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