An der Kreuzung der Verbindungsstraße zwischen Wiesa – Kodersdorf und der „Alten Poststraße“ (Hohe Straße), steht eine markante Schwarzkiefer. Dieser Baum ist vielen Älteren als Vaterunser-Kiefer oder auch Vaterunser-Büschel bekannt. Die Namensgebung hat voraussichtlich folgende Ursache. Da es in Wiesa keinen Friedhof gibt, werden viele Einwohner auf dem Kodersdorfer Friedhof beigesetzt. In früherer Zeit zog der Trauerzug, oft ein Fuhrwerk von Tieren gezogen und die Trauernden per Fuß, von Wiesa nach Kodersdorf. Beim Erreichen der Kreuzung wurde ein Halt eingelegt, damit sich der Verstorbene noch einmal von seinem Heimatdorf, auf das man von dieser Stelle einen besonders schönen Blick hat, verabschieden konnte. Es wurde gemeinsam ein Vaterunser-Gebet gesprochen. Anschließend ging es dann weiter über die Kuppe des Heideberges nach Kodersdorf. Mit dem Einzug der modernen Verkehrsmittel hat sich dieser Brauch leider verloren. Heute hält kein Bestattungsfahrzeug mehr an der Vaterunser-Kiefer, bzw. dem Vaterunser-Büschel an.
Geblieben ist, der Name und der schöne Blick auf den Ort Wiesa. Besonders im Sommer ist der Sonnenuntergang im Westen über dem Quitzdorfer Stausee wunderschön anzusehen.
Parken könnt ihr direkt in der Nähe.