HR1 - Historischer Rundgang 1
durch 3H - BONUS.
Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.
Hinweise zur Lösung findet Ihr im LabCache bei den Hinweisen zu den einzelnen Stationen.
Diese bringen Euch nicht nur 3H etwas näher, sondern ich berichte auch ein klein wenig über: MICH.
Achso.
Eine Rechnung wollt Ihr noch:
N 50° 29.A (C minus B) (C plus E)
E 008° 09. (D plus E) (A minus E) (A plus E)
Es freut sich wie immer über Euren Besuch, der
DreiTreiser
Und nun zurück zu mir. Geboren im Jahr 1969 wuchs ich eben hier in 3H auf. Zusammen mit einer sieben Jahre nach mir auftauchenden Schwester, der ich unweit von hier einen eigenen Cache gewidmet habe. Auch meine Eltern, unweit einer der Stationen des Lab Caches noch heute wohnend, haben einen guten Blick auf einen der vielen hier von mir versteckten Tradis. In jungen Jahren, noch im Kinderwagen wurden Rallyes gefahren. Kinderwagen Rallyes. Die Muttis trafen sich dazu nahe des heutigen Dorfplatzes, zu einer Zeit, als "die Bach", der Kerkerbach, noch quer, und offen, durch 3H floß. Apropos Kerkerbach. Er gab nicht nur der Kerkerbachbahn ihren Namen, er bestimmte auch einen Teil meines Dorflebens, hatten wir hier doch den Abenteuerspielplatz direkt vor meiner Haustür. Tief traurig waren wir Kinder, ein starker Jahrgang von 18 Jungs und Mädchen, als "die Bach" verrohrt wurde. Doch schon gab es das nächste Abenteuer für uns. Der Gang "durch die Bach", dem Tunnel, der unweit des DGH, des Dofgemeinschaftshauses, beginnt, und rund 700m ohne Tageslicht bis hin zum Standort der heutigen Kerkerbachbahn Lokomotive in der verlängerten Bahnhofstraße führt. Die Lokomotive stand zu meinen Kindertagen noch nicht. Aber auch der Dorfplatz in seiner heutigen Gestaltung war damals schon ein Anziehungspunkt. Genauso wie "in den Birken", wo ein weiterer Tradi von mir liegt. "In den Birken" lernte ich das Zugposaunenspiel, dann das Trompetenspiel, um schließlich als Klarinettist im Musikzug Heckholzhausen aufgenommen zu werden. Als Fanfarenzug Heckholzhausen 1959 zehn Jahre vor meiner Geburt u.a. von meinem Vater gegründet, war er nur zwei Jahre meine Heimat, denn ich kam schnell zu der Erkenntnis: Entweder spielen, rhythmisch, oder marschieren, rhythmisch. Aber beides zusammen konnte weder die linke noch die rechte Gehirnhälfte koordinieren. Und zusammen schon einmal gar nicht. So kam ich zu meinem anderen Hobby, dem Fußballspielen, war doch mein Vater als Mittelstürmer bekannt, was er mir mittels so manchem Zeitungsausschnitt immer wieder nahebrachte. Mein Talent war nicht so groß wie das meines Vaters, aber ich war gerne der 12., oder auch mal der 13. Mann. Was sollte man sonst auf dem Dorf machen, wenn das nächste Sportangebot das Angeln war, nicht im Verein, sondern meist aus dem Teich, der heute noch den Namen "Hühner Weiher" trägt, an dem ein weiterer Tradi von mir liegt. Nicht zu verwechseln mit dem "Zanger Weiher", der auch mit einem Tradi von mir versorgt ist, und einst dem Bauunternehmen Zanger gehörte, der sich mit meinem Vater die Position des Mittelstürmers bei SV Heckholzhausen 1928 teilte. Und der den ersten (privat betriebenen) Tennisplatz hier in 3H baute, lange vor Boris Becker und Steffi Graf. Als diese in unser Dorfleben traten, wollten wir ihnen nacheifern. Doch mangels Zugang zum privaten Tennisplatz spielten wir mit einem Tennisball und Eishockeyschlägern auf dem Asphalt des damaligen Neubaugebietes. Eines der damals neu gebauten Häuser gehörte den Eltern von Klassenkamerad und Mit-Fußballspieler Rainer, denen im Ortskern ein Spar Markt gehörte. Neben dem hatten wir auch noch einen Edekamarkt, einen Metzger, der Fischer hieß, eine Gaststätte Geerts, unweit der Kerkerbachbahn Haltestelle "Chaussee", eine weitere "Zur Post", in der es im Keller eine kleine Disco gab, betrieben vom Sohn des Gaststättenbetreibers, "Boghdan", wo uns die älteren Jugendlichen nicht gerne reinließen, denn das war hier ihr Bacardi Cola Reich. Außerhalb des Ortes, Richtung Schupbach, gab es noch die Gaststätte "Zum Bahnhof", wo eine weitere Haltestelle der Kerkerbachbahn war. Hier gab es nicht nur eine Kegelbahn, auf der mein Vater spielte. Hier gab es auch einen großen Saal, in dem so manche Dorffeier stattfand. Immer einen Ausflug wehrt, liegen unweit davon einige meiner Tradis meiner "3H Rezepte Runde". Gekocht wurde bei uns zu Hause immer. Zunächst von meiner Oma väterlicherseits, dann von meiner Mutter, dann von mir. Denn schon in jungen Jahren wollte ich am Herd stehen. Dieses Interesse hielt sich aber in Grenzen, und so kann ich heute zumindest Eier backen und Kartoffel kochen.
Was es bedeutete, vom Dorf zu kommen, erfuhr ich noch nicht im Kindergarten. Der war noch klein und nur zweizügig und bei "Tante Inge" fühlte ich mich wohl. Bis der nächste Schritt getan werden musste: Die Grundschule. Die befand sich mit der "Albert-Wagner-Schule" im benachbarten Merenberg. Dahin ging es nur mit dem Bus. Der Traum so manchen Jungens, Busfahrer, erfüllte ich mir dann schon mit 6 bzw. 7 Jahren, denn als Septemberkind wurde ich zwar vom Schulamt für tauglich befunden, dennoch erhielten meine Eltern die Empfehlung, es ein Jahr später noch einmal zu versuchen. So ging ich als 7-jähriger in die Grundschule und bildete mit Jungs und Mädchen aus Barig-Selbenhausen eine Klasse, während die Merenberger und die Allendorfer die andere Klasse bildeten. Das ging so bis Klasse 4 und neben Frau Rhein, die ein Herz für Achim hatte, heute würden wir sagen: Ein i-Kind, ein Inklusionskind, der uns aber dank seiner Unruhe, heute würden wir sagen, dank seines ADHS, den letzten Nerv raubte. Achim blieb nicht lange. Länger aber als Mario, meinem besten Freund damals, der schon nach einem Jahr, dank Frau Rhein, auf die sog. "Hilfsschule" gehen musste. Wir bekamen eine neue, junge Lehrerin, als Frau Rhein in Rente ging. Von ihr lernten wir das Kochen, und Handarbeiten, somit also auch das Häkeln und Stricken. Ja, das gab es damals, ab 1976, noch. Die neue Lehrerin brachte neue Ideen. Dank Frau Overbeck lebte ich auf in der Schule. Bis in der 3. Klasse mein Freund Rainer meinte, von hinten auf mich draufzuspringen. Oder war es Ralf? Egal. Meine Schneidezähne vertrugen sich nicht mit dem dicken Marmorfußboden und so war dies der erste wahrgenommene Zahnarztbesuch, verbunden mit vielen Schmerzen, dem noch viele mehr folgten. Bis zu dem Entfernen aller vier Weisheitszähne kurz vor dem Abitur im nahegelegenen Weilburg. Doch das weitaus schlimmere Erlebnis war: Ich sah nicht mehr gut, musste erst in die erste Reihe in der Klasse wechseln, und als das nichts half, durfte ich zum Augenarzt und dann zum Optiker und dann ein aus meiner Sicht häßliches Nasenfahrrad tragen, was bis heute der Fall ist.
Nach der Grundschule ging es zur weiterführenden Schule. Alle Jahrgänge aus 3H vor uns blieben entweder auf der Albert-Wagner-Schule, einer Grund- und Hauptschule, oder gingen zur Westerwaldschule nach Waldernbach, einer Haupt- und Realschule, unweit des Seeweihers. Unser Jahrgang aber splittete sich: Einige blieben, einige gingen nach Waldernbach, doch 7 Jungs und Mädchen gingen aufs Gymnasium Philippinum nach Weilburg, einem humanistischen Gymnasium mit über 450-jähriger Tradition. Um etwas für meine Bildung zu tun, entschieden sich meine Eltern und ich, es einmal mit Latein zu probieren, im Gegensatz zu meinen 6 anderen 3Hlern, die sich für Englisch und Französisch entschieden. Ich hatte das Glück, das nach vielen Jahren der Jahrgang 1980 am Gymnasium ein so starker war, dass die Leitung entschied, Latein nicht als zweite Fremdsprache anzubieten, sondern als erste. Und so landete ich, der Sohn einer gelernten Schneiderin und aktiven Fachkraft im Gastgewerbe und eines gelernten KfZ-Mechanikers und aktiven Industriekaufmannes, in einer 15 Schüler und Schülerinnen umfassenden Klasse von Lehrerkindern und anderen Akademikern. Da gab es Annette aus Leun, für die ich noch in der 10. Klasse schwärmte, die mich aber nie erhöhrte. Als Tochter eines Ärzteehepaares übernahm sie selbstsverständlich die elterliche Hausarztpraxis im naheglegenen Leun. Da gab es Luise, Tochter eines Kirchenmannes aus dem Ulmtal, die für mich schwärmte, und mit der es immer wieder ein Briefchen-Wechsel-Dich-Spielchen gab, die heute zusammen mit ihrem Mann den Erlebnisbauernhof Tannenhof betreibt, nicht weit von meinem heutigen Wohnort. Da gab es Iris, etwas abfällig "die Tankerprinzessin" genannt, die wegen des Ölgeschäfts ihres Vaters im nahegelegenen Allendorf diesen Namen bekam, und heute im Westerwald als Pfarrerin tätig ist. Da gab es Almut, deren Vater den Flick-Untersuchungsausschuss leitete, und bei der wir uns auch heute noch regelmäßig zum Klassentreffen der 5a - 10a in ihrem Haus in Weilburg treffen. Da gab es Jean-Dominique, der als Klassenclown damals nicht nur die Schüler und Schülerinnen unterhielt, und auch heute noch die Klasse zusammenhält, und seit zehn Jahren eine eigene Stiftung im Rheingau betreut. Da gab es Cordula, die Tochter des damaligen Pfarrers von Weilburg, die dann Krankenschwester wurde. Da gab es Yvonne, die schneller als wir anderen heiratete und das nicht nur einmal, sondern auch nicht nur einmal sich auch wieder scheiden ließ. Da gab es Robert, mit dem ich lange befreundet war, auch während und nach dem Studium in Gießen, den ich aktuell aber irgendwie aus den Augen verloren habe. Da gab es Ludger, Lehrerkind, und Sonja, ebenfalls Lehrerkind, und beide waren auch noch Lehrer an unserer Schule. Ludger ist nun Ingenieur, genauso wie Thomas, unser Nesthäkchen der Klasse. Sonja wurde auch Lehrerin, erst auch an der Deutschen Schule in Kairo tätig, war sie danach auch am Gymnasium Philippinum tätig. Da gab es noch einige mehr. Aber das würde hier den Rahmen sprengen. Es gibt noch mehr zu berichten. Von mir. Von hier. 3H ist sehenswert. Schaut Euch um. Vielleicht habe ich die Chance, einen weiteren Lab Cache veröffentlichen zu dürfen. Dann geht es hier weiter.
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