Vermutlich seit dem 14. Jahrhundert war die landwirtschaftlich und zur Viehhude genutzte, weitgehend unbesiedelte Paderborner Feldmark durch eine Landwehr geschützt. Dieses Befestigungs- und Sicherungssystem, bestehend aus Gräben und parallel dazu verlaufenden Wällen, die mit Hecken, den sog. „Knicks“, bepflanzt waren, hatte eine Länge von ca. 32 km. Wo nach Paderborn führende Fernstraßen die Landwehr kreuzten, gab es durch steinerne Warttürme gesicherte verschließbare Durchgänge, die auch der Kontrolle des Handelsverkehrs und der Erhebung von Abgaben dienten. Die mit Wächtern besetzten, etwa neun Meter hohen Türme waren keine Einzelbauwerke, sondern Bestandteile kleiner, in sich geschlossener Befestigungsanlagen, umgeben von Ringmauer, Graben und Wall. Dem Namen und der Lage nach sind sieben Türme bekannt, an die meisten erinnern jedoch nur noch Straßen und Flurnamen.

Lediglich die in städtischem Eigentum stehenden Ruinen der Haxter Warte, auch als Lichtenturm bekannt, und der Pamelschen Warte blieben bis ins 20. Jahrhundert erhalten. Im Rahmen der Wiederaufrüstung vor dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal der Pamelschen Warte in den neuen Standortübungsplatz einbezogen, wo alsbald ein Beobachtungsturm vonnöten war. Auf Anregung der Heimatbewegung richtete die Wehrmacht die Beobachtungsstelle in der Pamelschen Warte ein, die zu diesem Zweck auf Kosten des Militärfiskus vollständig rekonstruiert wurde. Leider war ihr nur eine kurze Lebensdauer beschieden. Kurz vor Kriegsende stand sie einem Ausweichflugplatz im Wege und sollte beseitigt werden. Das ortsunkundige Sprengkommando sprengte jedoch irrtümlich die Ruine der Haxter Warte. Nach Erkennen des Irrtums folgte aber auch noch die Pamelsche Warte, so dass damit die letzten weithin sichtbaren baulichen Relikte der Paderborner Landwehr zerstört waren.

Weitere Informationen in Westfälische Zeitschrift 163, 2013, S 183-220
An der Station 1 stehen mehrere Tafeln. Suche die folgenden Informationen:
Gestalt der Landwehren:
Bischof Dietrich von Moers legte folgendes fest:
Umfang einer Warte = A
Turmhöhe = B
Mauerhöhe = C
Minimale Breite Landwehr = D
Haxterwarte:
Höhe der Anlage über NN = E
Durchmesser Mauerring = F
Turmdurchmesser = G
Turmhöhe = H
Neue Finalkoordinaten (ab 15.01.2023):
N 51° 41, (3*A + 10*B + 10*C - 3*D )'
E 08° 47. (E + 10*F + 100*G - 2*H -10)'
Dieser Cache gehört zur Cacheserie "Die Paderborner Landwehr". Neben den sieben Wehrtürmen gibt es auch noch einen Bonus!