Der Ameisberg (941 m) ist ein Berg im Westen des oberösterreichischen Mühlviertels und die höchste Erhebung des so genannten Ameisbergzugs (östlich des Rannatals). Er liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Atzesberg.
Am Gipfel des Ameisbergs steht die 24 Meter hohe Ameisbergwarte, die eine Rundumsicht vom Böhmerwald im Norden bis zu den Alpen im Süden bietet. Der Aussichtsturm wurde 1903 vom Literaten, Pfarrer und Dechant Norbert Hanrieder gemeinsam mit dem Juristen Moritz Scheibl umgesetzt, das angeschlossene Gasthaus im Folgejahr. Die Warte ist einer der wichtigen Trigonometrischen Punkte an der österreichisch-bayerischen Grenze.
Sie ziert auch, auf dem Ameisberg stehend, das Gemeindewappen von Atzesberg: „In Blau auf silbernem Hügel, darin drei grüne, eins zu zwei gestellte Tannen, von denen die Spitze der obersten über den Hügel hinausragt, die goldene Ost-Fassade der Ameisbergwarte.“

1902 wurde der Verein Ameisberg auf Initiative von Pfarrer Norbert Hanrieder und Bezirksrichter Hofrat Dr. Scheibl mit dem Ziel gegründet, eine Aussichtswarte auf dem 940m hohen Ameisberg zu errichten und den aufkeimenden Tourismus in der Region mit einer Attraktion zu unterstützen.
Der aus lokal gebrochenen Granitsteinen errichtete, 24m hohe Turm, der unter tatkräftiger Unterstützung der ortsansässigen Bevölkerung in nur einem Jahr Bauzeit entstand, wurde am 23. September 1903 feierlich eröffnet. Ein Jahr später wurde das angeschlossene Wirtschaftsgebäude fertiggestellt.
In der Anfangszeit war die Warte ein beliebtes Ausflugsziel, doch der Weltkrieg ließ die Einnahmen einbrechen, auch machte die Witterung kostenintensive Erhaltungsmaßnahmen erforderlich, die vom Verein nicht mehr bezahlt werden konnten. 1920 wurde die Ameisbergwarte verkauft und der Verein aufgelöst. Seitdem befindet sich die Warte in Privatbesitz.
In den folgenden Jahren hatte die Warte mehrere Eigentümer, die aber keinen wirtschaftlichen Erfolg erzielen konnten. So wurde der Besitz im Zuge einer Versteigerung 1932 von der Familie Brandl aus Linz erworben.
Alois Brandl und sein Sohn Dkfm. Johannes Brandl haben die Warte über 73 Jahre hindurch erhalten und modernisiert. 1935 wurde ein Windrad errichtet, um Strom und fließendes Wasser auf dem Ameisberg einzuführen. Eine Zufahrtsstraße gibt es erst seit den 1960er Jahren, später diente der Turm auch als Sendestation für den ORF. Alois Brandl ließ 1963 zu Ehren seiner Eltern die Aloisius-Kapelle errichten, welche auch heute noch besteht. Etwa alle 20 Jahre musste der Turm grundlegend saniert werden, da die extremen Witterungsverhältnisse der Bausubstanz zusetzten.
Diese sehr hohen finanziellen Aufwände standen nicht im Verhältnis zu den bescheidenen Erträgen der über die Jahre zahlreichen Pächter der Wirtschaft. Die Familie Brandl hat für die Erhaltung keine öffentliche Gelder in Anspruch genommen. Ein Versuch von Dkfm. Johannes Brandl, die Warte für eine Pacht von einem Euro an die umliegenden Gemeinden zum Zwecke der touristischen Nutzung zu vergeben, wurde von den Gemeinden mangels Finanzierbarkeit der Erhaltungskosten abgelehnt.
2005 wurde die Ameisbergwarte an die Familie Kneidinger verkauft. Markus Kneidinger hat die Anlage ausgebaut und modernisiert. Er ließ einen Bohrbrunnen und Kanalanschluss errichten. 2013 wurde das Gebäude um einen modernen Anbau erweitert, der der Familie als Wohnhaus diente. Bis 2017 wurde auch noch die Gastwirtschaft geführt.
Seit 2021 besitzen wir die Warte und möchten den Aussichtsturm so erhalten, dass er auch für kommende Generationen als Ausflugsziel zur Verfügung steht.
Die Gastwirtschaft führen wir nicht weiter, aber nach einer dringend erforderlichen Sanierung wird der Turm wieder für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Wir hoffen, dies bereits im Jahr 2022 umzusetzen und werden an dieser Stelle darüber berichten.
Impressum: Roman Tuschl und Carolin Thummes, Batkag. 10, 1180 Wien

Gedicht des Mundartdichters Norbert Hanrieder 1907
Logbedingung:
Füge ein Foto, von Dir oder eines persönlichen Gegenstandes, dem Online Log an. Im Hintergrund sollte ein Teil des Turmes zu sehen ist. Logs die ohne ein individuelles Foto hochgeladen werden, erlaube ich mir ohne Nachfrage zu löschen.
Sollte die Aussichtsware geöffnet sein, freue ich mich zu dem auch über Fotos des wunderbaren Ausblickes
Quellennachweis:
http://www.ameisbergwarte.com/
Wiki Ameisbergwarte
https://digi.landesbibliothek.at/
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