Beim Geocaching war ich die letzten Jahre auch immer wieder an der Reuss unterwegs. Da mich neben den Dosen auch die einheimische Fauna und Flora interessiert, halte ich jeweils Ausschau, was hier so wÀchst, fliegt, kriecht und gedeiht.
Dabei konnte ich gelegentlich eine neue Reptilienart beobachten, nĂ€mlichÂ
Boergas Reuss-Krokodil (lat. Crocodylus rhutenus boergae)
Diese Kleinst-Reptilien tummeln sich gerne in WassernĂ€he. Die Paarungs- und Brutzeit scheint unabhĂ€ngig von den Jahreszeiten stattzufinden, so dass die BrutstĂ€tten hĂ€ufig ganzjĂ€hrig belegt sind. Nach der Paarung zieht sich das Weibchen meist unter natĂŒrliche oder kĂŒnstliche VorsprĂŒnge zurĂŒck, um seine Eier zu legen und auszubrĂŒten. WĂ€hrend der Brutzeit bewacht das Weibchen seinen Nachwuchs, der sich unter dem Körper des Tieres befindet. Dabei wird dem Gelege hĂ€ufig eine blaue oder schwarze dickflĂŒssige Substanz aufgetragen, was auf das Gedeihen der Jungtiere positiven Einfluss zu haben scheint. In der Zwischenzeit verteidigt das MĂ€nnchen das Revier gegen den natĂŒrlichen Feind des Reptils, den Helvetischen Muggel. Angriffe auf Geocacher hingegen sind bis heute keine bekannt.
In Mellingen konnte ich ein Nest dieser seltenen Reptile aufstöbern. Bitte störe die Muttertiere nicht zu stark, und dann nur, um dem Gelege schwarze oder blaue Nahrung hinzuzufĂŒgen. Achte gut darauf, dass durch deinen Besuch der Feind der Reusskrokodile den Nistplatz nicht entdecken kann.