Im 19. Jahrhundert wurden in Mecklenburg verstärkt deutsche und osteuropäische Wanderarbeiter in der Landwirtschaft angeworben. Es entstanden für die „Schnitter“ genannten Arbeiter und ihre Familien so genannte Schnitterhäuser bzw. Schnitterkasernen. Als Schnitter wurden die Erntehelfer bei der Getreideernte bezeichnet, die das Korn in Handarbeit mähten. Auch im heutigen Untergöhren wurden daher in unmittelbarer Nähe zum Fleesensee vier Reihenhauswohnkomplexe für Schnitter des Gut Göhrens (heutiges Schloss Fleesensee in Göhren-Lebbin) errichtet, die alle bis heute erhalten sind. Arrangierten sich die 4 Häuser damals noch um eine große Scheune in der Mitte, so ist diese inzwischen einer schönen kleinen Grünanlage nebst Gedenkstein gewichen, die das Ensemble weiterhin miteinander verbindet. Die Wohnanlage wurde um 1870 errichtet. Die Häuser sind auch bereits in historischen Karten von 1888 verzeichnet und alle bis heute erhalten, wie man bei einem Rundumblick um den Geocache leicht feststellen kann.
Ein schöner historischer Ort inmitten eines modernen Erholungsortes, der einer genaueren Betrachtung lohnt. Die 4 Häuserfassaden wurden inzwischen unterschiedlich gestaltet, zeigen aber nach wie vor deutlich ihre Zusammengehörigkeit. Der größte Teil wird für Wohnungen genutzt, in einigen sind heute aber auch historische Ferienwohnungen untergebracht für Urlaubsgäste.
Der Cache selbst ist leicht zu finden, auf Grund der vielen (auch älteren) Nachbarn in den Häusern sowie des steten Touristenverkehrs sollte man aber gut auf Muggel achten und sich unauffällig verhalten - praktischerweise befinden sich am Wegesrand ja auch Bänke zum Ausruhen, direkt vor den Schnitterhäusern am Fleesensee ;-) ...
Achtung: Parken vor Ort NICHT möglich, nur am Ortseingang und dann 5 Min. laufen geht.