Skip to content

Jura in Freiburg EarthCache

Hidden : 04/18/2022
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


http://img.geocaching.com/user/19f19707-e38e-49c7-973d-bb49dd00c062.jpg Deutsche Version

Dieser Earthcache erfordert, dass Ihr zwei bekannte Arten von Fossilien findet, identifiziert und daraus Schlüsse zieht.

Die Kopfkoordinaten führen Euch zu den Arkaden des Gebäudes Kaiser-Joseph-Straße 192. Die Arkaden bestehen – wie die gesamte Fassade des Gebäudes – aus Jura-Kalkstein, der (aus petrographischer Sicht) unzutreffend unter dem Namen „Jura-Marmor“ gehandelt wird.

Der Kalkstein stammt aus dem Fränkischen Jura, konkret einem Steinbruch nahe bei Dietfurt, Mittelfranken. Bei diesem Steinbruch von über 200 ha handelt es sich um die mit Abstand größte zusammenhängende Bruchfläche im Jura-Kalkstein-Segment.

Der besondere Kalkstein ist international gefragt. Er kleidet nicht nur das Gebäude in der Kaiser-Joseph-Straße 192 in Freiburg, sondern z.B. auch das Rathaus der norwegischen Stadt Bodø am Polarkreis, das Berliner Schloss und die tschechische Staatsoper, Teile des Nato-Hauptquartiers in Brüssel, die amerikanische Botschaft in Honduras, Wohntürme des "Red Side"-Viertels in Moskau, ein Einkaufszentrum in Neuseeland und sogar den 78-stöckigen Wolkenkratzer „35 Hudson Yards“ in New York.

Der Kalkstein ist 150 bis 160 Millionen Jahre alt und ist damit dem Oberen Jura (auch Weißjura oder Malm genannt) zuzuordnen. Er entstand in einem warmen Flachmeer als sich kleine Kalkpartikel aus dem Meerwasser absetzten. Diese haben sich im Laufe der Jahre zu diesem Kalkstein angehäuft, wobei Mikroorganismen eine dichte Matrix erzeugten. Natürlich lebten im Meer ursprünglich Lebewesen. Deren Überreste fielen nach ihrem Tod auf den Meeresgrund und wurden von den kleinen Kalkpartikeln bedeckt und dadurch in den Kalkstein eingearbeitet. Auf dieser Weise entstand aus den Sedimenten eines Ozeans der Jura, ein dichter, feinkörniger Kalkstein, reich an Fossilien, als einzigartiges Relikt aus vergangenen Zeiten. 

 

Die Ära des Jura

Der Jura ist eine erdgeschichtliche Periode, die vor ungefähr 201,3 Millionen Jahre begann und 145 Millionen Jahren endete. An den Jura schloss sich die sog. Kreidezeit an. Geologen untergliedern die erdgeschichtliche Periode des Jura in drei Serien, dem Unterjura (vor 201,3 - 174 Millionen Jahren), dem Mitteljura (vor 174,1 - 163,5 Millionen Jahren) und dem Oberjura (vor 163,5 - 145 Millionen Jahren). Insgesamt überspannt die Ära des Jura damit fast 60 Millionen Jahre Erdgeschichte.

Im Unterjura zerfiel der Superkontinent Pangaea entlang der Linien zwischen Karibik und Ur-Mittelmeer immer weiter, weil große Erdteile immer weiter auseinandertrifteten. So entstanden zwei neue Großkontinente: Laurasia (heute Nordamerika, Europa) und Gondwana (heute Südamerika, Afrika, Australien und große Teile Asiens), die ihrerseits ebenfalls zerbrachen. Zwischen den Kontinenten bildeten sich neue große Ozeane, wie beispielsweise zwischen Nordamerika und Europa der Atlantik und zwischen Europa und Afrika das Mittelmeer. Dadurch veränderte sich auch das Klima. Es herrschte eine hohe Luftfeuchtigkeit bei milden bis hohen Temperaturen: ideale Bedingungen zum Gedeihen einer vielfältigen Vegetation mit tropischen Wäldern.

Im Gebiet des heutigen Deutschlands erstreckte sich im Unterjura das von Norden kommende Meer auf einen relativ schmalen Bereich Nord- und Westdeutschlands bis nach Süddeutschland. Im Mitteljura dehnte sich dieses Meer nach Osten aus bis beinahe die gesamte osteuropäische Platte vom Meer vereinnahmt war. Als zu Beginn des Oberjuras auch die Festlandsschwelle „Vindelizisches Land“ im Süden des Germanischen Beckens überflutet wurde, lag ganz Süddeutschland unter einem tropischen, bis zu 200m tiefen Flachmeer, dem nördlichen Schelf des Tethys-Ozeans. In diesem Meer bildeten sich Riffe aus Kieselschwämmen, die von Mikrobenkrusten zementiert wurden. Zwischen den Riffen existierten Lagunen, in denen der Sauerstoffgehalt sehr niedrig war und sich Kalkpartikel und -schlamm anlagerten. Gegen Ende des Jura verlandete Süddeutschland wegen der Hebung der europäischen Kontinentalplatte nach und nach wieder.

 

Lebewesen im Jura-Meer

Der Jura war nicht nur eine erste Blütezeit der Dinosaurier, deren Zahl und Artenvielfalt im Jura deutlich anwuchs, er war vor allem die Hochphase der Ammoniten. Zahlreiche unterschiedliche neue Gattungen entstanden in dieser Zeit.  So definiert sich auch der Beginn des Jura über das erstmalige Auftreten der Ammonitenart Psiloceras.

Ammonit

Bei Ammoniten handelt es sich um Kopffüßler, die wie die im Unterjura entstandenen Belemniten, mit den heute noch lebenden Tintenfischen verwandt sind. Sie verfügten über ein kalkhaltiges Gehäuse (Außenskelett), das in die eigentliche Wohnkammer und einen Abschnitt mit gasgefüllten Kammern unterteilt war, mit deren Hilfe die Tiere im Wasser schweben und durch Abpumpen und Fluten der Kammern wohl auch fortbewegen konnten. Auf die Form des aufgerollten Gehäuses geht auch die Namensgebung Ammonit zurück. Denn sie tragen den Namen Ammons (Amun), des altägyptischen Sonnengottes, der mit Widderkopf dargestellt wurde. Ammoniten lebten vermutlich schwebend nahe am oder auf dem Meeresboden. Die meisten Arten dürften in den Außenbereichen der Riffe in Wassertiefen von 50 bis 200 Metern Tiefe gelebt haben. Der größte bisher bekannt gewordene Ammonitenfund stammt aus der Kreidezeit und wird im Landesmuseum Münster ausgestellt. Er hat einen Schalendurchmesser vom 1,8 m. In der Regel ist die Schale ausgewachsener Tiere aber lediglich 1 bis 30 cm groß.

So oder ähnlich sahen sie aus:

® Dr. Reto Schölly

 

Belemnit

Der Name Belemnit leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet Geschoss oder Blitz. Er bezieht sich auf das Aussehen des hintersten harten, kalkigen Skeletteils des Tintenfisches, dem einzigen Teil, das in dem allermeisten Fällen von dem Tier in Form von Fossilien noch übrig ist, dem sog. Rostrum. Beim lebenden Tier war das Rostrum natürlich noch von Muskeln und Haut umgeben. Der Belemnit schwamm mit seinen Flossen und konnte durch Ausstoß von Wasser aus einem kopfseitig gelegenen Trichter sogar bei Gefahr auch rückwärts schwimmen. Er hatte zehn Fangarme und einen Tintenbeutel und ähnelte im Aussehen den heutigen Kalmaren. Es gab winzige Belemniten, die lediglich zentimetergroß waren und riesige Belemniten bis 3 m Gesamtlänge. Belemniten mieden extremes Flachwasser und waren deshalb in den tieferen Lagen des Schelfmeeres beheimatet. Das Rostrum dürfte meist lediglich zwischen rund ein Sechstel der Gesamtlänge des Tieres (mit Fangarmen) ausgemacht haben.

So oder ähnlich (mit anderer Farbgebung) sah ein Belemnit aus:

® Dr. Reto Schölly

 

Daneben lebten natürlich auch Korallen, Fische, Brachiopoden, Muscheln und Meeresschnecken, Krebstiere, Stachelhäuter, Schwämme, Reptilien und Fischsaurier in diesem tropischen Meer. Drei weitere hiervon stelle ich Euch gerne vor:

 

Zehnfußkrebs (Panzerkrebs) der Gattung Galicia

Im Jura erlebten auch Krebsstiere, die es bereits seit dem Devon gab, eine wahre Blüte. Vor allem in den Riffen und Lagunen des Schelfmeeres fanden die Tiere optimale Bedingungen vor. Es entstanden zahlreiche neue Arten, die teils schon sehr an die heute noch lebenden Krebstiere erinnern, wie z.B. der Panzerkrebs der Gattung Galicia. Dieser lebte küstennah in den Riffen oder in flachen Lagunen auf dem Meeresboden. Ihr Panzer war aus Chitin und Kalk gebildet und diente ihnen als Außenskelett. Auch der Panzerkrebs der Gattung Galicia hatte einen untergliederten Körperbau und insgesamt zehn Beine, vier Beinpaare zum Laufen und ein Beinpaar mit – im Vergleich zu den noch heute existierenden Zehnfußkrebsen –  relativ schlanken Zangen. Die Größe maritimer Krebstiere reicht heute von 1 mm bis zu 60 cm. Der Galicia dürfte ausgewachsen ohne Fühler 4 bis 10 cm groß gewesen sein.

So ungefähr stelle ich ihn mir vor:

® Dr. Reto Schölly

 

Kammmuschel Chlamys

Muscheln kann man evolutionär als konservative Tierart bezeichnen. Denn es gibt Gattungen, die seit etwa 300 Millionen Jahren weitgehend unverändert existieren. Ihr erstes Vorkommen geht gar bis in das Kambrium und damit rund 500 Millionen Jahre zurück. Die Kammmuschel Chlamys existiert seit der Trias und damit weit über 200 Millionen Jahre nahezu unverändert. Ihre Schale besteht aus unterschiedlichen Mineralien, darunter u.a. Kalzit und Aragonit. Ihre Außenseite weist zahlreiche Rippen auf.  Die Chlamy besitzt nur einen Schließmuskel. Besonders auffällig sind ihre zahlreichen Augen, die in einer Linie am Mantelrand aneinandergereiht liegen. Ihr Hauptlebensraum ist und waren der Meeresgrund an Küstengebieten in Wassertiefen von 0-100 Metern. Sie hat die Fähigkeit sich durch schnelles mehrmaliges Zusammenklappen der Schalen schwimmend fortzubewegen, was sie aber im Regelfall nur bei Gefahr tut. Ihre Größe reicht von 2-8 Zentimeter.

Hier ein nachgebildetes Exemplar:

® Dr. Reto Schölly

 

Schwämme

Schwämme gelten als die ältesten Vielzeller überhaupt. Ihr Ursprung liegt rund 700 Millionen Jahre zurück. Ihren einfach gehaltenen Bauplan haben sie seitdem kaum verändert – ein evolutionäres Erfolgsmodell ohne Organe, ohne Nervenzellen und ohne Muskeln. Sie bestehen nämlich aus nur drei verschiedenen Zelltypen, den Außenwandzellen (Pinacocyten), den Innenzellen (Choanocyten) und den wandernde Amöboidzellen. Die Zellen sind in der Lage, miteinander zu kommunizieren. Rund 85 Prozent der existierenden Schwämme zählen zu den Hornkieselschwämmen, die auch für die Bildung der gigantischen Riffe im Jura-Meer verantwortlich waren. Farbe, Form und Größe der Schwämme ist höchst unterschiedlich. Ihre Höhe reicht von 2 mm bis über 3 m. Alle aber bestehen aus feinen, wasserdurchlässigen Poren. In tropischen Gefilden, wie dem Jura-Meer ernähren sich Schwämme nicht nur durch Filtrierung der im Wasser enthaltenen Nahrungspartikel, sondern auch von Stoffwechselprodukten der Algen und Bakterien, mit denen sie Gemeinschaften eingehen. Schwämme leben fest mit dem Meeresboden verankert in flachen Gewässern bis zu einer Tiefe von 100 m.

Hier exemplarisch ein nachgebildetes Beispiel aus der Familie Aplysinidae:

® Dr. Reto Schölly

 

Fossilien

Fossilien sind körperliche Überreste von Pflanzen oder Tieren (Körperfossilien) oder ihrer Aktivität (Spurenfossilien). Für das Entstehen von Körperfossilien ist eine wesentliche Voraussetzung, dass der zur Zersetzung nötige Sauerstoff fehlt. Dies kann in einem sauerstoffarmen Milieu oder bei schneller Einbettung durch Sedimente der Fall sein. Da am Meeresgrund des Jura-Meeres kaum Sauerstoff und ein kalkiger Schlamm existierte, bestanden dort besonders gute Voraussetzungen für das Entstehen und die Erhaltung von Fossilien. Die toten Tiere sanken auf den Meeresgrund und wurden ohne nennenswerte vorangegangene Verwesung vom Kalkschlamm bedeckt und durch immer weitere Sedimentschichten eingegraben. Der durch die zusätzlichen Schichten entstehende Druck presste den Schlamm langsam zu einem Kalkstein zusammen und arbeitete dabei die Reste der Tiere in ihn ein. Die weichen Teile der Tiere überstanden diese Umwandlung zum Fossil nur selten. In der Regel wurden sie trotz Einbettung in Schlamm von Bakterien abgebaut. Übrig blieben dann nur die viel langsamer verwesenden Hartteile, wie Skelette, Zähne und Schalen.

Hier drei Beispiele:

Querschnitt eines Schwammes in Röhrenform, die wegen seines Skeletts aus Kieselsäure gut erhalten ist.

 

Belemnit, bei dem neben dem Rostrum auch die Alveole und Teile des Kammerapparats zu sehen sind.

 

Muschel. Hier ist bei der Zersetzung der Weichteile ein Hohlraum im Gehäuse entstanden, der dann von Mineralien gefüllt wurde.

 

Bei den oben beschriebenen Ammoniten ist regelmäßig nur das Außenskelett (kalkhaltiges aufgerollten Gehäuse) und meist auch nur ohne Wohnkammer als Fossil erhalten. Bei einem Querschnitt erkennt man häufig die untergliederten einzelnen Kammern.

Da Krebstiere über ein robustes Außenskelett meist vorwiegend aus Chitin und Kalk verfügen, unterscheiden sich deren Fossilien im Aussehen oft nicht erheblich vom lebenden Tier. So ist das Fossil eines Zehnfußkrebses auch für den Laien gut im Kalkstein erkennbar.

Alle fünf hier vorgestellten Tiere sind als Fossilien in den Oberjura-Kalksteinablagerungen der Mittelfränkischen Alb gefunden worden. 

 

Zu der Aufgabe:

Am Waypoint 1 wirst Du bei genauer Betrachtung der östlich gelegenen Seite des Pfeilers der Arkade (links vom Eingang des Geschäfts einer bekannten Modekette mit zwei Buchstaben) zwei Arten von Fossilien sehen – eine ungefähr auf Augenhöhe, eine etwa auf Waden-/Kniehöhe. Sie sehen vollkommen unterschiedlich aus und stechen prägnant hervor.

Um diesen Earthcache loggen zu dürfen, musst Du Folgendes tun:

I. Schicke mir die Antworten auf folgende Fragen via Messenger oder E-Mail:

1. Wie heißen die beiden Arten von Fossilien?

2. Bitte beschreibe das Aussehen der beiden Fossilien und der ursprünglichen Tiere in eigenen Worten.

3. Bitte messe die Größe des „größeren“ (oberen) Fossils. Gehört das gefundene Exemplare eher zu den kleinen oder eher größeren Tieren seiner Art?

4.  Bitte messe die Größe des „kleineren“ (unteren) Fossils. Wie groß dürfte dieses Tier ursprünglich ungefähr gewesen sein?

5.  Welche Schlüsse ziehst Du aus Deinen Funden hinsichtlich der Meerestiefe, in der dieser Kalkstein entstanden ist?

II. Gehe um die Ecke zum Waypoint 2 und mache dort ein Foto von Dir, dem GPS oder einem persönlichen Gegenstand vor der Kalksteinwand und poste dieses zusammen mit Deinem Log.

 

Bei Waypoint 2 und auf der Rückseite findest Du übrigens zahlreiche weitere Fossilien – auch den von mir fotografierten „kleinen Drachen“.

Nach Absenden der Antworten, kannst Du sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt. 

Bitte die Lösungen nicht in den Log schreiben!

Logs ohne vorherige Beantwortung der Fragen oder ohne Foto von Euch oder einem persönlichen Gegenstand von Euch werde ich ohne weitere Vorwarnung löschen.

Großem Dank gebührt Dr. Reto Schölly, der alle hier vorgestellten Tiere als 3-Druck designend und auch ausgeführt hat.

Nach Eurem Log könn Ihr Euch gern folgenden Banner auf Eure Profilseite hochladen:

<a href="https://www.geocaching.com/geocache/GC9QXRD_jura-in-freiburg" target="_blank"><img src="https://img.geocaching.com:443/d2d32bc5-9bb8-4a0e-99e4-703f69ff98d7.jpg" height="200" width="" alt="Banner" title="Banner" /></a>

 

http://img.geocaching.com/user/dafd6714-1c49-40a6-a65d-5b6bee5af804.jpg English Version

This Earthcache requires you to find, identify and draw conclusions from two well-known types of fossils.

The head coordinates lead you to the arcades of the building at the Kaiser-Joseph-Strasse 192, Freiburg. The arcades are made of Jura limestone, as is the entire facade of the building. The limestone is sold under the (from a petrographic point of view inaccurately) trade name "Jura marble".

The limestone is from the Franconian Jura Mountains, specifically a quarry near Dietfurt, Mittelfranken (Bavaria). This quarry of over 200 ha is by far the largest continuous quarry area in the Jura limestone segment.

The special limestone is in international demand. It not only clads the building at 192 Kaiser-Joseph-Strasse in Freiburg, but also, for example, the town hall of the Norwegian city of Bodø on the Arctic Circle, the Berlin Palace and the Czech State Opera, parts of the NATO headquarters in Brussels, the American Embassy in Honduras, residential towers of the "Red Side" district in Moscow, a shopping mall in New Zealand and even the 78-story skyscraper "35 Hudson Yards" in New York.

The limestone is 150 to 160 million years old and thus belongs to the Upper Jurassic (also called White Jurassic or Malm). It was formed in a warm ocean, when small particles of calcium carbonate precipitated out of the seawater. It piled up over the years to form this limestone, with microorganisms creating a dense matrix. Of course there were creatures living in the sea. After their death, their remains fell to the bottom of the sea and were covered by the small particles of calicum carbonate and were incorporated into the limestone. In this way the Jura was born from the sediments of an ocean, a dense, fine-grained limestone rich in fossils, a unique relic of bygone times.

 

The Jurassic Era

The Jurassic is a geological period that began about 201.3 million years ago and ended 145 million years ago. The Jurassic was followed by the so-called Cretaceous period. Geologists divide the Jurassic geological period into three series, the Lower Jurassic (201.3 - 174 million years ago), the Middle Jurassic (174.1 - 163.5 million years ago) and the Upper Jurassic (163.5 - 145 million years ago). Altogether, the Jurassic era thus spans nearly 60 million years of Earth's history.

In the Lower Jurassic, the supercontinent Pangaea continued to disintegrate along the lines between the Caribbean Sea and the Ur-Mediterranean Sea, as large portions of the Earth continued to drift apart. Thus two new large continents were formed: Laurasia (today North America, Europe) and Gondwana (today South America, Africa, Australia and large parts of Asia), which in turn also broke up. New large oceans formed between the continents, such as the Atlantic Ocean between North America and Europe and the Mediterranean Sea between Europe and Africa. This also changed the climate. There was high humidity with mild to high temperatures: ideal conditions for a diverse vegetation with tropical forests to thrive.

In the area of present-day Germany, in the Lower Jurassic the sea coming from the north extended over a relatively narrow area of northern and western Germany as far as southern Germany. In the Middle Jurassic, this sea extended eastward until almost the entire Eastern European plate was taken over by the sea. When at the beginning of the Upper Jurassic also the continental sill "Vindelician Land" in the south of the Germanic Basin was flooded, the whole of southern Germany lay under a tropical shallow sea up to 200m deep, the northern shelf of the Tethys Ocean. In this sea, reefs formed from siliceous sponges cemented by microbial crusts. Between the reefs existed lagoons where the oxygen content was very low and calcareous particles and mud accumulated. Towards the end of the Jurassic, southern Germany gradually silted up again due to the uplift of the European continental plate.

 

Animals in the Jurassic sea

The Jurassic was not only the first heyday of the dinosaurs, whose number and diversity of species increased significantly in the Jurassic, it was above all the heyday of the ammonites. Numerous different new genera developed during this time.  Thus also the beginning of the Jurassic is defined by the first appearance of the ammonite species Psiloceras.

Ammonite

Ammonites are cephalopods, which, like the belemnites formed in the Lower Jurassic, are related to the squids still living today. They had a calcareous shell (exoskeleton), which was divided into the actual living chamber and a section with gas-filled chambers, with the help of which the animals could float in the water and probably also move by pumping and flooding the chambers. The name Ammonite goes back to the shape of the rolled up shell. For they bear the name of Ammon (Amun), the ancient Egyptian sun god, who was depicted with a ram's head. Ammonites probably lived suspended near or on the sea floor. Most species probably lived in the outer reaches of reefs in water depths of 50 to 200 meters. The largest ammonite find known to date is from the Cretaceous period and is on display at the Landesmuseum Münster. It has a shell diameter of 1.8 meters. As a rule, however, the shell of adult animals is only 1 to 30 cm in size. They looked approximately as shown in the first picture above.

Belemnite

The name belemnite is derived from the Greek and means projectile or lightning. It refers to the appearance of the rearmost hard, calcareous skeletal part of the squid, the only part that in most cases remains of the animal in the form of fossils, the so-called rostrum. In the living animal the rostrum was of course still surrounded by muscles and skin. The belemnite swam with its fins and could even swim backwards in case of danger by ejecting water from a funnel on the head side. It had ten tentacles and an ink sac and resembled today's squid in appearance. There were tiny belemnites, only centimeter in size, and huge belemnites up to 3 meters in total length. Belemnites avoided extremely shallow water and were therefore native to the deeper layers of the shelf sea. The rostrum may have usually made up only about a one-sixth of the total length of the animal (with tentacles). Belemnites looked something like what is shown in the second picture above.

In addition, corals, fishes, brachiopods, mussels and sea snails, crustaceans, echinoderms, sponges, reptiles and fish dinosaurs lived in this tropical sea. Three more of these I would like to introduce to you:

Decapod cancer of the genus Galicia

In the Jurassic also crustaceans, which already existed since the Devonian, experienced a real bloom. Especially in the reefs and lagoons of the shelf sea the animals found optimal conditions. Numerous new species developed, some of which are already very reminiscent of the crustaceans still living today, such as the decapod cancer of the genus Galicia. This lived near the coast in the reefs or in shallow lagoons on the seabed. Their carapace was made of chitin and lime and serves as their exoskeleton. The armored cancer of the genus Galicia also had a subdivided body structure and a total of ten legs, four pairs of legs for walking and one pair of legs with - compared to the decapod crustaceans that still exist today - relatively slender pincers. The size of marine crustaceans today ranges from 1 mm to 60 cm. The Galicia might have been 4 to 10 cm tall when fully grown (without feeler). As shown in the third picture above, I imagined the decapod.

Chlamys (Bivalve)

Bivalves can be called a conservative species in evolutionary terms. For there are genera that have existed largely unchanged for about 300 million years. Their first occurrence even goes back to the Cambrian and thus about 500 million years. The bivalve Chlamys has existed almost unchanged since the Triassic and thus for well over 200 million years. Their shell consists of different minerals, among them calcite and aragonite. Their outside shows numerous ribs.  The Chlamy has only one sphincter. Particularly striking are their numerous eyes, which are lined up in a line along the edge of the mantle. Its main habitat is and has been the seabed at coastal areas in water depths of 0-100 meters. It has the ability to move swimmingly by rapidly folding its shells several times, but it usually does so only when in danger. Their size ranges from 2-8 centimeters. You can see a replica of the bivalve above (4th picture).

Sponges

Sponges are considered to be the oldest multicellular organisms. Their origin dates back about 700 million years. Since then, they have hardly changed their simple construction plan - an evolutionary success model without organs, without nerve cells and without muscles. They consist of only three different cell types, the outer wall cells (pinacocytes), the inner cells (choanocytes) and the migrating amoeboid cells. The cells are able to communicate with each other. About 85 percent of the existing sponges belong to the horn silica sponges, which were also responsible for the formation of the gigantic reefs in the Jurassic Sea. The color, shape and size of sponges is highly variable. Their height ranges from 2 mm to over 3 m. But all of them consist of fine, water-permeable pores. In tropical environments, such as the Jurassic Sea, sponges do only not feed by filtering the food particles contained in the water, but also from metabolic products of algae and bacteria, with which they form communities. Sponges live firmly anchored at the seafloor in shallow waters up to a depth of 100 meters. Above (5th picture), a sponge of the family Aplysinidae is shown as an example.

 

Fossils

Fossils are physical remains of plants or animals (body fossils) or their activity (trace fossils). For the formation of body fossils, an essential condition is the absence of the oxygen necessary for decomposition. This may be the case in an oxygen-deficient environment or when rapidly embedded by sediments. Since there was hardly any oxygen and a calcareous mud at the bottom of the Jurassic Sea, there existed particularly good conditions for the formation and preservation of fossils. The dead animals sank to the bottom of the sea and, without significant previous decomposition, were covered by the calcareous mud and buried by more and more layers of sediment. The pressure created by the additional layers slowly compressed the mud into a limestone, working the remains of the animals into it. The soft parts of the animals rarely survived this transformation to fossil. As a rule, they were degraded by bacteria despite being embedded in mud. All that remained were the much slower decaying hard parts, such as skeletons, teeth and shells.

You can see three examples above (German listing):

- Cross section of a sponge in tube form, well preserved because of its skeleton of silica.

- Belemnite, where beside the rostrum also the alveolus and parts of the chamber apparatus can be seen.

- Shell, here during the decomposition of the soft parts a cavity was formed in the shell, which was then filled by minerals.

With the above described ammonites regularly only the outer skeleton (calcareous rolled up shell) and mostly also only without living chamber is preserved as fossil. In a cross section one often recognizes the subdivided individual chambers.

Since crustaceans have a robust exoskeleton mostly made of chitin and lime, their fossils often do not differ significantly in appearance from the living animal. For example, the fossil of a decapod crustacean is easily recognizable in limestone even by the layman.

All five animals presented here have been found as fossils in the Upper Jurassic limestone deposits of the Middle Franconian Alb. 

 

About the task:

At waypoint 1, if you look closely at the east-facing side of the arcade pillar (to the left of the entrance to the store of a well-known fashion chain with two letters), you will see two types of fossils - one at about eye level, one at about calf/knee level. They look completely different and are quite prominent.

To claim this earthcache you must to do the following:

I. Send me the answers to the following questions via messenger or email:

1. What are the names of the two types of fossils?

2. Please describe in your own words the appearance of the two types of fossils and of the corresponding original animals.

3. Please measure the size of the "larger" (top) fossil. Does the found specimen belong rather to the small or rather larger animals of its kind?

4. Please measure the size of the "smaller" (lower) fossil. What is the approximate original size of this animal?

5. What conclusions do you draw from your findings regarding the depth of the sea in which this limestone was formed?

II. Go around the corner to Waypoint 2 and take a photo of you, the GPS or a personal item in front of the limestone wall and post it along with your log.

 

By the way, at waypoint 2 and on the back of the building you will find many more fossils - also the "little dragon" I photographed.

After having sent the answers, you can log the cache as a found immediately. If something is wrong, I let you know.

Please do not reveal the answers in your log!

Logs without first answering the questions or without a photo of you or a personal item of yours I will delete without an announce.

After your log you are welcome to upload the banner to your profile page.

Additional Hints (No hints available.)