
Diese Szene – frei nach einer „Werner”-Comic-Verfilmung – hat als Hintergrund eine reale Bedrohung zur Zeit des Kalten Krieges: Man hatte in der BRD Angst vor einer Invasion der Sowjetunion in Westdeutschland. Überall an der innerdeutschen Grenze wurden daher Vorkehrungen getroffen, um den befürchteten Vormarsch aus Richtung Osten durch die
Fulda Gap verlangsamen zu können. Vor dem Hintergrund des
russischen Überfalls auf die Ukraine ist dieses Thema so aktuell wie seit Jahrzehnten nicht. Mit der
Cold War-Serie soll die Aufmerksamkeit auf solche Relikte im ehemaligen Zonenrandgebiet gelenkt und zugleich zum Frieden in der Welt gemahnt werden.
Sprengschächte bzw. Trichtersperren sind eine einfache Möglichkeit, um Straßen oder Brücken unpassierbar zu machen. Sie sind in der Straßenoberfläche erkennbar am runden Deckel mit einem Metallkreuz und einer Halteschraube in der Mitte. Seitliche Rohröffnungen am Straßenrand dienten im Ernstfall zur Durchführung der Zündschnur. Oft lag vorsorglich ein Kunststoffseil in diesen Rohren, um die Zündschnur einfach hindurchzuziehen. Die Sprengladungen usw. wurden in Depotbunkern (Sperrmittelhäusern) – meist im Wald gelegen – gelagert.
An der L 3228 zwischen Empfershausen und der B 83 befinden sich mehrere solcher Sprengschächte hintereinander. Die Deckel sind noch im Straßenbelag erhalten, doch die seitlichen Rohre sind nicht mehr erkennbar. Da man an der Trichtersperre nur sehr ungünstig parken kann, habe ich mich dazu entschieden, diesmal einen Wherigo mit einer Drive-through-Zone zu erstellen. Es empfiehlt sich, diesen Cache mit einem Beifahrer im Auto oder mit dem Fahrrad zu absolvieren!
Link zur Wherigo-Cartridge "Cold War: Trichtersperre Empfershausen/B83".
Viel Spaß beim Suchen wünscht MysteriusHide!