Ein Kurz-Multi mit vielleicht etwas höherem Zeitaufwand.
Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten leider nicht rollstuhltauglich.
ACHTUNG: BITTE GEHT DEN CACHE KEINESFALLS IN DER DÄMMERUNG ODER DUNKELHEIT AN! DER CACHE IST NICHT NACHTTAUGLICH!
Nehmt hier bitte Rücksicht auf Nachbarn sowie das Versteck, das nicht durch Suche mit Taschenlampen gefährdet werden soll!
Münchens verlorene Straßen
Dieser Cache ist der zweite Teil einer Reihe, an der sich jeder thematisch beteiligen darf. Denn auch mir sind lange nicht alle entsprechenden Orte bekannt. Schön wäre es, wenn ich über Erweiterungen der Serie bescheid bekäme und der Titel dem gleichen Schema folgt. Eine Aufzählung der so entstehenden Serie im Listing findet Ihr weiter unten.
Städte sind Organismen – nicht im biologischen Sinne, aber doch verändern sie sich, wachsen und schrumpfen, verfallen und entstehen wieder neu. Oft bemerken wir hier in München eher das Wachstum: Neue Stadtviertel entstehen, Äcker und Wiesen werden bebaut oder nicht mehr benötigte Infrastruktur wie Flughäfen und Eisenbahntrassen mit Wohnungen und Gewerbe überbaut.
Dort gibt es neue Straßen und Plätze, für die Namen gesucht und ausgewählt werden.
Doch genauso verschwinden Straßennamen aus dem Stadtbild, beispielsweise aus politischen Erwägungen, wenn eine Widmung nicht mehr zeitgemäß erscheint. Bisweilen werden Straßen neu benannt, weil eine wichtige Figur der Stadtgeschichte geehrt werden soll – und letzten Endes sorgten Eingemeindungen oft für eine Umbenennung bei doppelt vorhandenen Bezeichnungen.
Ab und an verschwinden Straßen und Plätze sogar – ganz oder teilweise. Sie werden überbaut, verlegt oder verkommen zu namenlosen Gebieten.
Diesen Orten ihren Namen wiederzugeben, das soll hier in dieser Serie geschehen.
Bisherige Caches der Serie:
Teil 1: Bregenzer Straße (nachtsand1707)
Teil 2: Angermayrstraße (nachtsand1707)
Teil 2: Angermayrstraße
Habe ich den ersten Teil dieser Serie gleich mit einer Ausnahme begonnen und eine Straße bedacht, die tatsächlich noch als kleines Brücklein existiert, so führt Euch dieser zweite Teil zu einer wirklich vergessenen Straße – und das, obwohl auch sie noch als kleines Reststück erkennbar ist.
Die Angermayrstraße im heutigen Stadtteil Schwabing West wurde im Jahr 1898 nach dem Hofbildhauer Christoph Angermayr benannt, der im Jahre 1633 verstorben ist. Sie verlief in Nord-Süd-Richtung parallel westlich zur heutigen Belgradstraße. Ihr südliches Ende war an der Karl-Theodor-Straße, also dort, wo Ihr jetzt steht. Im Norden führte sie laut Wikipedia einmal bis zum Riesenfeld etwas nördlich des heutigen Mittleren Rings – auf einem Stadtplan von 1972 ist sie jedoch bereits nur noch bis etwa zum Bad Georgenschwaige eingezeichnet.
Ungefähr dort zweigte früher einmal der sogenannte Türkengraben vom Nymphenburg-Biedersteiner Kanal ab, der die Münchner Residenz mit Schloß Nymphenburg auf dem Wasserweg verbinden sollte. Dieser ist heute noch gut erkennbar an den später darauf gebauten Häusern zwischen Nordend- und Kurfürstenstraße. Zieht man diese Linie weiter nach Norden, spricht einiges dafür, daß auch Belgrad- und Angermayrstraße solche Begleitwege des Türkengrabens waren.
Wann und warum diese Straße (gängigen Stadtplänen nach zu urteilen) irgendwann in den 1960ern oder 1970ern ihre Funktion und ihren Namen verloren hat, das konnte ich bislang nicht herausfinden. Vielleicht hat hier der Bau des U-Bahnhofs am Scheidplatz eine Rolle gespielt.
Vom einstigen Straßenverlauf zeugen heute nur noch ein paar Parkplätze zwischen Scheidplatz und Freibad sowie eine eher unscheinbare Hofeinfahrt, bei der Ihr Euch jetzt befindet. In letzter Zeit ist aus dem schlichten Abstellplatz für Autos und Mülltonnen ein schöner Zugang für die neuentstandenen Bauten nördlich des alten Hauses am Südende der Häuserzeile entstanden.
Doch genug der Vorrede, hier ist Eure Aufgabe:
Für die Ermittlung der Werte gilt: ä=27, ö=28, ü=29, ß=30. Bei den Koordinaten handelt es sich um Tausendstel. Gegebenenfalls bitte Nullen voranstellen, bis sich eine dreistellige Zahl ergibt.
Schaut Euch das Eckhaus, in dem sich ein Restaurant befindet, an.
A: Wie viele Lampen sind an der Fassade zu finden (bitte Beispielbild beachten)?
Geht nun links vom Restaurant Richtung Norden in die Einfahrt, also die ehemalige Angermayrstraße.
An einer kleinen weißen Tür begrüßt Euch eine Person, die offenbar zu einem anderen Restaurant gehört.
B: Unter ihrem Portrait stehen zwei ausgeschriebene Zahlen in ihrer vermutlichen Muttersprache. Addiert diese!
C: Wie viele Finger sind bei dieser Person zu erkennen?
D: Wie viele Gerichte hält sie gleichzeitig in der Hand?
Nun schaut Euch weiter in der ehemaligen Angermayrstraße um.
E: Ihr findet einen Schriftzug: "Money over ...". BWW des fehlenden Wortes!
F: Im Boden sind verschiedene Spielfelder eingelassen. Für welches Spiel dient das südlichste Brett? BWW des Namens!
G: In die westliche Begrenzungsmauer sind Sitzgelegenheiten eingearbeitet. Berücksichtigt nur die, die sich südlich der großen Metalltreppe befinden. Aus wie vielen Brettern bestehen die Sitzflächen (die vorne montierten bitte nicht zählen)?
H: Wie viele bogenförmige Fahrradständer sind hier zu finden?
Die Koordinaten errechnen sich nun nach folgender Formel:
N 48° 10. A*B E 11° 34. C*E+2*B-D+F-G-H
Hier gibt's noch einen Checker, ob Ihr richtig liegt...
Der Cache ist prinzipiell auch im Winter machbar, bei Schneehöhen über zehn Zentimeter ist das Finale jedoch nicht erreichbar! Das Final bitte unbedingt von Süden her angehen!
Es handelt sich um einen Micro, der magnetisch befestigt ist. Er befindet sich unterhalb des Schlosses. Bitte wieder genau dort plazieren und schauen, daß er nicht sichtbar ist.
Und jetzt viel Spaß und viel Erfolg! ;-)
Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle natürlich meinem Betatester grexter und meinem Redakteur UndMartin, die mich mit konstruktiven Rückmeldungen unterstützt haben!