Rudolf Bartels (1878-1948) war von 1918 bis zu seiner Verdrängung durch das NS-Regime im Jahr 1933 und von April bis November 1945 Bürgermeister von Osterath.
Bartels, seinerseits Demokrat und Protestant, wurde nach dem Ersten Weltkrieg im katholischen Osterath einstimmig zum Bürgermeister gewählt. Bis zur Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 blühte Osterath, trotz belgischer Besetzung, während seiner Amtszeit auf.
Bartels trat nach der Machtübernahme der Nazis nicht in die NSDAP ein. Ein ausschließlich aus NSDAP-Mitgliedern bestehender Untersuchungsausschuss stellte im April 1933 angebliche Unstimmigkeiten in der Verwaltung Osteraths fest und beantragte beim Landrat in Kempen ein Disziplinarverfahren gegen Bartels. Auf diese Weise wurde Bartels schließlich aus dem Bürgermeisteramt verdrängt, wogegen er sich aufgrund gleichgeschalteter Institutionen nicht wehren konnte. Bartels, der Jura studierte, hatte nach seiner Absetzung als Rechtsanwalt und Justiziar gearbeitet. Als 1944 der Arzt Eduard Langenbach mit seiner jüdischen Ehefrau und den Kindern verschleppt werden soll, versteckt Bartels sie bis Kriegsende in seiner Jagdhütte – die Familie überlebt.
Nach Kriegsende wurde Bartels von den amerikanischen Befreiern wieder als Bürgermeister eingesetzt. Im katholisch geprägten Osterath traf er nun auf Widerstand. Laut einer Quelle wurde Bartels einige Monate später von einem englischen Kriegsgericht verurteilt. Er drängte schließlich auf Rehabilitierung, die ihm jedoch nicht gewährt wurde. Rudolf Bartels stirbt 1948.
Bartels liegt auf dem Friedhof in Osterath begraben. Das Grabrelief soll an seine Heimatverbundenheit sowie an seine Fluchthilfe für die Familie Langenbach erinnern. Nachdem Rudolf Bartels lange Zeit in Vergessenheit geraten war, wurde im Zentrum von Osterath ein Platz nach ihm benannt: Rudolf-Bartels-Platz.
Nachdem ich jetzt über ein halbes Jahr nach Caches suche, ist das der erste Cache, den ich selbst versteckt habe. Viel Spaß! :-)
Auf Muggels aufpassen! Vor allem tagsüber ist hier sehr viel los.