
Der damalige preußische General, Kriegs- und Marineminister Albrecht v. Roon erwarb 1871 das damals in der preußischen Provinz Schlesien gelegene Oberlausitzer Schloss Krobnitz als Altersruhesitz. 1876 ließ er etwa 500 m vom Schloss entfernt eine Familiengruft in einem felsigen Hügel des Schlossparks anlegen.Im Laufe der Jahre fanden in und vor der Gruft zahlreiche Familienmitglieder derer von Roon ihre letzte Ruhe in der Gruft.
Heute ruhen in den 18 Grabkammern 13 Familienmitglieder der Familie aus 3 Generationen. Je 6 Kammern gehen nach Norden, Osten und Süden von dem zentralen Gruftraum ab. Die belegten Kammern sind mit Grabplatten verschlossen. Rechts und links vorm Grufteingang befinden sich je 3 Erdgräber, die heute aber nicht mehr kenntlich sind.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden die v. Roons enteignet und mußten Krobnitz, das nun wieder zu Sachsen gehörte, verlassen.
Die beginnende Preußen-Renaissance der Staats- und Parteiführung der DDR in Berlin schien sich bis ins ländliche Sachsen nicht herumgesprochen zu haben. Beseelt von der stalinistischen Idee, alles feudale und preußisch-militaristische ausmerzen zu müssen, faßten die örtlichen Partei- und Staatsorgane 1977 den Entschluß, die Gedenkkapelle abzureißen, gegen den Willen vieler Menschen aus dem Ort und der Region. Die Ritterfigur wurde zerschlagen und die Backsteine der Kapelle wurden beim Abriss 1980 auf Deponien entsorgt bzw. an die Bevölkerung zur Weiterverwertung abgegeben. Die Gruft blieb jedoch erhalten.
Nach der Wende besann man sich zurück und mauerte die Umrisse der Kapelle auf den alten Grundmauern als niedrige Mauer wieder auf.
Quelle: Gruft der Grafen von Roon - 1 Bewertung - Krobnitz Stadt Reichenbach in der Oberlausitz Krobnitz - Am Friedenstal | golocal
Auf dem Grufthügel ist noch das Doppelgrab von Hans-Albrecht und seiner Frau Ilse erhalten, in dessen Nähe ich nun einen Cache versteckt habe.
Bitte nicht auf dem Grab rumtrampeln!