
Leuenberg und seine Kirche haben eine über 700-jährige Geschichte mit dramatischen Einschnitten, Zerstörung und Vertreibung.
1340 übergibt Markgraf Ludwig der Ältere das Patronat der Kirchen zu Heckelberg und Leeuwenberge (niederländisch Leeuw = Löwe) den Altlandsberger Marienknechten. Da die Kirche erwähnt wird, ist sicher das Dorf schon längere Zeit vollkommen ausgebaut war.
Die Bauweise der Kirche (rechteckige Feldsteine, saubere Schichtung) weist auf ihre Entstehungszeit im 13. Jh. und beweist die Existenz des Kirchdorfes Leeuwenberge aus dieser Zeit.
Im Jahr 1618 erhält die Kirche eine Uhrglocke.
Während des dreißigjährigen Kriegs (1618 bis 1648) wird Löwenberg fast völlig zerstört. Die Kirche wird niedergebrannt.
Erst 1687 beginnt die Wiederbevölkerung Löwenberg. Nach und nach wird das Dorf und mit ihm die Kirche, das Schloss und die Brennerei wieder aufgebaut.
Der Aufbau der Kirche begann 1691. 1692 wurde der Turm neu gerichtet, 1768/69 werden zwölf Fenster “ausgebrochen und größer gemacht”. Die Kirche erhält eine Wetterfahne. 1727 ist die Kirche fertig.
Etwa 1800 erhält die Kirche eine Orgel ohne Pedal.
Die Kirchturmuhr wird 1898 aus kostengründen angehalten.
Am 18. April 1945 räumten fast alle Einwohner das Dorf und gingen auf den Treck nach Mecklenburg-Vorpommern. Als sie nach dem 8. Mai 1945 ins Dorf zurückkehrten, bot sich ihnen ein Bild der Zerstörung.
Der Kirchturm bekommt im Jahr 2012 wieder eine Turmspitze. Die durch ein Unwetter in den 90er-Jahren zerstörte Kugel samt Wetterfahne wurde durch den Restaurator Bertolt W. Barasch in 30 Meter Höhe auf den Kirchturm montiert. (Quelle: Naturwacht Gamengrund)
Der Friedhof muss nicht betreten werden.
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