Louise Elisabeth de Meuron-von Tscharner, besser bekannt als Madame de Meuron (* 22. August 1882 in Bern; † 22. Mai 1980 in Riggisberg), war eine Persönlichkeit aus dem Berner Patriziat. (siehe Quelle: Elisabeth de Meuron – Wikipedia)
Sie war Eigentümerin mehrerer Häuser in der Berner Altstadt sowie der Alp Rämisgummen oberhalb von Eggiwil. Dazu hatte sie väterlicherseits Schloss Amsoldingen geerbt, mütterlicherseits Schloss Rümligen, ihren langjährigen Hauptwohnsitz.
Neben diesen Liegenschaften besass sie auch noch eine kleinere Stadtvilla im Osten von Bern. Ganz in er Nähe davon ist WieselCH Mann aufgewachsen und hat als kleiner Junge Madame de Meuron noch live erlebt. Der ehemalige Park der Villa (bevorzugter Abenteuerspielplatz von WieselCH Mann) ist einer Überbauung gewichen. Ihr seht das Grundstück gegenüber dem Cache.
Die auffällige der Elisabeth de Meuron führte zu unzähligen Anekdoten. Unbekannte Personen fragte sie direkt: Syt dihr öpper oder nämet dihr Lohn? („Sind Sie jemand oder beziehen Sie Lohn?“). Auch der Vater von WieselCH Mann wurde mit diesem Spruch bedacht; das Resultat der Abklärungen hat Madame de Meuron offenbar zufrieden gestellt.
Wir möchten Euch mit diesem Cache an den Ort dieser Begegnungen führen und wünsche Euch beim Suchen viel Spass. Es muss kein Privatgrundstück betreten werden; die Bewilligung des Eigentümers liegt jedoch trotzdem vor. Der Cache liegt an einer Sackgasse; Ihr könnt euer Cachemobil hier nicht parkieren. Parkplätze sind im Ostring (Sonnenhofspital) in der blauen Zone zu finden. Schreibzeug bitte selber mitbringen.
Hier noch einige biographische Angaben zu Madame de Meuron:
Elisabeth de Meuron geb. von Tscharner wurde im Stadthaus der Familie am Münsterplatz – heute Sitz der kantonalen Finanzdirektion – als Tochter des Ludwig von Tscharner und der Anna (geb. von Wattenwyl) geboren. Sie war die jüngere Schwester des Juristen und Historikers Ludwig Samuel von Tscharner. Ihr Vater war promovierter Jurist und Oberst der Genietruppen. Elisabeth wurde von ihrem Elternhaus völlig unvorbereitet ins bürgerlich dominierte Leben entlassen. Obwohl künstlerisch begabt, verweigerte ihr der Vater den Besuch der Kunstgewerbeschule. Auch eine Liebesheirat mit einem Zürcher wurde von den Eltern aus Standesgründen verhindert, und sie musste 1905 ihren (homosexuellen) Vetter Frédéric-Alphonse de Meuron heiraten. Die Ehe wurde 1923 geschieden, doch behielt sie den Familiennamen ihres vormaligen Gatten. Ihr Sohn Roger beging während eines festlichen Empfangs auf Schloss Rümligen 1939 in dessen Keller Suizid, ihre Tochter Louise floh aus der psychiatrischen Klinik im Welschland nach Tanger in Marokko. Das Schicksal ihres Sohnes veranlasste Elisabeth de Meuron, zeitlebens Trauerkleidung zu tragen. Sie beschäftigte sich eingehend mit Philosophie und verfasste unzählige Briefe.