Die Goldene Haube bei Beratzhausen
Bei der Goldenen Haube handelt es sich um eine ehemalige Kiesgrube / Sandgrube mit einer Fläche von ca. 900 m2, die heute ein Landschaftsschutzgebiet und im Umweltatlas Bayern als bedeutendes Geotop gelistet ist (Geotop-Nr. 375A027). Sie liegt in der südlichen Frankenalb in der Nähe von Beratzhausen.
Die Goldene Haube bei Beratzhausen
Geologie
Geochronologisch ist das Gebiet der Südlichen Frankenalb dem Oberjura zuzuordnen (entstanden vor 163,5 bis 145 Mio Jahren). Zu dieser Zeit war ein großer Teil Süddeutschlands von einem flachen und warmen Meer bedeckt. Dies führte zur Ansiedlung verschiedenster Organismen und zur Ablagerung zahlreicher Sedimente. Diese Sedimente bildeten im Laufe von Jahrmillionen unterschiedlich harte Gesteinsschichten mit einer großartigen Formen- und Farbenvielfalt.
Im Bereich der Goldenen Haube entstanden so unter anderem großflächige Schwammriffe aus Dolomitstein. Durch tektonische Plattenverschiebungen bildeten sich zahlreiche Klüfte zwischen den Schwammriffen. Diese Klüfte im Dolomitstein begünstigten dessen Verwitterung durch verschiedenste Wettereinflüsse (Wind, Frostsprengung, Auswaschung) und ließen die Felsen stellenweise in Sand zerfallen, was man insbesondere in den Ecken und Winkeln der Goldenen Haube sehen kann. Darüber hinaus führte die Verwitterung dazu, dass die Konturen der Schwammriffe gut erkennbar freigelegt wurden.
Geschichte
Der durch die Verwitterung entstandene Dolomitsand wurde in früheren Zeiten im Bereich der Fränkischen Alb zum Mauern verwendet. Durch diesen Abbau wurden in der Goldenen Haube entlang der Klüfte zahlreiche Strukturen freigelegt, die an Wände und Räume erinnern. Es entstand die Sage, dass es sich hier um die Reste eines verfluchten Schlosses handele.
(Quellen: Umweltatlas Bayern / wikipedia.de)
Zugang
Ausgangspunkt ist der angegebene Parkplatz. Von hier aus folgt man ca. 200 m dem Waldweg bergab und steht nach kurzer Zeit am frei zugänglichen Eingang zu einem mystischen Ort.
Aufgrund der Lage sind Wanderschuhe empfohlen. Der Besuch geschieht auf eigene Gefahr (beachte Attribute)!
Aufgaben
1. Welche Höhe haben die Schwammriffe, die Dich umgeben?
2. Betrachte und befühle die Schwammriffe. Was kannst Du zu deren Beschaffenheit sagen (Härte, Abriebfestigkeit, Farbe, Porosität)?
3. Suche Dir zwischen den Schwammriffen eine Stelle, an der Du den Zerfall durch Verwitterung nachvollziehen kannst. Nimm dort eine Handvoll Sand. Sind die Sandkörner alle nahezu gleich groß oder finden sich darin auch größere Bruchstücke? Warum ist das so?
4. Sand wird anhand seiner Korngröße in verschiedene Arten eingeteilt (Grobsand, Mittelsand, Feinsand). Zur besseren Veranschaulichung dient folgender Vergleich:
- Grobsand: kleiner als Streichhölzköpfe, aber größer als Grieß
- Mittelsand: wie Grieß
- Feinsand: wie Mehl
Was denkst Du, um welche Art von Sand es sich hier vor Ort handelt? Wird sich die aktuelle Korngröße noch weiter verändern und wenn ja, wie und warum?
5. Optional: Mache ein Foto oder eine Skizze vor Ort und füge es Deinem Logeintrag hinzu.
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The Golden Dome near Beratzhausen
The Golden Dome is a former gravel pit / sand pit with an area of approx. 900 m2, which is now a landscape protection area and is listed as an important geotope in the Bavarian Environmental Atlas (geotope no. 375A027). It is located in the southern Franconian Jura near Beratzhausen.
The Golden Dome near Beratzhausen
Geology
Geochronologically, the southern Franconian Jura can be assigned to the Upper Jurassic (formed 163.5 to 145 million years ago). At that time, a large part of southern Germany was covered by a flat and warm sea. This led to the settlement of various organisms and the deposition of numerous sediments. Over the course of millions of years, these sediments formed layers of rock of varying hardness with a great variety of shapes and colours.
In the area of the Golden Dome, large areas of sponge reefs made of dolomite stone were created. Due to tectonic plate movements, numerous fissures formed between the sponge reefs. These fissures in the dolomite favored its weathering due to various weather influences (wind, frost damage, leaching) and caused the rocks to crumble into sand in places, which can be seen in particular in the nooks and crannies of the Golden Dome. In addition, the weathering led to the contours of the sponge reefs being exposed in a clearly recognizable manner.
History
The dolomite sand created by weathering was used in earlier times for walls in the Franconian Jura. As a result of this mining, numerous structures resembling walls and rooms were uncovered along the clefts in the Golden Dome. The legend arose that these are the remains of a cursed castle.
(Sources: Bavarian Environmental Atlas / wikipedia.de)
Access
The starting point is the indicated parking area. From here you follow the forest path downhill for approx. 200 m and after a short time you will find yourself at the freely accessible entrance to a mystical place.
Due to the location hiking boots are required. The visit is at your own risk (observe the attributes)!
Tasks
1. How high are the sponge reefs that surround you?
2. View and feel the sponge reefs. What can you say about their properties (hardness, abrasion resistance, colour, porosity)?
3. Find a spot between the sponge reefs where you can understand the decay caused by weathering. Take a handful of sand there. Are the grains of sand all almost the same size or are there larger fragments? Why is that?
4. Sand is divided into different types based on its grain size (coarse sand, medium sand, fine sand). The following comparison is used for better illustration:
- Coarse sand: smaller than match heads, but larger than grit
- Medium sand: like grit
- Fine sand: like flour
What kind of sand do you think is here on site? Will the current grain size continue to change and if so, how and why?
5. Optional: Take a photo or make a sketch of the site and add it to your log.
Send us the answers via message. You can log the cache as a found immediately. If there is anything to clarify, we will contact you. Logs without sending the answers will be deleted without any comment.
Achtung / Attention
Für die Beantwortung der Fragen ist es nicht notwendig und aus Naturschutzgründen nicht sinnvoll, an den Schwammriffen herumzuklettern. Schützt die Natur und bleibt auf den Wegen!
To answer the questions, it is not necessary and for the protection of the nature it makes no sense to climb around the sponge reefs. Protect the nature and stay on the official trails.