Hier steht ihr vor einem der beiden Windräder des Onshore-Windparks Roxel.
Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum Windräder gerade im Sommer so oft stillstehen?
Nun, dafür kann es zahlreiche Gründe geben. Es kann zum Beispiel zuwenig Wind (unrentabler Betrieb) und zuviel Wind (Gefahr der Beschädigung) herrschen. Die Stromproduktion der beiden Anlagen vom Typ Nordex N117/2400 beginnt ab einer Windgeschwindigkeit von 3,5 m/s. Schon bei 20 m/s erfolgt ihre automatische Abschaltung. Es kann natürlich auch mal sein, dass ein Defekt vorliegt. Meistens gibt es jedoch einen ganz anderen Grund.
Die Kapazität der beiden Windräder, die übrigens eine Höhe von 150 m und einen Durchmesser von 117 m haben, beträgt 2.400 kW. Zusammen können sie also theoretisch 4.800 kW pro Stunde erzeugen. Dies entspricht dem einstündigen Verbrauch von 48.000 100-Watt-Glühlampen. Im Vergleich dazu: Fotovoltaikanlagen auf Hausdächern von Einfamilienhäusern haben heute üblicherweise eine Leistung von 7 bis 15 kW. Legt man einmal durchschnittlich 10 kW zugrunde, entspricht die Gesamtkapazität der beiden Windräder der Leistung von 500 Hausdach-Solaranlagen. Und genau das ist der Punkt: Wenn die Sonne scheint und gleichzeitig der Wind weht, gibt es schnell das Problem der Überkapazität. Es würde schlichtweg in der Summe zuviel Strom produziert! Sobald die Sonne an einem wolkenlosen Himmel scheint, stehen Windkraftanlagen daher häufig still, obwohl genügend Wind weht. Denn speichern kann man die überschüssige Energie leider so gut wie gar nicht.