Hier befindet ihr euch auf dem Leiermühlenweg nahe der Kreuzung „Alte Bautzner Straße“
Der Leiermühlenweg ist die Verbindung zwischen den Orten Dürrröhrsdorf – Dittersbach und Kleinwolmsdorf.
Seinen Namen hat dieser Weg von der ehemaligen, im Dittersbacher Ortsteil gelegenen, Leiermühle.
Es sind von hier kommend links die ersten Gebäude Dittersbachs an diesem Weg.
Noch ein paar Infos zur Mühle, welche Herr E. Schneider im „Wesenitztaler Landbote“ (Amtliches Mitteilungsblatt Dürrröhrsdorf – Dittersbach, Mai, Juni/2016) veröffentlicht hat.
Dittersbacher Erinnerungen
1547 wird als erster Besitzer der Leiermühle urkundlich Steffen Jazoff genannt,
er besaß zusätzlich eine Hufe Land. Es ist anzunehmen, dass die Mühle weit vor 1547 erbaut wurde. Die Namen der Besitzer wechselten bis 1912 oft, als Paul Schäfer die Mühle erwarb, sein Sohn Otto Schäfer übernahm sie, er fiel im zweiten Weltkrieg 1943.
1960 wird die Mühle Volkseigentum und von der LPG Dittersbach - Dürrröhrsdorf bewirtschaftet, die Arbeiten werden durch Otto Schäfers Sohn Erhard weitergeführt.
Als Erhard Schäfer nach Heidenau verzog, wurden die Arbeiten eingestellt.
In der Leiermühle wurde, wie ich mich erinnere, kein Mehl gemahlen,
sondern für die Bauern Schrot und Kleie.
7 Jahre war das Gebäude unbewohnt.
Letzter Besitzer wurde Gunter Kurze, der den baulichen Zustand durch viele Eigenleistungen verbesserte.
Technische Daten zur Mühle:
Sie wurde bis 1952 mit einem oberschächtigen Wasserrad angetrieben,
dann baute man eine kleine Turbine mit 4,5 PS Leistung
ein, es wurden bis 300 kg pro Tag Kleie und Schrot erarbeitet. Bedingt
durch geringen direkten Wasserzulauf war vor der Mühle ein
Teich angelegt worden. In den ersten Erwähnungen schrieb man
Layermuhle oder auch Leyermühle.
Genug des Ganzen, viel Spaß