Dr. Heisenbergs
Elemente-Serie
Gehen Sie zu den schönsten Orten in Wien und Umgebung und lernen dabei ein bisschen Chemie, oder genauer ein paar interessante Elemente kennen, die diese Erde zu bieten hat.
Nummer 2: Wolfram
im Gegensatz zu Nummer 1, Gold, ist Wolfram eines der weniger bekannten Elemente.
Wolfram ist das Element mit dem höchsten Schmelz - und auch Siedepunkt, es zählt zu den sogenannten Übergangsmetallen und es steht im Periodensystem in Gruppe sechs, auch Chromgruppe genannt. Die Dichte von Wolfram ist mit 19,3 g/Kubikzentimeter ähnlich jener von Gold.
Wolfram ist ein weiß glänzendes Schwermetall sehr hoher Dichte, das bereits bei sehr geringen Verunreinigungen spröde wird.
Verwendung: interessant ist Wolfram aus mehrerlei Sicht. Der hohe Schmelzpunkt macht es geeignet für den gut bekannten Wolframdraht in Glühbirnen, in welchem es in Reinform zum Einsatz kommt. Wolfram ist außerdem sehr hart: in Reinform hat es eine Mohshärte von 7,5; mithilfe von Kohlenstoff gehärtet zum sogenannten Wolframcarbid oder Hartmetall von unglaublichen 9,5 und ordnet sich damit zwischen Korund und Diamant ein. Hochwertiger Modeschmuck wird gerne aus Wolframcarbid gefertigt, weil er lange schön und Kratzerfrei bleibt. Spitzen von Werkzeug und Sportgeräten wie Dartpfeile, Pickel oder Gehstöcke werden gerne aus Wolframcarbid gefertigt. Im militärischen Bereich außerdem Panzer brechende Munition und Granatensplitter für Flugabwehrmunition.
Aufgrund der extrem hohen Härte dieses Metalls kann man auch mühelos Glas damit zerkratzen. Selbst schon erlebt.
Vorkommen und Abbau:
Der mit Abstand größte Produzent an Wolfram ist China. Mehr als 80 % des auf der Welt produzierten Wolframs wird dort gewonnen.
Der Wolframgehalt der Erdkruste beträgt etwa 1ppm, damit etwa 250 mal so häufig wie Gold.
Österreich ist das Land mit den bedeutendsten Wolframvorkommen in ganz Europa (Felbertal in den Hohen Tauern im Bundesland Salzburg).
Die weltweite Wolfram Förderung beträgt 95 000 t (Stand: 2021)