Dr. Heisenbergs
Elemente-Serie
Gehen Sie zu den schönsten Orten in Wien und Umgebung und lernen dabei ein bisschen Chemie, oder genauer ein paar interessante Elemente kennen, die diese Erde zu bieten hat.
Nummer 4: Uran
Es ist Zeit für ein weiteres Schwermetall.
Uran, mit dem Elementsymbol U, Gruppe sieben im Periodensystem (Actinoide) ist ein Metall dessen in Isotope alle radioaktiv sind.
Hier wird besonders zwischen zwei Isotope unterschieden:
-U235
-U238
Etwa 99,3 % des in der Natur vorkommenden Urans liegt als U238 vor.
Für die Kernspaltung (sowohl Kraftwerke als auch Waffen) verwendet man das Isotop U235, weil, so wie im Jahre 1938 entdeckt, dieses sich durch thermische Neutronen spalten lässt. Es ist damit neben Plutonium 239 das einzige natürlich vorkommenden Nuklid, mit dem eine selbsterhaltende Kernspaltungskettenreaktion möglich ist.
Die dabei freigesetzte thermische Energie Beträgt unglaubliche 22,8 MWh (Megawattstunden) pro Gramm Uran 235.
Uran hat eine Dichte von 19,16 g/Kubikzentimeter und damit etwas unter Gold.
Vorkommen
Uran wird aus Uranerz abgebaut (Brannerit, Uraninit, Torbernit, Heinrichit und Carnoffinit, Coffinitig, Uranophan). auch wenn diese Aufzählung jetzt schon einige waren, sind das längst nicht alle. Es gibt insgesamt rund 230 Uran Mineral. Und alle können von wirtschaftlicher Bedeutung sein.
Mit einem Masseanteil von 3,2 ppm kommt Uran deutlich häufiger als Gold, Platin und sogar häufiger als Wolfram auf der Erdkruste vor.
abgebaut wird Uran vorwiegend in Russland, den USA, Australien und Kanada.
Reines Uran ist ein silberweißes Metall.
Trivia
Uran ist in fein verteiltem Zustand selbst entzündlich (kann also durch erhitzen zu brennen beginnen).