Guten Tag, werte Menschen und Menschinnen,
erlauben Sie mir, dass ich mich kurz vorstelle! Meine Name ist Knuffke0815. Welcher Spezies ich angehöre, werden Sie schon bald erfahren. Bin ich weiblich oder männlich? Nehmen wir an - divers... Ich besitze ein schönes, weiches Fell von erlesener Farbgebung und bin neuerdings hier in Müncheberg und Umgebung 4pfötig unterwegs. Politisch bin ich eher desinteressiert, das ist Menschensache! Fragen kulinarischer Natur jedoch kann ich durchaus beantworten, ich bin ein wahrer Feinschmecker! Wenn Sie mögen, können wir ein Stück gemeinsam gehen...
Vom Glauben habe ich mich abgewandt und nutze die naheliegendste Möglichkeit, um keine nassen Pfoten zu bekommen. Wasser mag ich nämlich überhaupt nicht! Ich lustwandle auf dem Fußweg unter Bäumen, deren Art eine gleichnamige Fernsehserie gewidmet ist. Stolz strecke ich meinen Schwanz nach oben und gehe selbstverständlich erhobenen Hauptes, bis ich die Gefahr, fast zu spät, entdecke!!! Wie ein Pfeil flitze ich an der Höhle der Löwen vorrüber, angriffslustige Greifvögel kreisen über mir! Nun kommen Sie schon, oder wollen Sie bei lebendigem Leib gefressen werden? Die Wasserstelle und eine steinige Angelegenheit nehme ich nur aus dem Augenwinkel wahr, obwohl meine Sehkraft außerordentlich gut entwickelt ist. Ich halte inne, als ich die schöne alte Villa entdecke, ich belese mich und bin fasziniert! Bestimmt gibt es wunderbare Liegemöbel in diesem Etablissement! Was sagen Sie dazu? Oder lieber eine kleine Nascherei gefällig? Oh nein, Wir werden beide zu dick! Lassen Sie uns lieber ein Stück weiter gehen, die nächste Kreuzung ist schon zu sehen. Nun sollten wir ein wenig kommunizieren... Ach oje, soll ich mir meine zarten Pfoten brechen? Nein, gewiss nicht. Ich habe ein großes Anliegen! Ich will Ihnen einen meiner schönen Spazierwege zeigen, davon können mich keine 30 Wölfe abbringen! Und auch nicht diese bellenden Unholde! Da bekomme ich vor lauter Ärger einen ganz roten Kopf! Kommen Sie weiter, die in Mühlhausen gern verwendeten Früchte säumen unseren Weg. Sehen Sie dort die vortrefflich gearbeiteten Speerspitzen? Da würde ich mich niemals hindurchschleichen. Lieber stolziere ich auf Mauern umher, gelegentlich kann man hierbei interessante Dinge erfahren. Nun müssen wir uns entscheiden. Ein Fahrrad werde ich keineswegs besteigen, Sie sehen auch nicht gerade sportlich aus... Deshalb sollten wir dem anderen Pfeil folgen, dieser Weg wird uns beleuchtet. Sehen Sie dort links den Segelmast? Da muß hier doch tatsächlich vor langer Zeit ein Schiff gestrandet sein! Heute gibt es ja diesen neumodischen Kram, selbst auf Dächern wird elektrifiziert. Tsss. Aber nun habe ich von diesem Ort genug. Was meinen Sie? Die nächsten 50 km ( oder weniger ) gehen wir lieber in freier Natur. Wollen wir gemeinsam ein Lied anstimmen? Kennen Sie das bestimmt bekannteste Lied von Karat? Und passen Sie auf, dass Sie nicht herunterfallen! Verstehen Sie, weshalb ich plötzlich wahnsinnigen Appetit auf Spiegelei habe? Schnell weiter geradeaus! Wir nehmen nicht die sich anbietende asphaltierte Straße, das ist nicht gut für unsere Pfötchen! Ich betrachte die 4 ( nicht 5 ! ) in die Erde gerammten Streifenhörnchen links ( nicht rechts ) unseres Weges und frage mich, wer macht denn so etwas? Da finde ich das Vogelhaus viel spannender. An dieser Stelle kontrollieren Sie bitte, ob Sie am richtigen Vogelhaus stehen. Es hat einen Bewohner! Leider hat niemand Futter eingestreut. Ich schlage vor, an der nächsten Möglichkeit einen Richtungswechsel nach rechts zu tätigen. Wir befinden uns nun auf einem unbefestigten Feldweg. Begleiten Sie mich durch das große Tor aus Bäumen, die Kinder kleben sich gern Bestandteile derselben auf ihre Nasen. Lust auf ein kleines Päuschen? Sammeln Sie gern noch die Skyline von Müncheberg ein. Wir könnten es uns hier auf diesen vortrefflichen Liegeplätzen gemütlich machen und unsere Bäuche in die Sonne halten! Nun aber schnell weiter. Wenn die Dämmerung einsetzt, kommen die Schießwütigen aus ihren Löchern und feuern auf alles, was 4 Pfoten hat! Ich wandre ja so gerne... Meine Güte, Sie singen aber schlecht! Noch ein kleines Erfrischungsgetränk gefällig? Ach nein, das ist wohl eher für die Pflanzen auf den Feldern. Genug von Feld und Flur. Dort, wo wir uns entscheiden müssen, bewegen wir uns in Richtung Menschensiedlung. Alten Überlieferungen nach wohnen dort besonders viele Zappelphilippe. Na, ich hab bisher keinen gesehen! Vielleicht können wir dort bei den Koppeln noch ein Mäuschen fangen? Ach, Sie mögen keine Mäuse? Sie sind schon sehr sonderbar! Oder wir spielen mit dem weißen Ball? Oh nein, auf dieser Farm sollen wir still sein. Als ob es hier nicht auch ab und zu auch laut zuginge! Wenn sich die Bewohner der Lodge wieder einmal betrinken, gibt es sicher Gegröle und sie müssen nebenan ihren Rausch ausschlafen! Sehen Sie mal, hier sieht es aus wie in Schweden! Waren sie schon mal in Schweden? Also für mich ist das nichts. Von dem Geschaukle auf der Fähre rollen mir die Augen gänzlich unkontrolliert. Falls Sie sich jetzt aber entschließen, mit den blauen Bällen zu spielen, achten Sie bitte auf die Fenster! Ich möchte nicht Ihretwegen noch Ärger bekommen! Nun lassen wir alle Fünfe grade sein und begeben uns zur informativen Infotafel. Aha, mal wieder nicht so viel los hier... Wir begrüßen den stummen Wachposten, der etwas hölzern daher kommt. Dann können wir jetzt auch auf den Weg der Sonne wechseln. Dort geht leider um 9 die Laterne aus, aber Sonnen aus Stahl leuchten unentwegt. Der Sonnenweg führt uns zur Nordroute. Lassen Sie uns noch einmal die Verkehrssituation beobachten, als Belohnung führe ich Sie durch den botanisch interessanten Weg bergab. Da sie Ihr Fahrzeug brav auf dem Parkplatz abgestellt haben, nützt Ihnen die Einrichtung rechts herzlich wenig. Auch sind die Öffnungszeiten eher fragwürdig. Können Sie nicht lesen? Machen Sie sofort Ihre Kippe aus! Sind Sie schon mal Trecker gefahren? Nein, das ist wohl auch besser so. Das überlassen wir den Fachleuten, nicht wahr? Es gibt ja auch Fachleute für den Briefverkehr und für Rohrpostangelegenheiten. Aber die lassen wir heute einfach mal links liegen. Schauen Sie mal, hier hat jemand lauter Felsbrocken hingeworfen! Ein Riese vielleicht? Glücklicherweise hat er nicht die weiße Letterbox dort vorn getroffen! Nein, nicht unsere, die ist ganz woanders!!! Wir nehmen an der Kreuzung die Richtung, die noch übrig ist, und haben keine Angst vor freilaufenden Hunden. Falls doch, werfen wir uns in die bereitgestellte Schutzhütte. Mensch, machen Sie sich nicht so dick! Sehen sie den Stein der " Weißen"? Von dort aus ist es nicht mehr weit zu meiner Wohnung. Fragen Sie hier nach meiner Adresse: H125! Darf ich sie vielleicht noch auf einen alten Fisch einladen oder ein Tässchen Milch? Es war sehr angenehm, mit Ihnen zu plaudern. Auf 5 km Wegstrecke hat man ja auch genug Zeit für nette Gespräche...
Erstfinderurkunde und 5 Überraschungsgutscheine für die ersten 5 Finder sind beigelegt!