Du bist auf dem Weg unseren Cache Klessin # 2 zu suchen. Auch Klessin # 1 könnte Dich interessieren.. Du kannst Ihn gerne suchen.
______
Klessin wurde am 17.Juni 1354 erstmals schriftlich in einer Urkunde von Markgraf Ludwig von Brandenburg erwähnt. In dieser Urkunde wurde der Verkauf von Klessin (damals Knutschin) an den Bischof von Lebus geregelt.
Die Ursprünge der Besiedlung des Gebietes in und um Klessin liegen aber deutlich weiter zurück. So wurde Mitte 2021 bei Arbeiten an der neuen Gedenkstätte Klessin Scherben von einem Gefäß gefunden, welches der sogenannten Waltersdorfer Gruppe der Britzer Kultur zugeordnet werden konnte. Der Fund der Gefäßreste, welches nach einer ersten Rekonstruktion einen Durchmesser von nicht weniger als 50 cm besaß, stellt eine kleine Sensation in dieser Gegend von Brandenburg dar. Die ca. 5.000 Jahre alten Scherben wurden dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum (BLDAM) in Wünsdorf übergeben. Eine Konservierung und Rekonstruktion soll in Kürze erfolgen.
Durch die schrecklichen Ereignisse des Jahres 1945 wurde die Ortschaft Klessin mit seinem prägnanten Rittergut samt Gutshaus fast vollständig zerstört.
Vom Gutshaus, oder oft auch als Schloss bezeichneten Gebäude, folgt man dem Wanderweg mit seinen in den Hang geschlagenen Stufen hinab ins Bruch.
Hier, im östlichen Bereich des Ortes, sind zwei Gebäudekomplexe in ihrer Grundstruktur erhalten geblieben. Das südliche der beiden Gehöfte war bis 1945 das Grundstück des Gärtners von Klessin. In dem nördlichen der beiden Gehöfte war die alte Schmiede angesiedelt. Direkt neben der Schmiede das Wohnhaus und die Scheune der ehemaligen Wirtschaft.
Nördlich der alten Schmiede befindet sich der ehemalige Friedhof von Klessin. Hier fällt das aus Feldsteinen gemauerte Grufthaus sofort ins Auge. Dies ist das wahrscheinlich älteste noch erhaltene Gebäude von Klessin. Einer örtlichen Initiative ist es zu verdanken, dass dem Verfall nun Einhalt geboten wird. Der Friedhof selbst ist zu großen Teilen mit Efeu überwucherten. Alte Steinfassungen und einige alte Grabsteine sind geblieben. Am nördlichen Ende des Friedhofes sind die beiden aus Ziegelsteinen gemauerten Torpfeiler erhalten geblieben. Direkt im Anschluss an den Friedhof wurden während der Kampfhandlungen im Jahre 1945 sowjetische Gefallene beigesetzt. In den Jahre 1946/47 wurde diese nur teilweise exhumiert. 2013 nahm sich der Verein zur Bergung Gefallener in Osteuropa e.V. (VBGO) der Aufgabe an und exhumierte 27 weitere sowjetische Soldaten. Von weiteren 57 Soldaten wurden lediglich multiple Gebeine geborgen, was auf eine unvollständige Exhumierung in den Jahren 1946/47 schließen lässt. Die Gefallenen wurden nach Abschluss der Grabungen auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof in Reitwein beigesetzt.