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Fenster zur Deponie EarthCache

Hidden : 7/22/2022
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Fenster zur Deponie

 

Die „Nahtstelle Müll – Fenster zur Deponie“ ist ein nachdenklich stimmendes Kunstobjekt im Regionalpark RheinMain. Der Blick auf die Wegwerfgesellschaft der frühen Bundesrepublik öffnet einem die Augen für zwei Dinge: Das, was der Region angetan wurde, und das, was zu Erhalten man sich weiter anstrengen sollte.

Auf der anderen Seite des Ganges öffnen die Fenster einen Blick auf natürliche Erdschichten und ihren Aufbau.

Boden

Böden bilden die oberste Schicht der Erdkruste (ca. 1-2 m), die mit Lebewesen, Wasser und Luft durchsetzt ist. Sie bieten den Lebensraum für Pflanzen und ernähren somit Menschen und Tiere. Böden sind ein Filter für Grund- und Trinkwasser und schützen es vor Verunreinigungen. Gleichzeitig speichern Böden Treibhausgase und tragen zum Klimaschutz bei.

Bodenentstehung

Der Boden entsteht analog zur Gesteinsverwitterung. Das Gestein verwittert in immer kleiner werdende Teilchen. Es entstehen Sandkörner bis hin zu Tonteilchen. Sie bilden über dem festen Gestein die lockere Schicht, die wir als Boden kennen. Je nach Gesteinsart entstehen verschiedene Schichten mit unterschiedlichen Färbungen, die Bodenhorizonte.

In geologischen Zeiträumen gesehen bilden sich Böden recht schnell, nach menschlichen Maßstäben jedoch relativ langsam. Die Böden im heutigen Mitteleuropa sind im Laufe der letzten 12.000 Jahre, seit dem Ende der letzten Eiszeit, entstanden.

Die Grundvoraussetzung für die Bildung eines Bodens ist ein Ausgangsmaterial aus anstehendem Gestein (Festgestein oder Lockersediment). Wenn größere Mengen Sediment in das betreffende Gebiet eingetragen werden, wird der bildende Boden wieder verschüttet und die Bodenbildung muss von neuem beginnen.

Bodenaufbau - Horizonte

Wenn man den Boden aufgräbt erhält man ein sogenanntes Bodenprofil. Die vertikale Abfolge der Bodenhorizonte ermöglicht es, die Bodentypen zu unterscheiden und den Bodenaufbau festzustellen. Diese Zonen werden in Oberboden (A-Horizont), Unterboden (B-Horizont) und Ausgangsgestein (C-Horizont) unterteilt.

A-Horizont - Oberboden

Vermischung und Verbindung organischer Substanz (Humus) mit mineralischen Bestandteilen. Die organische Substanz besteht aus zersetzten Tier- und Pflanzenteilen. Sie wird von Pilzen und Bakterien ab- und umgebaut sowie durch die unermüdliche Tätigkeit der Regenwürmer mit den mineralischen Bestandteilen vermischt.

B-Horizont - Unterboden

Hauptsächlich verwittertes Gestein. Aus dem Oberboden eingewaschene Stoffe verändern Farbe und Beschaffenheit des Unterbodens. Je weiter man nach unten vordringt, desto weniger Humus enthält diese Schicht.

C-Horizont - Ausgangsgestein

Überwiegend unverwittertes Gestein. Dieser Untergrund bildet den Nachschub für die Bodenentwicklung.

 

Beispiel:

Böden des Taunusvorderlandes

Zwischen Vordertaunus und Main, also auch hier, erstreckt sich das Taunusvorland oder Main-Taunusvorland. In diesem Gebiet lassen sich sehr gut die Spuren der Eiszeit verfolgen. Mächtige Kiesablagerungen in Kiesterrassen des eiszeitlichen Mains und Lössanwehungen prägen den oberflächennahen Untergrund und das Landschaftsbild zwischen Main und Taunus.

Während der letzten Eiszeit war das Klima erheblichen Schwankungen unterworfen. Zum Beispiel konnte es bei milderen Temperaturen zu höheren Niederschlägen und erhöhter Abspülung kommen, die Lösseinwehung setzte aus, oder aufkommende Vegetation verhinderte die Solifluktion (Bodenfließen). Der wiederholte, durch Formungsruhe, aber auch flächenhafte Abtragung unterbrochene und nach unter Umständen Jahrtausenden später erneut wieder einsetzende Prozess des Bodenfließens und –vermischens, führte zu einer mehrgliedrigen Schichtung von jeweils eigenständigen Solifluktionsdecken, die auch untereinander in ihrer Zusammensetzung erheblich voneinander abweichen.

In der nachfolgenden, heutigen Warmzeit (Holozän) setzten ob des Klimawandels auch chemische Prozesse ein, die unschwer an der typischen braunen Bodenfärbung erkennbar sind. Diese Verbraunung entsteht durch die Oxidation des bei der Verwitterung von Mineralen wie z. B. Hornblende, Biotit oder Augit freigesetzten Eisen(II) zu bräunlich färbendem Eisen(III)-Oxid, das dann die Mineralkörner im Boden umhüllt.

 

Aufgaben

1. Suche das müllfreie Bodenprofil mit der Schicht "mineralischen Dichtung (Mergel)".

a) Wie viele Schichten sind hier dargestellt?

b) Beschreibe die Schichten (das Vlies und PEHD kann ignoriert werden) bezüglich Farbe, Struktur und Mächtigkeit (Dicke der Schichten).

c) Ist diese Schichtung repräsentativ für den oberflächennahen Untergrund des Taunusvorlandes?

 

2. Suche das Bodenprofil mit der Schicht "gewachsener Boden, Tertiärschicht (Mergel)".

a) Welche Unterschiede fallen die an dieser Schicht Mergel zu der im letzten Bodenprofil auf?

b) Welchem Horizont gehört diese Schicht an?

 

3. Suche den Elefanten.

Mache ein Foto von dir oder einem persönlichem Gegenstand mit dem Elefanten. Hänge es deinem Log an.

 

4. Optional! Suche die Tafel mit den Gedanken der Künstlerin.

Schreibe in deinem Log deine Gedanken zu dem Kunstwerk. Stimmst du dem letzten Satz im zweiten Absatz zu?


Schicke mir deine Antworten zu. Du kannst sofort loggen. Ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt.

Am Besten nutzt du die Funktion "Nachricht an den Owner/Message this owner" oben im Listing.

Logs ohne Zusendung der Antworten und/oder Foto können gelöscht werden.

 

Quellen:

https://www.lfu.bayern.de/boden/index.htm

https://www.regionalpark-rheinmain.de/portfolio-item/weg-an-der-deponie/

https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/kleine-bodenkunde/bodentypen

Additional Hints (No hints available.)