Meister Eder
Franz Eder ist der Inhaber einer kleinen Schreinerwerkstatt in einem Münchner Hinterhof, über der Werkstatt befindet sich auch seine Wohnung. Er ist Junggeselle, Anfang sechzig, humorvoll und liebenswürdig. Meister Eder muss sich zwar oft mit dem kleinen Kobold herumärgern, ist jedoch alles in allem froh, nicht mehr allein zu sein und übernimmt gerne die Aufgabe, Pumuckl zu "erziehen". Seine Stammtischfreunde machen sich häufig wegen seines Kobolds über ihn lustig.
Die Figur geht auf mehrere tatsächliche Personen zurück: auf einen Schreiner namens Adolf Nadler, den die Autorin schon lange kannte und der in einem Münchner Hinterhof über seiner Werkstatt wohnte, auf ihren Vater, den Bankprokuristen Siegfried Kaut, zu dem sie ein ausnehmend gutes Verhältnis hatte und der 1944 mit dreiundsechzig Jahren an einer Lungenkrankheit starb, und schließlich auf den Volksschauspieler Franz Fröhlich, den ersten Sprecher der Rolle des Meister Eder und Kauts Wunschbesetzung, der auch nach seinem Tod 1964 eines der Vorbilder für Eder blieb.