Flora - Pflanzenwelt:
Als Flora, auch Pflanzenwelt, wird der Bestand an Pflanzensippen (z. B. Familien, Gattungen, Arten und Unterarten) und typischen Pflanzengesellschaften einer bestimmten Region, beziehungsweise die systematische Beschreibung ihrer Gesamtheit bezeichnet. Betrachtet man die Gesamtheit der artübergreifenden Eigentümlichkeiten, spricht man von der Vegetation.
Flora bezeichnet im Allgemeinen auch Organismen mit autotropher Ernährung.
Die Bezeichnung Flora leitet sich vom lateinischen Namen Flora, der römischen Göttin der Blumen und der Jugend ab, denn spätestens seit dem Ende des 16. Jahrhunderts wird diese Göttin metonymisch, zunächst in der Dichtung, später dann auch in anderen Texten, für die Pflanzenwelt einer bestimmten Region verwendet.
Der Pflanzenwelt, steht die Tierwelt, die Fauna gegenüber, benannt nach der römischen Göttin Fauna, ein Florenreich ist jenes große Gebiet, das sich durch einen selbständigen Vegetationscharakter und eine unabhängige Entstehungsgeschichte (Phylogenese) der dortigen Pflanzenwelt auszeichnet.
Dass Bakterien früher der Pflanzensystematik zugeordnet waren, hat sich in der Bezeichnung Bakterienflora, (als der Gesamtheit aller ein bestimmtes Habitat besiedelnden Bakterien) erhalten, wie auch die Pilze, lange Zeit dem Pflanzenreich, dem Regium Fungi zugeordnet waren.
Verzeichnisse, in denen die Pflanzenwelt eines Gebietes, oft mit einem Bestimmungsschlüssel und Abbildungen aufgelistet wird, nennt man ebenfalls Flora, vermutlich sekundär aus der Bedeutung „Pflanzenwelt einer bestimmten Region“ entstanden.
(Quelle Wikipedia)
Flora - Mythologie:
Bei Ovid, wird sie mit der ansonsten nicht belegten griechischen Nymphe Chloris gleichgesetzt.
Und während sie sprach, hauchte sie Frühlingsrosen aus ihrem Munde, Chloris war ich, die ich Flora genannt werde.
Sie wird im Frühling, von der Verkörperung des Westwindes Zephyr, verfolgt und zu seiner Frau gemacht.
Sie gehört in den Kreis der Vegetationsgötter, der Götter der Erde und des Landbaus, und wird in Beziehung zu Ceres, Demeter und Tellus gesetzt, denn
ihre Verehrung, lässt sich bei den Oskern und sabellischen Stämmen des mittleren Apennins nachweisen, außerdem war Flora die Göttin der Jugend, des
fröhlichen Lebensgenusses und schließlich auch die der Schwangerschaft, deren Symbol die Blüte ist.
Ihre Verehrung soll durch den Sabinerkönig Titus Tatius in Rom eingeführt worden sein, nach anderen soll Numa Pompilius, für sie einen Flamen Floralis
eingesetzt haben und an ihrem Fest Floralia, schmückte man die Wohnungen und sich selbst mit Blumen, die Frauen kleideten sich entgegen der üblichen Sitte in bunte Farben, Gesang und Tanz und Tafelfreuden, füllten die Festzeit.
Flora hatte in Rom zwei Tempel, einen auf dem Quirinal, den anderen in der Nähe des Circus Maximus, dort stellten die Künstler die Flora einer griechischen Frühlingshore ähnlich dar, als blühende, blumengeschmückte Jungfrau.
Nach dem Ersten Punischen Krieg kamen auch eigene Spiele der Flora im Zirkus auf, die vom 28. April bis 3. Mai gefeierten ludi florales, bei denen statt
der wilden Raubtiere, sogenanntes Niederwild, Hasen, Rehe, Füchse, Marder etc., getötet wurde.
(Quelle Wikipedia)