#13 Spiritus

Schon so manche Hexe oder zauberkundige Person ging für irdischen Erfolg und Reichtum einen Pakt mit den dunklen Mächten und dem Teufel ein, um einen Spiritus, einen Helfergeist, zu erschaffen.
Der kann auf unterschiedliche Art geschehen: Man kann zum Beispiel einen Menschenknochen an einem Haken knoten und drei Donnerstagabende in Folge damit an einem Bach angeln gehen. Am dritten Abend beißt an eine kleine, unheimliche Kreatur an: ein Spiritus. Eine andere Möglichkeit ist, in seiner Achselhöhle das Ei eines Hahnes auszubrüten. Laut einer alten Sage legt der Hahn einmal im Jahr ein Ei, aus dem, wenn die Zeit reif ist, ein Spiritus schlüpft.
Der Spiritus ist meist ein kleines, schwarz schimmerndes, insektenähnliches Wesen, kann aber auch andere Gestalten annehmen. Er lebt in einer kunstvoll geschnitzten Schatulle, und solange der Besitzer ihn jeden Morgen mit einem ordentlichen Spuckklumpen füttert, wird er keinen Geldmangel leiden. Dabei ist es wichtig, auf nüchternen Magen zu spucken.
Ein Spiritus beschert seinem Besitzer, dem er dient, Reichtum. Genau genommen handelt es sich allerdings um ein Pfand vom Teufel. Man sollte den Spiritus daher tunlichst vor dem Tod loswerden, um zu verhindern, dass der Teufel des Seelenpfand einlöst. Zwei Mal kann man den Spiritus weiterverkaufen, der dritte Besitzer kann ihn nicht mehr abschütteln, wie sehr er es auch versucht. In der Todesstunde kommt der Spiritus aus seiner Schatulle gekrochen und setzt sich auf die Brust des Sterbenden. Es ist mir anderen Worten also sehr riskant, einen Spiritus aus zweiter Hand zu kaufen. Einerseits winkt einem großer Reichtum, andererseits setzt man seinen unsterbliche Seele aufs Spiel – und erspart dem ursprünglichen Besitzer die Qualen der Hölle.
+++Ergänzung (Stand: 28.09.2022)+++
Leider ist es nötig geworden, dass ich das Versteck nun schon zum zweiten Mal erneuern musste, weil es mutwillig und rabiat zuerstört wurde. Und das nicht von Muggeln. Das gewählte Totholz wurde regelrecht geschreddert auf der Suche nach der Dose. Das ist nicht der Sinn und Grundgedanke unsere Hobbys. Als Gründe für diese Rücksichtslosigkeit habe ich mehrere Vermutungen: A.) Besserverstecker haben das ursprüngliche, kinderfreundliche Versteck verändert B) Ignoranz und Eile und C) Unwissenheit. Alle drei Gründe liefern mir Grund zur Besorgnis. Ich habe diesen und alle weiteren Caches der Runde gelegt, um schöne Orte und/oder Aussichten zu zeigen. Ich habe die Verstecke so ausgewählt, wie sie mir gefallen. Das muss nicht auf jeden anderen zutreffen, sollte aber respektiert werden.
Ich bin mir dessen bewusst, dass ich die Verursacher des Schadens hier nicht erreiche, weil sie bereits weitergereist sind. Ich möchte aber an alle folgenden Geocacher appellieren, mit den Verstecken und Geocaches sorgsam umzugehen, damit wir alle lange Freude an unserem gemeinsamen Hobby haben.