T5 Kletterevent am Lärchenturm
Schon lange haben CoktaiiL und ich uns überlegt, dass wir ein T5 Event veranstalten wollen. Lange stand jedoch die Frage im Raum, wo man das denn machen könnte, denn die meisten Gipfel sind nicht nur über Klettersteige erreichbar, sondern auch über einfache Wanderwege aus einer anderen Richtung. Hier bietet sich der Lärchenturm jedoch an, weil der Gipfel, mit dem vielleicht schon bekannten großen Karabiner, Platz bietet und über einen Klettersteig erreichbar ist.
Um beim Event dabei zu sein, muss natürlich nicht der Klettersteig begangen werden. Es führen auch andere alpine Kletterrouten auf den Gipfel. Bei diesen Routen ist jedoch noch mehr können und eigenes Sicherungsmaterial von nöten.
Wer möchte, kann mit uns gemeinsam um 8:30 Uhr vom Parkplatz Koschutahaus aufbrechen.
Die Zufahrt hier ist eine kostenpflichtige (Maut 5€, Stand 2021) Schotterstraße, alternativ kann man in Zell-Pfarre parken und hat ca. eine Stunde zusätzlichen Anmarsch. Natürlich sind Fahrgemeinschaften auch immer eine gute Idee.
Natürlich kann man auch ein wenig früher oder später losstarten, wichtig ist nur, dass man zur richtigen Zeit am Gipfel ist. Das Logbuch liegt von 11:30 Uhr bis 12:00 Uhr dort auf.
Auch nach dem offiziellen Teil muss noch nicht Schluss mit der Geselligkeit sein. Wir können uns im Anschluss noch gemeinsam zum ÖTK-Klettersteig für den Abstieg aufmachen. Je nach Schneelage kann man auch die direkte Route durch die Lärchenschlucht wählen, hier besteht jedoch äußerst hohe Steinschlaggefahr.
Und natürlich steht auch hier wieder Geocaching im Vordergrund, auf der vorgeschlagenen Route können unterwegs mehrere Caches gelöst und besucht werden.
Die benötigte Ausrüstung (Klettergurt mit Klettersteigset, Helm, Handschuhe) und Verpflegung sowie dem Wetter entsprechende Bekleidung ist natürlich selbst mitzubringen.
Bitte beachtet auch, dass es sich hier nicht um einen Anfänger-Klettersteig handelt, sondern schon ein wenig Erfahrung mitgebracht werden sollte.
Wenn schlechtes Wetter mit Regen oder Gewitter angesagt ist, wird das Event auf den nächsten Tag (11.09.2022) verschoben. Ein Risiko muss man hier im Gebirge nicht eingehen.
Hier noch die Beschreibung des Klettersteiges:
Beschreibung (bergsteigen.com)
Charakter:
Der etwa 700 Meter lange Klettersteig auf den Lärchenturm wurde im Herbst 2006 errichtet. Im oberen Teil stehen dem Kletterer zwei unterschiedlich schwere Varianten zur Wahl. Insgesamt wurden 900 Meter Stahlseil und 250 Felsanker montiert. Da die Felsqualität des Lärchenturms nicht besonders gut ist, wurde - um eine Gefährdung Nachsteigender durch Steinschlag zu vermeiden - die Route diagonal angelegt. 80 % der Baukosten wurden als Interregprojekt von der Europäischen Union finanziert. Eine Besonderheit ist der im Verhältnis zur Zustiegs- und Steiglänge sehr lange Abstieg, der über die Breitwand und den ÖTK-Klettersteig vorgesehen ist.
Genaue Routenbeschreibung:
Vom Einstieg durch einen Kamin (B) zu einer Platte (C). Leicht (A) nach rechts zu einem mit Klammern versicherten Überhang (C) queren. Auf einem Band (A) zu einer Felsstufe (B). Nach einer Platte (C/D) führt ein erdiger Pfad (meist A, eine Stelle B/C) durch die Latschen. Es folgt eine Querung nach rechts (A). Über eine Platte (B) und anschließend wieder erdig (A/B) zu einer Verschneidung (B/C). Nach kurzer Rechtsquerung geht es direkt an der Kante (meist A/B, eine Stelle B/C) eines Pfeilers empor. Kurz abklettern (A) und durch erdiges Gelände (A) zu einem Band (A). Es folgt eine Querung nach rechts (A). Unter einem Überhang (C) geht es an eine Kante. Durch einen Kamin (B/C) auf den flachen Grat (A).
Auf ein kurzes Stück Gehgelände folgen Schrofen (A/B bis B). Nach einer Platte (B/C) leiten Klammern (C) in einen Kamin (C/D). Eine weitere Platte (B) führt wieder an die Kante (B/C bis C). In der anschließenden Querung (A) teilt sich der Steig. Rechts beginnt die leichte Umgehung (A bis B/C). Links folgt die Schlüsselstelle des Steigs: Sehr steil geht es mit Hilfe von Klammern (C/D bis D) den Lärchenturm empor. Nach einer kurzen leichten Stelle (A/B) folgt noch ein Aufschwung (C/D), ehe man den Gipfelkarabiner erreicht.
Ausrüstung: Komplette Klettersteigausrüstung, unbedingt Helm
Bemerkung zu den Versicherungen: fast durchgehendes Stahlseil, Klammern
Ergänzung zur Schwierigkeit: Anspruchsvoller Abstieg: vom Lärchenturm zur Lärchenscharte bis D, am ÖTK-Klettersteig bis B/C.
Zustieg zur Wand:
Vom Parkplatz des Koschutahauses dem Kärntner Grenzweg Richtung Koschutnikturm bis zur Grosalm folgen. Hier (N 46°27'03,7", O 14°23'26,5", Felsaufschrift "Lärchenschlucht") rechts abzweigen. Zur Geröllhalde aufsteigen und diese auf Steigspuren nach rechts zum Einstieg (N 46°26'41,7", O 14°23'21,2") queren. Nicht in die Lärchenschlucht hinein!
Höhe Einstieg: 1650 m
Abstieg:
Der Abstieg beginnt mit einem Spreizschritt (B) über einem Spalt. Vom kleinen Gipfelplateau klettert man steil mit Hilfe von Klammern (zuerst C, dann C/D) zur Vereinigung mit der Umgehungsvariante. Unter einem Überhang auf einer Platte nach rechts querend absteigen (zuerst B, dann B/C). Steiler (C) und anschließend leicht überhängend durch einen Kamin (D) in die Lärchenscharte.
Von der Lärchenscharte über den markierten Weg zum Lärchenberg aufsteigen. Die Breitwand überschreitend (ausgesetzt, stellenweise versichert) zum Ausstieg des ÖTK-Klettersteigs (B/C). Über diesen absteigen und weiter dem markierten Wanderweg zurück zum Aufstiegsweg folgen.
Alternativ kann auch - deutlich kürzer, aber gefährlich - durch die Lärchenschlucht abgestiegen werden: Von der Scharte in östlicher Richtung durch die äußerst steinschlaggefährdete Lärchenschlucht absteigen (Stellen 2, unbedingt Helm!). Über die Geröllhalde zurück zum Aufstiegsweg.
Notabstieg: Vom nördlichen Fuß des Lärchenturms (unterhalb der Teilung der beiden Varianten) zweigt ein Notabstieg über den Lärchenrücken ab (max. 2, Stellen B).
Weitere Infos: https://www.bergsteigen.com/touren/klettersteig/laerchenturm-klettersteig/

Haftungsausschluss:
Die Teilnahme am Event erfolgt in Eigenverantwortung und auf eigenes Risiko.
Vom Organisator (Owner) wird keine Haftung bei Schäden oder Verletzungen, die sich bei dem Event ergeben können, übernommen.
Dies wird vom Teilnehmer ausdrücklich durch seine Anmeldung bzw. Teilnahme bestätigt.