Schwarzhalden
Als Schwarzhalden bezeichnet man eine Wüstung auf der Gemarkung von Schluchsee im Hochschwarzwald. Wüstung ist allgemein die Bezeichnung für ein Dorf oder einen Weiler, der von seinen Bewohnern aufgegeben wurde. Die Tanne mit den beiden Äxten im Wappen des ehemaligen kleinen Schwarzwaldortes Schwarzhalden deutet darauf hin, dass hier in Schwarzhalden überwiegend die Rodung der Wälder in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vorangetrieben wurde. Das geschlagene Holz ging an die Eisenschmelze in Gutenberg, die dem Kloster St. Blasien gehörte. Vom einstigen Ortsteil Schwarzhalden ist heute kaum noch etwas erhalten. Die in dem Waldgebiet zwischen Seebrugg und Schönenbach bis vor 100 Jahren existierende Gemeinde wurde schon 1911 offiziell aufgelöst. 1841 lebten hier noch rund 120 Menschen, bei einer Zählung im Jahr 1940 waren es gerade noch ein gutes Dutzend. Heute erinnern nur noch zahlreiche steinerne Relikte und Kreuze sowie ein paar ehemalige Höfe an die ehemals selbstständige Gemeinde, die über viele Jahrzehnte überwiegend von Holzfällernbewohnt wurde.
Vor Ort findet ihr oberhalb einer Quelle eine merkwürdige Steinsetzung im Megalithformat. Deren Sinn lässt sich nicht mehr erschließen.
Nebenan findet ihr - sofern ihr sucht - die Überreste des ehemaligen Büblehof. Markant sind der noch vorhandene Gewölbekeller und der schöne Garten (idealer Biergarten).
Unterhalb der Wiese am Bach finden sich weitere Steinsetzungen in Hülle und Fülle.