Bitte vorsichtig an dem kleinen silbern Knopf im hinteren Teil der Box öffnen ( siehe Aufkleber) .
am Besten mit etwas spitzem reindrücken. Gewalt ist nicht zielführend.
Box 50
Nach dem Zweiten Weltkrieg hielt man in Fachkreisen die Einfachkameras für das große Format 6 × 9 für antiquiert, dennoch setzte Agfa weiterhin darauf. Man verkündete dabei: „Bewusst hat die Agfa das große klassische Format 6 × 9 beibehalten, sie weiß, dass der Amateur damit stets das beste Ergebnis erzielen wird“. Ließ sich das Festhalten am Format noch verstehen, so verwunderte zumindest, dass das bedeutende Unternehmen die letzte Vorkriegsbox technisch weitgehend unverändert wieder auflegte. Äußerlich unterschied sie sich nur durch die Frontplatte im neuen Design und den „englischen“ Stativgewinden („1⁄4 anstatt 3⁄8“). Im Inneren gab es einen kleinen Rückschritt, den Verschluss trieb nun eine Schraubenfeder an, was nicht mehr so sanft wie früher ablief. Dieser Apparat geriet aber ungeachtet des inzwischen urigen Aussehens zum riesigen Erfolg.
Synchro-Box
1951 verwandelte sich die sonst unveränderte Box 50 dadurch in die Synchro-Box, dass sie Anschlüsse für ein Blitzgerät erhielt. Auf der Oberseite gab es hierzu zwei Kontakte, auf die ein spezielles Blitzgerät, der Vacu-Blitz aufgesteckt werden konnte. Dieses Gerät kostete 6,50 DM zzgl. Batterie. Es verwendete Blitzbirnen, die Batterie sorgte dabei für die Zündspannung. Diese reichte aber für ein zuverlässiges Blitzen nicht aus, weswegen im Frühjahr 1955 der Agfa-Box-Blitzer K herauskam. Er arbeitete mit 22,5-V-Hörgeräte-Batterie und Kondensator, kostete aber mit 9,50 DM plus 3,50 DM für die Batterie nahezu so viel wie die Kamera selbst.
Die Blitzbirnchen brachten mit ihrer einfachen Handhabung einen erheblichen Komfortgewinn. Auch konnte man bei nicht mehr ausreichenden, aber vorhandenen Umgebungslicht fotografieren; was mit dem Beutelblitz (siehe Boxkamera) noch nicht funktionierte, da man den Verschluss eine Weile geöffnet halten musste.