Die Industriebrachenumgestaltung – kurz ibug – geht in eine neue Runde. Dabei soll die ehemalige Buntpapierfabrik in Flöha nach 2021 noch einmal Austragungsort und Leinwand für regionale wie internationale Künstler:innen werden. Bereits im vergangenen Jahr war das Festival für urbane Kunst in der verlassenen Fabrik an der Augustusburger Straße zu Gast. Aufgrund der geltenden Corona-Regeln konnte allerdings nur eine begrenzte Anzahl von Kreativen dabei sein. Auch der Zugang für das Publikum war reguliert. Da die alte Buntpapierfabrik aber weit mehr Potential hat, gibt es für die ibug nun erstmals eine Rückkehr an einen Veranstaltungsort.
Knapp 300 Kreative aus insgesamt 41 Ländern hatten sich für die ibug 2022 beworben. Rund 75 Künstler:innen, Duos und Kollektive sind nun eingeladen, sich ab dem 6. August auf dem Areal zu entfalten und Innenräume wie Außengelände mit einem Mix der Genres zwischen Malerei und Graffiti, Installationen, Skulpturen und Textilkunst, Fotografie und Multimedia zu gestalten. Ohne coronabedingte Reisebeschränkungen werden neben ibug-Alumni und neuen Gesichtern aus ganz Deutschland auch wieder mehr internationale Gäste dabei sein, von Schweden bis Italien, von Großbritannien bis Israel, von Portugal bis Russland. Die weiteste Anreise nach Flöha haben wohl Barbara Daros aus Brasilien, Sergio Stuff aus Puerto Rico, das Mz. Icar Collective aus den USA und Wartin Pantois aus Kanada. Letzterer war schon 2017 bei der ibug in Chemnitz zu Gast.
Nach der zweiwöchigen Kreativphase und der Digitalisierung aller Exponate können Neugierige und Kunstliebhaber:innen an zwei Festivalwochenenden – vom 26. bis 28. August und vom 2. bis 4. September – die entstandenen Kunstwerke als Ausstellung auf Zeit sehen und erleben. Dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm, u. a. mit Führungen und Filmen, Artist Talks, einem Kunstmarkt und Musik. Geöffnet ist die ibug jeweils Freitag von 15 bis 20 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr.
Auf einen Blick:
ibug 2022 – Festival für urbane Kunst
26. bis 28. August / 02. bis 4. September
Buntpapierfabrik Flöha (Augustusburger Straße 118, 09557 Flöha)
Öffnungszeiten:
Freitag: 15 bis 20 Uhr
Samstag/Sonntag: 10 bis 20 Uhr
Biergarten auf dem Festivalgelände freitags und samstags bis 22 Uhr.
Die Künstler der ibug 2022:
adhocrates collective (AT), Andre Krommer (Dresden, DE), Anja Fischer (DE), Artourette & Liserlegal (Dresden, DE), Barbara Daros (BR), Berni Puig (ES), Chiara Capobianco (IT), Cosmo Logical (GR), Dante (GE), Dante Arcade (ES), Dima Korma (UA/IL), Einat Shteckler (IL), EJSMONDT (PL), El Bocho (Berlin, DE), Engin Dogan (Aschaffenburg, DE), Eva Haupt (Düsseldorf, DE), fårce RAIK (Berlin, DE), FeoFlip (ES), Floor Smit (DE), Foodie (DE), Frau Albert (Dresden, DE), Freizeitgruppe Gestaltung (Glauchau, DE), giza_one (Köln, DE), Gosp (Leipzig, DE), Guido Günther (Chemnitz, DE), HÜLPMAN (Berlin, DE), ILUC X Fabricate (RO), Insomundo & Hormis (CH), Molera (ES), Jens Roth (Köln, DE), JHNYO + Carli Halvars (SE), Jo Higgs alias ‚Jo¥‘ –> Joyen (GB), Margalef (ES), Kai Semor (Berlin, DE), KleinLaut (Leipzig, DE), KOZ DOS (IT), Krepki Palez (RU), Lisa-Marie & Alicia (Chemnitz, DE), Los Pepes Studio (PT)l, Luke Carter (Leipzig, DE), m05k (DE), Madeleine Marquardt + Theresa Kretsch (DE), Marian Kretschmer (Chemnitz, DE), Marie-Luise Pößl (Flöha, DE), NSN997 (ES), Mz. Icar Collective (US), Nikita Nomerz (RU), OFFBEAT (Hamburg, DE), Paul Melzer (Leipzig, DE), Peter Fahr (Leipzig, DE), Pietro Vitali (IT), Reus (Leipzig, DE), Ricardo Romero (PT), Sergio Stuff (PR), Simon Schirmer (DE), SLEX (Plauen, DE), Sonja Ben & R.rotx (ES), TAT – Temporary Autonomous Territory (DE), Thijs & Mandy (NL), Tim Grimmert (DE), Tometomy (ES), Thorsten Wohlfahrt (DE), tschief (Berlin, DE), Vincenzo Blumetti (IT), Wanda Hutira (RO),Yessiow & Stijn (ID/BE), Your Mum’s Knights (RU)
Quelle: ibug-art.de