Die Florianikirche
Die dem heiligen Florian geweihte Kirche wurde im Jahr 1597 anstelle eines älteren Vorgängerbaus errichtet. Hier befand sich ursprünglich eine Fluchtburg, die von den Aribonen im 10. Jahrhundert erbaut wurde. Die Bewohner am Westrand des Grazer Feldes fanden hier Schutz vor feindlichen Angreifern.
Baugeschichte
- 1597 Bau der Kirche im Auftrag von Erzherzogin Maria von Bayern (Gattin von Erzherzog Karl II. - Eltern von Kaiser Ferdinand II.)
- 1697 Anbau des Chores mit Chorwand (Sakristei und Empore)
- 1767 Anbau einer Kapelle (vor dem Haupteingang der Kirche links)
- 1986 wurde die Kirche außen renoviert
Innenraum
- 1674 Seitenaltäre dem heiligen Franziskus und dem heiligen Josef gewidmet
- 1697 Prächtige Gewölbststrukturen von Josef Antonio Serenio und Freskenzyklus "Das Leben des heiligen Florian" von Georg Adam Echter
- 1768 Hochaltar mit Altarbild "Der heilige Florian löscht den Brand im dritten Sack der Stadt Graz"
Die Legende besagt, dass der Brand durch ein Gebet zum heiligen Florian gelöscht wurde. Daher gelobte die Grazer Bürgerschaft aus Dank eine jährliche Wallfahrt zur Florianikirche. Die Wallfahrt mit anschließendem Volksfest am sogenannten Florianisonntag (erster Sonntag im Mai) ist heute noch lebendig. Der Florinaikirche drohte im Jahr 1788 auf Anordnung des Kaisers nach Sperre der Abbruch ("überflüssige Filialkirche"). Der damalige Dechant Georg Grützner, Pfarrer von Straßgang, konnte dies verhindern.
Gedenktag des heiligen Florian: 4. Mai