Hier geht es darum, einen verirrten Golfball aus einem Baum zu angeln.
Am Boden lauert eine böse Stolperfalle - vorsicht vor dem Maschendraht! ... daher T=3
Misslingt beim Golfen ein Abschlag und der Golfball fliegt nicht in die gewünschte Richtung, auf ein benachbartes Loch zu oder über das Grün hinaus, wird die Warnung 'Fore!' ausgerufen. Dieser Ausruf dient allen, die sich in der Nähe befinden. Nun gilt es in Deckung zu gehen oder sich anders zu schützen. Bestenfalls sich ducken und dann die Hände und Arme schützend über den Kopf legen. Auch wenn der Ball klein und leicht erscheint, kann er beim Abschlag eine enorme Geschwindigkeit aufnehmen und zu schweren Verletzungen am Körper und vor allem am Kopf führen.
Doch nun zu der Frage, wo der Begriff seinen Ursprung hat? Ein Blick ins Wörterbuch hilft nicht weiter. Wörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet 'Fore' nicht viel mehr als 'Front' oder 'Vorderteil' wie angewandt in Foreship - Vorschiff (Schiffsbug).
Es muss also tiefer in die Geschichtsbücher geschaut werden, um das Geheimnis um den Begriff zu lüften.
Es gibt einige verschiedene historische Erklärungen, die auf den Ursprung des Begriffes "Fore" hindeuten.
Beware, before!
Dieser Ausruf geht weit ins 17. Jahrhundert zurück. Einer britischen Quelle aus dem Golfmuseum in St. Andrews, bei Edinburgh in Schottland zu Folge, riefen britische Alliierte vor dem Abschuss von Kanonen 'beware, before', um die eigenen Kameraden in der Nähe zu warnen. Diese sollten sich dann zum eigenen Schutz vor niedrigen Geschossen oder Querschlägern in eine schützende Stellung begeben. Laut des schottischen Golfmuseums gewann der Golfsport seit Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr Popularität und der Warnruf 'Beware, before' wurde kurzer Hand abgekürzt zu 'Fore!'.

Neben dem Caddie, oder auch Caddy - einem Helfer des Golfspielers - gibt es noch den Fore-Caddy. Es handelt sich hier um eine Person, die als Vordermann (Beobachter) schon einmal in Richtung Ziel geht. Dies garantiert dem Golfspieler ein zügiges Weiterspielen ohne lange nach dem Ball suchen zu müssen. Misslingt jedoch der Abschlag und der Golfball befindet sich nicht auf der gewünschten Flugbahn, so muss der vorne laufende Caddy vor dem verschlagenen Ball gewarnt werden. Ursprünglich wurde zur Warnung 'Fore-Caddy!' gerufen, aber es wurde dann im Laufe der Zeit zu 'Fore!' abgekürzt. Heute werden alle Menschen, die sich in Hörweite aufhalten, vor einem verirrt fliegenden Ball gewarnt.
Der Ausruf kann einen vor viel Leid bewahren. Daher noch einmal zur Erinnerung: Wenn der Ruf "Fore" eines Spielers zu hören ist, ducken und am besten den Kopf mit den Armen schützen, oder irgendwo in Deckung gehen. Den Warnruf in jedem Fall immer ernst nehmen. Ballgeschwindigkeiten von 200 bis 300 km/h sind durchaus möglich. Obwohl ein Golfball nur um die 42 mm groß und um die 45 g schwer ist, verleiht ihm das Momentum beim Abschlag eine erhebliche Dynamik und Kraft, was bei einem Treffer zu merklichen Schmerzen und bei einem Kopftreffer zu schweren Verletzungen führen kann.
Am Feldweg gelegen, die Straße darf und braucht nicht betreten werden!
Etwa zwei Meter vom Wegesrand in etwa vier Meter Höhe!
Nicht Klettern, es bedarf einer Angel zum Bergen!