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KM #01: Die Wallfahrt nach Maria Adlwang Multi-Cache

Hidden : 9/28/2022
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


Während man den meisten Wanderern, die alljährlich zu dieser Zeit in den Wallfahrtsort strömen, ihre Müdigkeit deutlich ansieht, waren Leonhard die Strapazen des langes Pilgerweges nicht anzumerken. Stark und ausdauernd wie einen Ochsen hat der Herrgott ihn erschaffen, und so zog er leichten Fußes in das Ziel seiner Pilgerreise ein: Maria Adlwang

Es war die Mutter, die ihn zur Wallfahrt gedrängt hatte, um „seines Seelenheils Willen“, weil ja „jedem, der zur Zeit der Goldenen Samstagnächte nach Adlwang pilgert, vollkommener Ablass zu Teil wird.

Kurz versuchte er abzuwehren „einen Ablass bräuchte er nicht und zu Beichten hätte er rein gar nichts“, nein, ganz im Gegenteil: „dem Herrgott wird’s gewiss gar gefallen, wenn einer dem Schuster-Steffl ab und zu das Katholische beibringt“, gab er sich überzeugt.

Seine Ausreden aber nützten ihm gar nichts, der Mutter Hinweis auf das drohende Pulgartorium, die bereits gepackte Wegzehrung und der Auftrag, ja nicht zu vergessen, „sich am Bründl die Augen zu waschen“ und einen „Kirda“ mit zu bringen zeigten ihm die Unausweichlichkeit seines Ganges. Und so verstaute er Bratenfleisch, Geselchtes und Speck in seinen Rucksack und machte sich auf seinen langen Pilgerweg.

 

Schon von weitem erblickte er sein Ziel in Form des Kirchturmes der Wallfahrtskirche in Adlwang. Mit jedem Schritt tummelten sich mehr und mehr Wanderer an seiner Seite, und als er schon in der Nähe der Kirche war, sah er noch mehr von diesen Zugvögeln, genau genommen waren es A.

Schon längst hatte er das Bedürfnis, das Salz, das ihm seine Wegzehrung im Mund hinterlassen hat, hinunter zu spülen. Da kam ihm der Dorfbrunnen doch sehr gelegen, und nachdem er tüchtig getrunken und gespült hatte überkam ihn das plötzliche Verlangen, hier und jetzt etwas zu verewigen. Schon hatte er seinen Feitel gezogen als er kurz inne hielt. „Leonhard“ – das roch nach Ärger. Zusammen mit seinen Handwerker-Kollegen aber …. da fällt er nicht auf. Leonhard ist zwar kein Künstler, aber er machte sich sogleich zufrieden lächelnd ans Werk. Doch - grad als er mitten drin war - begannen die Kirchenglocken zu läuten. Er zählte schnell noch die von ihm geschaffenen Buchstaben, nämlich B, dann lief er Richtung Kirche.

Als er eintrat, bekreuzigte er sich mit Weihwasser und sah sich beeindruckt um. Gemessenen Schrittes ging er den Gang entlang, bis er zu einer Darstellung kommt, auf welcher jemand auf der ganzen Erde thront. Da steht auch was geschrieben, ziemlich kompliziert kam es ihm vor. Er zählte die Buchstaben C und überlegte, ob sich das zusammenbuchstabieren hier wohl auszahlen würde….. dabei schweifte sein Blick aber schon weiter.

„Donnerwetter, dem haben sie’s aber gegeben! Beim Heiligen Sebastian und allen Erzengeln! Wenn‘s da nicht gar den Schuster-Steffl D-Mal erwischt hat, da oben“, grinst er zufrieden, „das schaut ganz danach aus“.

Dann entsann er sich wieder seiner Wallfahrer-Pflicht. Er ging hinüber zum Beichtstuhl. Hier warteten schon viele Pilger auf Absolution. In 5 Reihen standen X Sünder an. = E

Nach dem Gottesdient trat er bereits durch das Eingangstor ins Freie als der Chor zum Abschluss noch „Hoch preise ……“ – Wie geht das nochmal weiter, rätselte er. Ah, die F Worte fielen ihm auch gleich wieder ein.

Im strahlenden Sonnenschein erblickte er vor der Kirchentür eine bekannte Gestalt. So eine Freud‘, der Schuster-Steffl in voller Leibesgröße! Dieser sah auch gleich den Leonhard. Routinemäßig glitten seine Hände dabei in die Hosentaschen und er zog die Augen zu Schlitzen zusammen. Desgleichen der Leonhard. Und als sie sich so gegenüber standen und ansahen, war es Leonhard, der das Spiel eröffnete: „Wos schaust den so?“ Der Schuster-Steffl wollte wissen, ob der Leonhard nur wegen dem Ablass da sei oder ob er sich zum „Kirda a umi“ traut. Leonhard hob die Augenbrauen und erwiderte vielsagend: „Wengan Ablass…. und weng die Sieben Schmerzen Mariens.“ Der Steffl nickte zufrieden und der Leonhard warf einen Blick auf die Kirchenfassade, wo er eine Jahreszahl ablesen konnte. Er zählte die Ziffern zusammen zu G und machte sich auf den Weg zum Bründl.

Dort merkte er sich die Nummer des Gnadenbrünnleins H und wusch sich dort die Augen.

Seinen frisch geschärften Blick richtete er sodann nach oben und sogleich fiel ihm wieder der Schuster-Steffl ein. Mit zufriedenem Lächeln murmelte er: „Ich liebe, Herr, die Zierde deines Hauses“. I

Final:

N 47°59.B*D*F+A+H+C*G-A+E+G+H*I+G+F

E 14°12.G*H*I+B*C+B*D+E*H         

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