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Waldglashütte Traditional Cache

Hidden : 10/2/2022
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Die ältesten Glasgegenstände der Steiermark sind Glasperlen aus Urnengräbern der Urnenfelder- bzw. Hallstattzeit, das heißt dem 8.-9. Jahrhundert v. Chr. Für die Römerzeit, 1.-4. Jahrhundert, gibt es erste Hinweise auf eine lokale Hohlglasproduktion sowie aufwendige handwerkliche Techniken der Glasveredelung.

Erste schriftliche Nachrichten zu Waldglashütten in der Steiermark stammen aus dem 13. Jahrhundert. Archäologisches Fundmaterial von heimischen Burganlagen, zumeist Fragmente verschieden geformter und verzierter Gläser, stellt neben urkundlichen Nennungen die einzige sichere Quelle zur Glasproduktion dieses Zeitalters dar. Vermehrte, genauer lokalisierbare Hüttengründungen liegen in der Steiermark für das 16.-18. Jahrhundert vor.

Eine große Anzahl von Waldglashütten war in der heutigen Steiermark (Region Soboth/Koralpe und Salla) und auch in benachbarten Gebieten des heutigen Sloweniens (Region Bachern) in Betrieb. In den Waldglashütten des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts wurden neben einfachen, für den täglichen Gebrauch bestimmte Hohlglaswaren (Trinkgeschirr, Glasbehälter, Flaschen usw.) auch Tafelglas (Fensterscheiben) und Luxusgüter wie Spiegel und aufwendig geschliffene und bemalte Gläser hergestellt.

Die wichtigsten Rohstoffe zur Glasproduktion, wie Quarz und Kalk / Marmor sowie vor allem Holz, fanden sich zumeist in unmittelbarer Nähe zu den Waldglashütten. Aus diesem Grund entstanden in ursprünglichen Waldgebieten in einer Seehöhe von 1000-1300 m kleine Siedlungen und Rodungsinseln.

Holz wurde beim Glasschmelzen in großer Menge benötigt, nicht nur, um die Hafenöfen zu feuern, sondern vor allem, um aus der Holzasche die Pottasche auszulaugen, die als Flussmittel die Schmelztemperatur des Quarzes herabsetzt. Je nach Art und Beschaffenheit des Glasgemenges waren ein bis drei Festmeter Holz notwendig, um 1 kg Glas zu erzeugen, wobei 3 - 5 % für das Heizen der Öfen aufgingen, der verbleibende Rest entfiel auf die Pottaschegewinnung.

Die Waldglashütte auf der Glaserwiese in Sommereben wurde 2011 im Zuge archäologischer Grabungen freigelegt. Die hervorragend erhaltenen Relikte der ehemaligen Glashütte des Augustiner Chorherrenstiftes Stainz können täglich von 8-18 Uhr bei freiem Eintritt besichtigt werden.

Die Glashütte stand 40 Jahre (1620-1660) in Betrieb und zählt auf Grund ihres guten baulichen Zustandes zu den bedeutendsten Denkmälern frühneuzeitlicher Glasherstellung in Österreich.

 

Vom Waldglas zum ersten Industrieglas - 3000 Jahre steirisches Glas Ausstellung in Archeo Norico - Burgmuseum Deutschlandsberg

Additional Hints (No hints available.)