Der Baumgeist Puck
Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet/Biotop, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden.
Wenn man durch den Wald geht und ganz mucksmäuschenstill ist, kann man ein leises Flüstern und Raunen hören.
Das sind die Baumgeister, die ihre Geschichten des Waldes erzählen.
Dies ist die Geschichte des Baumgeistes Puck und des Windgeistes Ariel.
Eines schönen Tages kam ein Windgeist in das schöne Naturschutzgebiet von Römerberg geflogen.
Völlig erschöpft und fast farblos ließ er sich auf einem Baum nahe des Altrheines nieder, erschöpft von seinem langen Flug quer durch Ludwigshafen und Mannheim.
Gierig sog er die reine und klare Luft des Waldes ein.
Ein Baumgeist sah die erschöpfte Gestalt und bot ihm Zuflucht auf seinem Baum.
„Du solltest dir besser ein Plätzchen im Wald suchen und den Frieden genießen, anstatt so rastlos umher zu wandern.“
Der Windgeist atmete schwer und geräuschvoll aus.
Weit war der Weg gewesen. Er blickte sich um und ließ seinen Blick lange schweifen, bevor er antwortete:
„Dein Leben ist mir zu langweilig. Immer die gleichen Bäume um dich herum, immer der gleiche Flusslauf daneben. Noch nie bist du mit anderen Geistern über das Meer getanzt, noch nie bist du über hohe Berge gepfiffen. Noch nie hast du Menschen an der Nase gekitzelt oder ihnen die Mütze vom Kopf gepustet.“
Der Baumgeist war ganz ruhig geworden und dachte schweigend über die Worte des Windgeistes nach.
Hatte er wirklich so viele Dinge in seinem Leben verpasst? Eigentlich hatte er sich immer glücklich gefühlt.
Er grübelte die halbe Nacht über diese Frage nach.
Als er nach einer kurzen Nacht erwachte, sah er den Windgeist schweigend auf einem Nebenbaum sitzen. Auch dieser hatte nachgedacht.
Ganz in seine Gedanken versunken saß er dort, umgeben von den ersten Lichtstrahlen des nahenden Tages.
Als er dem Blick des Baumgeistes begegnete, senkte er den Blick.
„Wie ruhig es hier ist. Wie fleißig die Ameisen dort arbeiten. Schau, die Eichhörnchen da drüben spielen fangen. Das Plätschern des Wassers ist wie eine Melodie in meinen Ohren. Noch nie in meinem Leben bin ich so zur Ruhe gekommen.
Es ist wunderschön hier. Ich liebe das Treiben in der Stadt, die Reisen in verschiedene Länder. Aber ich verstehe, dass du gerne hier bist.“
Der Waldgeist betrachtete ihn schweigend, dann antwortete er: „Schön, dass du dieses Fleckchen Erde zu schätzen weißt.
Wir Baumgeister haben tiefe Wurzeln und spüren die Erde.
Wir helfen dabei, verschmutzte Luft zu reinigen.
Der Wald bietet all denen Erholung, die in der schnelllebigen Zeit nach Ruhe und Erholung suchen.“
Der Windgeist, dessen Farbe sich von dreckigem Grau zu saftigem Grün verändert hatte, straffte seine Schultern.
„Danke“, sagte er. „Danke, dass du mir diesen Ort gezeigt hast. Ich möchte mein rastloses Leben nicht aufgeben, aber ich werde ab sofort regelmäßig in den Wald kommen, um mich zu reinigen und Ruhe zu finden.“
Der Baumgeist lächelte. „Danke auch dir. Ich freue mich, dass du unseren Wald zu schätzen weißt. Und ich freue mich, wenn du mir ab sofort regelmäßig deine schönen Geschichten über deine Reisen erzählen kannst.“
Der Baumgeist streckte 2 Äste nach dem Windgeist aus.
Hier ist ein Glücksbringer für dich, der dich immer an diesen Ort der Ruhe erinnern soll - er wird dir Glück bringen, bis du wieder zu mir zurückkehrst.
Liebe Geocacher,
Auch ihr lebt das Leben eines Windgeistes.
Ab und zu solltet ihr euch aber auch die Zeit nehmen, zur Ruhe zu kommen und die Seele baumeln zu lassen.
Nehmt euch gerne einen Glücksbringer mit, der sich in dem Stein am Fuße des Baumes befindet.
Er soll euch daran erinnern, dass auch ihr ab und zu „Rast“ machen solltet ;-) - vielleicht führt er euch auch mal wieder in unseren schönen Wald zurück.
Schön, dass ihr unsere Geschichte gelesen habt und unserem Baumgeist einen Besuch abgestattet habt.
Genießt den Ausblick ;-)
Euer Leo und euer Hannes mit Mama Steffi aus Römerberg