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Als in Rinteln noch die Straßenbahn fuhr... Mystery Cache

Hidden : 11/8/2022
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Mit diesem Cache möchte ich euch ein wenig Rintelner Bahngeschichte näher bringen.

Der Cache dreht sich hier um die Extertalbahn, die ursprünglich von Barntrup bis auf den Bahnhofsvorplatz in Rintelns Nordstadt verlief.

Vorab aber ein großes Dankeschön an den örtlichen Getränkehersteller und Grundstückseigentümer für die freundliche Genehmigung, dass dieser Cache gelegt werden darf.

 

Zum Cache:

In dem unten stehenden Text findet ihr Informationen, mit denen ihr die Fragen am Ende des Textes beantworten könnt.

Notiert euch die Antworten. Diese ergeben einen 3-stelligen Code !!!

Am Startpunkt (Ja !!! Hier ist tatsächlich mal das blaue ? der Startpunkt.) befindet ihr euch auf dem Gelände des Draisienenbahnhofes Rinteln Süd. Hier könnt ihr auch parken.

 Um euch in das Logbuch dieses Rätsels eintragen zu können, peilt 345,3° in 301 Meter Entfernung und nutzt den ermittelten Code.

Dieser Cache hat die Zustimmung des Grundstückeigentümers, trotzdem gilt hier: Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr ! Festes Schuhwerk ist empfehlenswert !

Achtet bitte auch auf eure Umgebung. Es muss nichts abgebaut, abgeschraubt oder montiert und schon garnicht zerstört werden. Auch muss keine der vielbefahrenen Straßen überquert werden.

Mit den Muggels müsst ihr zu jeder Tageszeit rechnen, ganz besonders an den Wochenenden.

 

Und nun viel Spaß J

 

Die Extertalbahn

 

Um das Extertal besser zu erschließen und mit den im Umland schon bestehenden Bahntrassen zu verbinden, beschlossen mehrere Gremien aus der Region Extertal sowie der lippische Landtag den Bau einer Eisenbahnstrecke von Barntrup nach Rinteln.

Nach dem die Finanzierung der Baukosten einige und ernorme Hürden genommen hatte, wurde 1925 mit dem Bau in Barntrup begonnen. Zuvor hatten das Land Lippe, der Kreis Sternberg-Barntrup, der hessische Kreis Schaumburg, die Städte Rinteln und Barntrup sowie die Elektrizitätswerke Wesertal am 8. September 1924 die Extertalbahn Aktiengesellschaft (EAG) gegründet

 

Die Gesamtlänge der Strecke von 27,8 Kilometern der eingleisigen Strecke lag mit 20,3 Kilometern auf lippischem Gebiet, die restlichen 7,5 Kilometer verliefen in Preußen.

Gebaut wurde auf drei Abschnitten:

1. Abschnitt Barntrup – Bösingfeld

2. Abschnitt Bösingfeld – Bögerhof

3. Abschnitt Bögerhof - Rinteln

 

Der erste Bauabschnitt wurde am 8.Juli 1927 eingeweiht. Hier verkehrte von nun an die Bahn zwischen Barntrup und Bösingfeld über Herborn, Alverdissen, Ullenhausen, Eimke und Asmissen auf rund 11,1 Kilometern.

 

Schon vor Inbetriebnahme des ersten Abschnitts liefen Anfang 1927 die Erdarbeiten auf Bauabschnitt 2.

Dieser wurde am 15. Mai 1928 pünktlich zum Fahrplanwechsel dem Bahnverkehr übergeben. Die Bahn verkehrte hier mit Halt in Vallentrup, Fütig, Almena und Bremke

 

Der dritte und letzte Abschnitt von Bögerhof nach Rinteln hielt die größte Herausforderung für die Bahnbauer bereit. Denn der Verlauf sollte direkt durch Rintelns Innenstadt und über die aus dem Jahre 1877 stammende Friedrich-Wilhelm Brücke verlaufen, die in Rinteln über die Weser führt. Allerdings war sie auf Grund ihrer zu geringen Fahrbahnbreite von 4,50 Meter nicht geeignet, zusätzlich eine Bahntrasse aufzunehmen. So begannen die Planungen für einen Brückenneubau, der am 30.09.1927 nach 13 Monaten Bauzeit eingeweiht wurde. Die „Hindenburgbrücke“, wie sie auch genannt wird, verbindet bis heute das nördliche mit dem südlichen Rintelner Weserufer.

Nach dem der Brückenschlag erfolgreich war und die Gleise bis zum Bahnhof Rinteln verlegt waren, verkehrten die Züge von nun an durchgehend zwischen Bartrup und Rinteln.

Haltepunkte ab Bögerhof nach Rinteln waren hier Krankenhagen, Exten, Rinteln – Friedhof (zwischen Seetorfriedhof und dem Feuerwehrgebäude), Seetorstraße (auf Höhe von Haus Nr. 4), Kollegienplatz (auf Höhe Pavillion),  Markt (Weserstraße, auf Höhe von Haus Nr. 11), Brückenkopf (südliches Ende Weserbrücke), Katzenbuckel (Bahnhofstraße, auf Höhe von Haus Nr. 30) und Bahnhofstraße (Ecke Bahnhofstraße / Hafenstraße) bis zum Erreichen des Endpunktes am Bahnhof Rinteln. Hier steht von den ehemaligen Gebäuden heute nur noch ein kleiner Pavillion, der zuletzt einen Zeitungskiosk beherbergte. Dieser ist allerdings schon einige Jahre geschlossen. Wo heute kostenlos PKW geparkt werden können, verlief damals neben dem Gleis des Endpunktes auch ein Anschlussgleis zur Rinteln – Stadthäger Eisenbahn (damals RSTE).

 

Transportiert hat die Extertalbahn neben Personen auch unterschiedliche Güter, wie etwa Stückgut, aber auch unterschiedlichste Schüttgüter.

Ab September 1966 wurde der Personenverkehr auf Grund immer weiter sinkender Fahrgastzahlen schrittweise eingestellt. Zuerst fiel der Abschnitt Bösingfeld - Bartrup der Stilllegung zum Opfer. Nach und nach wurden auch die Fahrten von Personenzügen zwischen Bösingfeld und Rinteln reduziert bis der Betrieb am 27. September 1969 gänzlich eingestellt wurde.

Der letzte Güterzug durch die Rintelner Innenstadt fuhr am 29. September 1970. Obwohl erst wenige Jahre zuvor die Gleise im Stadtbereich generalsaniert wurden, beantragten die nun zuständigen Verkehrsbetriebe Extertal (VBE) die Entbindung von der Kozessionspflicht. Der steigende Verkehr auf der Straße erschwerte den Bahnbetrieb in der engen Rintelner Innenstadt immer mehr.

Gleichzeitig entstand am Bahnhof Exten, der in "Rinteln Süd" umbenannt wurde, ein 5-gleisiger Ausbau, sowie ein Industriestammgleis in das Industriegebiet Süd, das sich zum damaligen Zeitpunkt in der Planung befand. Die Inbetriebnahme des Stammgleises erfolgte am 24. November 1972.

Heute ist der Gleisabschnitt vom Bahnhof Rinteln bis Exten sowie das Stammgleis ins Industriegebiet Süd komplett demontiert. Im Industriegebiet kann man aber teilweise noch erahnen, wie sich die Gleise hier zu den verschiedenen Betrieben erstreckten.

Auf dem Abschnitt Exten bis Alverdissen kann man das Extertal mit der Fahrraddraisine erleben.

Und auf der Strecke zwischen Bösingfeld und Barntrup fahren mittlerweile wieder vollelektrisch und zu touristischen Zwecken die historischen Züge der Landeseisenbahn Lippe.

 

Eine insgesamt sehr spannende Geschichte, die in ihrem vollen Umfang hier allerdings den Rahmen sprengen würde.

Aber ich hoffe, dass ich euch ein wenig Bahngefühl vermitteln konnte.

 

Aus wie vielen Mitgliedern bestand die Extertalbahn Aktiengesellschaft (EAG), die am 8. September 1924 gegründet wurde?

 

Wie lang war die Bauzeit der neuen Weserbrücke in Rinteln?

(Bilde hier die einstellige Quersumme)

 

Auf Höhe von welchem Haus befand sich die Haltestelle „Katzenbuckel“?

(Bilde hier die einstellige Quersumme)

 

Weitere Infos zur Geschichte der Extertalbahn sowie viele historische Aufnahmen der Straßenbahn durch Rinteln findet Ihr im Netz.

 

Quellenangaben

Informationen im Text: Nachschlagewerk „Mit der elektrischen Extertalbahn von Rinteln nach Barntrup“.

Foto: Prof. Walter Söhnlein

 

 

Additional Hints (Decrypt)

Nz Svany: Xrvar Tyrvfr, nore qvr "Mrvgmrhtra" nhf Orgba fvaq abpu qn.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)