Die sieben Caches rund um den Berginger Kogel schließen die Serie am Jakobsweg zu einer Runde von insgesamt 6,5 km und 180 hm. Sie sind meist neben dem Weg versteckt und mit einem Hinweis versehen.
Zu jedem Cache gibt es eine kurze Geschichte zum Schmunzeln oder Nachdenken.
Leider habe ich zu der netten Geschichte von der Eiche weit und breit keinen passenden Baum gefunden. Suche den Cache nach dem Motto: "O ..., wie grün sind deine Blätter!"
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Die alte Eiche
Vor langer Zeit lebte ein Bauer zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern nahe an einem Wald. Sie waren zwar nicht reich, zu Essen hatten sie aber immer genug.
In einem Sommer aber regnete es keinen einzigen Tropfen, und die ganze Ernte vertrocknete. Der Bauer konnte seine Familie nicht mehr versorgen. Immer wenn er Sorgen hatte, ging er zu einer alten Eiche im Wald und klagte ihr sein Leid. Das tat er auch jetzt: „Bald werde ich den Hof verkaufen müssen, damit wir nicht verhungern!“
Da erschien plötzlich ein kleines hageres Männchen und fragte: „Soll ich dir helfen?“ Der Bauer erschrak. Er hatte hier noch nie jemanden angetroffen. „Nein, du kannst mir nicht helfen“, antwortete der Bauer. Doch das Männchen ließ nicht locker. „Ich kann dir alles geben, was du dir wünschst“, erklärte es weiter. Und so erzählte der Bauer die ganze Geschichte noch einmal.
„Ach, wenn es weiter nichts ist!“, rief das Männchen. „Ehrlich? Das würdest du für mich tun? Ich bezahle dir den Betrag doppelt zurück!“, versprach der Bauer erleichtert.
„Ich möchte kein Geld. Aber deine Frau ist schwanger. Im Winter, wenn die Bäume keine Blätter mehr tragen, treffen wir uns wieder hier und du bringst mir dein jüngstes Kind.“, verlangte das Männchen. Der Bauer wurde kreidebleich. Der Preis war zu hoch. Doch bis zum Winter blieb noch etwas Zeit. „Vielleicht kann ich das Männchen überlisten“, dachte sich der Bauer und schlug ein.
Die alte Eiche hatte diesen fragwürdigen Handel genau beobachtet. So etwas konnte sie auf keinen Fall zulassen! Als sich im Winter der Bauer und das hagere Männchen wieder bei ihr trafen, staunten sie, weil die Eiche ihre verdorrten Blätter immer noch trug. „Wir treffen uns am Ende des Winters wieder. Dann sind die Blätter bestimmt alle weg“, fauchte das Männchen. Doch im März hingen die verdorrten Blätter immer noch in der Krone der alten Eiche, und die Sonnenstrahlen hatten bereits die ersten neuen Blätter hervor getrieben.
„Das geht nicht mit rechten Dingen zu!“, tobte nun das Männchen. In seiner Wut sprang es auf die alte Eiche los und zerkratzte ihr mit seinen Krallen die ganze Rinde. Seit diesem Tag hat die Eiche eine gefurchte Rinde und lässt ihre verdorrten Blätter erst im Frühling fallen.
Nach https://rangerin.ch/maerchen-aus-dem-wald/