Zur Ergänzung Mildenau - damals und heute – I.-III. möchte ich in loser Folge noch ein paar Orte, Geschichtsereignisse oder Besonderheiten meines Heimatortes hervorheben. Sie gehören unweigerlich zu Mildenau und warten auf einen Besuch.
G wie Gallingbusch
Ich kannte bisher den Gallingbusch im normalen Sprachgebrauch von Milnaa, aber hätte je nie die ursprüngliche geschichtliche Bedeutung vermutet. Daher ist das Versteck auch bissl passend angelehnt. Vielleicht liest ja dann tatsächlich mal jemand das Listing.
Und jetzt zur Geschichte:
"Am "Galgenbusch" an der Streckewalder Straße war einst eine Richtstätte der Obergerichtsbarkeit. Diese bestand wie schon angesprochen vielleicht schon zu Zeiten des Bucher Klosters. Als Grundherr dazu berechtigt, konnte der Abt Urteile innerhalb seiner Dörfer fällen und hier vollstrecken. Ein Erbrichter konnte das nicht, wohl aber zum Beispiel seit Anfang des 16. Jahrhunderts die Herren von Krahen, welche mit dem Dorf Streckewalde und ab 1514 auch mit Mauersberg belehnt waren. Üblicherweise am Herrschaftssitz vor der Burg Wolkenstein vollstreckt, wurde nun spätestens 1514 "die Richtstätte im Galgenbusch errichtet, gut sichtbar und abschreckend an der Handelsstraße gelegen, die von Wolkenstein nach Preßnitz führte und später Eisenstraße hieß" wie Roitzsch schreibt."

Noch was Besonderes findet ihr hier vor Ort. Ein paar Grundmauern lassen erahnen, hier war mal was. Ich kann mich noch an die Sprungschanze erinnern, sie überspannte die Straße. Ein Projekt des NAW (Nationales Aufbauwerk) und gebaut wurde von 1959-1960.

Quelle: Buch Mildenau, Geschichtsweg Mildenau, Bergbaupfad Mildenau Heiko Melzer
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