
Bildquelle: https://tu-dresden.de/bu/architektur/ila/gla/die-professur/news/weiteres-angebot-fuer-bachelor-und-masterarbeiten-garten-der-bienertvilla-in-dresden-plauen
"Ausgehend von der Hofmühle Bienertmühle und der 1863 errichteten
Bienertschen Villa erstreckt sich flussaufwärts, eingegrenzt durch die Weißeritz und die Eisenbahnstrecke Richtung Freital, der sogenannte Bienertgarten.
Gottlieb Traugott Bienert (1813-1894) gestaltete dieses Areal
vermutlich nach seinen eigenen Vorstellungen. Der von ihm errichtete Garten ist jedoch kaum dokumentiert.
Nach einem Entwurf des Dresdner Gartenarchitekten Max Bertram erfolgte um die Wende zum 20.
Jahrhundert im Auftrag von Bienerts Söhnen Erwin und Theodor eine umfangreiche
Umgestaltung des Geländes. Dabei wurde der Garten mit einer Reihe von markanten gestalterischen Elementen versehen: An das Hochplauensche Wasserhaus wurde eine Laube gebaut, direkt an der ehemaligen Dresdner Straße errichtete man ein Gewölbe, auf des sen Flachdach sich ein Tennisplatz befand, und vom Mühlgraben, der direkt durch den Bienertgarten läuft, zweigte man Wasser zur Speisung einer künstlichen
Teichlandschaft ab, die durch Grotten und Ruheplätze aufgelockert wurde. Schließlich gaben Säulenfragmente dem Bereich ein ruinenhaftes Aussehen.
Nach Verlegung der ehemaligen Dresdner Straße auf die andere Seite der Weißeritz, die im Jahre 1927 abgeschlossen war, wurde die Ruhe des Bienertgartens nicht mehr so stark durch den Verkehr gestört und in einem sanften Renaturierungsprozess wandern nach und nach einheimische Stauden,
Sträucher und Bäume ein."
Quelle: Infopunkt 3, Text von WIMAD e.V.