DER FLUCH DER KRÄUTERFRAU
Prolog
1672 hatte Fürst Grundakar von Dietrichstein die Burg Merkenstein erworben und ließ diese nach seinen Vorstellungen um und ausbauen.
Zur selben Zeit lebte im angrenzenden Wald auch eine Kräuterfrau. Sie war menschenscheu, man sagte ihr alle möglichen Dinge nach – vor allem unterstellte man ihr böse Absichten. Dennoch blieb Sie immer in der Nähe der Burg, denn Almosen und Küchenabfälle sicherten ihr in den härtesten Zeiten das Überleben.
Im Zuge des Burgumbaus war jede Hilfe von Nöten, und so war die Kräuterfrau durch eine List festgehalten und zu Hilfsarbeiten in der Burgküche verpflichtet worden. Sie wurde dort in den kleinen Raum gesperrt, von dem aus die Küchenabfälle in die unterhalb liegende Burghöhle, gekippt wurden. Niemand sollte sich den übernatürlichen Kräften der Kräuterfrau aussetzen müssen.
Im Zusammenhang der „Zweiten Wiener Türkenbelagerung“ belagerte 1683 eine türkische Streitschar die Burg. Mit Hilfe der schutzsuchenden Bauern aus der Umgebung, wurde ungebrochener Widerstand geleistet. Als die osmanischen Truppen wieder abziehen wollten, erschien plötzlich auf einem erhabenen Felsen die Kräuterfrau und sprach dem Anführer der Osmanen einen Fluch aus. Dieser war daraufhin so verärgert, dass er einen weiteren Angriff mit Feuer auf die Burg, und damit letztendlich deren Erstürmung, durchführen ließ. Dabei wurden alle hierher Geflüchteten 173 Personen, auf grässliche Weise getötet und die Burg selbst ein Raub der Flammen.
Die Kräuterfrau jedoch verschwand für immer im Merkensteiner Wald, und einer Überlieferung nach, wurden nur einige Male im Dunkeln noch ihre leuchtenden Augen, wie die einer streunenden Wildkatze, gesehen.
Diese Erzählung basiert auf historischen Fakten, und Merkenstein reiht sich mit dem schrecklichen Ereignis vor 350 Jahren, in die Liste der blutigsten Burgen Österreichs ein. Die Figur der Kräuterfrau wird in Anlehnung der Sage „Die Türken von Merkenstein“ erzählt, und niemand kennt ihren genauen Wahrheitsgehalt.
Das Abenteuer
Ich begebe mich im Merkensteiner Wald auf Spurensuche in eine längst vergangene Zeit, entlang von Wald und Forstwegen, und absolviere dabei eine Strecke von unter 10 km und weniger als 400 Hm.
Dabei folge ich den spärlichen Spuren der Kräuterfrau, beginne bei
N 47° 59.955 E 016° 06.100
und begebe mich zum Schranken. Die Blicke seltsamer Augen, scheinen mich bereits zu erspähen.
Station 1: Infotafel. Wie viele Regeln für den respektvollen Naturgenuss kannst Du nachlesen ? Anzahl = „A“
Ich wandere weiter am Kaisergraben über 2 Spitzkehren oder wähle die abenteuerliche Direttissima, zu
N 48° 00.196 E 016° 06.640
auf knapp unter 600 N.N.. Dort entdecke ich an der Weggabelung einen Markierungsstein.
Station 2: Markierungsstein. Die Ziffernsumme der oberen Zahlen ergibt die untere rote Zahl. Gesuchte Zahl = „B“
Intuitiv begebe ich mich am Forstweg in Richtung Merkenstein, bis ich nebst des Weges einen weiteren Markierungsstein mit den Zahlen 15/52 entdecke. Von hier aus sind es nur noch 40 weitere Schritte bis ich links im Wald eine kleine Felsgruppe entdecke. Da ragen doch zwei Bäumchen aus dem Felsen. Wie nett, denke ich mir.
Station 3: Felsgruppe. Ich suche den Fels ab, notiere mir „C“ und bei den gefundenen Koordinaten ersetze ich die Buchstaben durch die bereits erhaltenen Zahlen. Ich schreite fort, immer weiter auf einem Forstweg, und später auf einer Forststraße. Ich lege unterwegs beim „Eugen eine Rast“ ein.
Station 4: Ich finde die Jahreszahl 199“-„ und sitzend am Smerda-Bankerl, notiere ich die letzte Zahl = „D“
Station 5: Zwilling. Ausgestattet mit neuen Informationen beschreite ich den Hohlweg.
Station 6: Sprechender Baum. Der Baum, der alles wissen soll. Hier tanke ich Kraft. Es reicht dabei ihn zu berühren, dann halte ich unter seiner Krone inne, in meinen Gedanken höre ich, wie eine Stimme zu mir spricht. Ich notiere mir "E"
Station 7: Los Wachos. Weitere Hinweise findest Du nebenan. Ich notiere mir "F"
Station 8: Opferplatz des Druiden.
Station 9: Final - Das Logbuch befindet sich in einer transparenten Plastikbox, welche mit ein paar Blicken sichtbar abgelegt ist. Es braucht dazu nichts anderes berührt, verschoben oder umgedreht zu werden !
Bitte beachte die höhere Geländewertung durch die Rutschgefahr beim Final (bei nassem Wetter oder Matsch, bitte nicht begehen). Es gilt: Jeder ist für sein Tun selbst verantwortlich. Immer, überall, generell.
Ich bitte Euch, auch wenn sie noch so schön sind, keine Fotos mehr hochzuladen, da diese kommentarlos gelöscht werden.
„Die vielen Bäume und die wenigen Menschen – die machen den Wald so schön.“
(Otto Weiß)