Schwarze Elster – ein Fluss im Wandel

Die Schwarze Elster durchfließt das Land Brandenburg auf einer Strecke von knapp 88 Kilometern von der brandenburgisch-sächsischen Landesgrenze bei Senftenberg bis zur Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt bei Herzberg. Geprägt durch groß angelegte Regulierungs- und Eindeichungsmaßnahmen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte gilt die Schwarze Elster heute als einer der am stärksten verbauten Flüsse Mitteleuropas. Nur noch wenige Abschnitte weisen einen naturnahen Charakter auf.
Die Schwarze Elster war in der Vergangenheit mehrfach von Hochwasserereignissen betroffen. Diese stellten für die zum Teil 150 Jahre alten Deiche eine große Belastungsprobe dar. Als besonders extreme Hochwasserereignisse sind zu nennen:
- das Hochwasser im Juni 1926
- das Hochwasser im Juli 1927
- das Hochwasser im August/September 2010
- das Hochwasser im Juni 2013.
Insbesondere bei den Hochwasserereignissen vom Sommer 2010 und 2013 kam es zu Deichüberströmungen und Deichbrüchen (2010 bei Meuselko, 2013 bei Arnsnesta), wobei für einige Ortslagen akute Hochwassergefahr bestand.
Aufgrund der bestehenden Hochwassergefahr wurde die Schwarze Elster in die Verordnung zur Bestimmung hochwassergeneigter Gewässer und Gewässerabschnitte aufgenommen. In Anbetracht des großen Handlungsbedarfes und dem Bestreben, dem „kanalähnlichen“ Fluss wieder mehr Raum zu geben, wurde die Schwarze Elster zum Pilotprojekt erklärt.
(Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK))