Die umliegenden Höfe sind über den neuen Nachbarn informiert und wünschen keine Suche in der Dunkelheit, daher bitte besonders in den Wintermonaten darauf achten. Der Wichtel kann über die Straße erreicht werden, nicht über das dahinter liegende Feld. Die Nachbarn haben gebeten, nicht deren Höfe zum Wenden zu nutzen.
Als Wichtel werden in Märchen, Erzählungen und Sagen Wesen bezeichnet, die von der Gestalt und Art her menschenähnlich sind, aber deutlich kleiner und in eigenen Gemeinschaften lebend. Sie tauchen meist in Gruppen auf, leben unterirdisch, in Höhlen oder in versteckten Ecken in den Häusern der Menschen. Im Allgemeinen sind sie den Menschen gegenüber freundlich und helfen ihnen, meist unaufgefordert, bei der Dosensuche.
Der Gurkenwichtel ist eine außergewöhnliche Gattung der Wichtel, stammt er doch von der Gurkentruppe ab. Der Körperbau zeigt sich daher meistens eher schlangenförmig in einer beinahe grasgrünen Farbe. Sein langer Bart ist strahlend weiß und verdeckt die kleinen Knopfaugen, wie auch bei seinen vielen Brüdern, die schon lange von "Wo Wichtel wohnen", ausgezogen sind. Er ernährt sich von Nüssen, Beeren und Kräutern, aber am liebsten vernascht er Lebkuchen. Häufig verlässt der Gurkenwichtel sein Elternhaus während eines liebevollen Events. Er nutzt einen unbeobachteten Moment, kriecht unbemerkt in eine kuschelige Mütze und wartet auf die beste Gelegenheit vom Mützenträger bis an die Grenze Deutschlands gebracht zu werden. Von nun an bewohnt er hier sein eigenes, kleines Wichtelhaus und baut in seinem Garten Gurken an. Der Wichtel freut sich über Besuch aus allen Ländern. Abends wenn es still und dunkel ist, sitzt er lange an der Feuerstelle, blickt über die nahe Grenze, und denkt: "Es kann so einfach sein!"