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Ku-Pi's - Adventskalender - 19. Türchen Mystery Cache

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Maxwell-Smart
Volunteer Reviewer Geocaching.com Deutschland

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Hidden : 12/13/2022
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Liebe Geocacher,

nach vielen vielen Jahren haben wir uns dazu entschlossen, mal wieder einen Adventskalender für Euch zu gestalten.

Es wird jeden Tag ein Türchen für Euch geben mit einer Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Land. Eure Aufgabe ist es nach dem kurzen weihnachtlichen Einstieg, das Puzzle mit der jeweiligen Nationalflagge zusammenzufügen.

Habt viel Spaß beim Puzzeln, Suchen und Finden in der besinnlichen Weihnachtszeit.

 

 

CONCEPT MANIAX, Griechenland

 

Das Weihnachten des kleinen Drachen

 

Ein grosser Drache war einst lange Zeit unterwegs. Ohne Rast, wie ein Zugvogel. Als er den Berg erreichte, legte er sich hin, und im selben Augenblick versank der Berg tief im Meer bis nur noch sein Gipfel zu sehen war. An der Stelle, an der der Drache sich zur Ruhe gebettet hatte, wuchs nie mehr auch nur ein Grashalm. Die wenigen Büsche und Bäume, die die Wärme des Drachens aushielten, blieben namenlos und beugten sich zum Meer hin, weil der ägäische Wind sie leise rief. Der Berg, der nach Jahrhunderten Strände bekam, ist heute die Insel Amorgos. Stamatis war mit dieser Legende aufgewachsen und wiederholte sie schweigend wie ein Gebet, um sich nachts nicht zu fürchten, wenn der Wind das Dorf aus den Angeln hob, so wie an diesem Weihnachtsabend. Er blickte auf das Weihnachtsschiff* und stellte sich vor, wie es gegen die Wellen ankämpft, um die Insel zu erreichen. Der Vater hätte schon vor einer Woche zurückkehren sollen. Weihnachten würden sie zusammen verbringen, hatte er ihm versprochen. Stamatis erinnerte sich an die schweren Sturmböen, die er auf dem Meer beobachtet hatte, und stellte sich vor, wie das Schiff seines Vaters gleichsam zu ihm flog. Der Vater hatte sich eine Taucherglocke auf die Schulter tätowiert, aus der Tentakeln kamen und sich über den ganzen Arm bis zu seinem Handgelenk schlängelten. So hielt er das Böse, das aus dem Meer kam, von ihm fern. Stamatis erinnerte sich an die Worte seines Vaters: «Wir stammen aus der Familie der Drachen!» und wie ihn sein Vater in die Luft hob und er dabei die Arme weit öffnete und wie ein Drache flog. Stamatis hatte das Weihnachtsschiff mit kleinen Lichtern gefüllt, seine Segel ganz weiss gemacht und bunte Fähnchen an den Tauen aufgehängt. Im Innern des Schiffes hatte er kleine Taue angebracht, in die er nautische Knoten gebunden hatte. Sieben in einer Reihe. Jeder Knoten für einen zusätzlichen Tag, den sein Vater weg war. «Mama, kannst du mir einen kleinen Spiegel geben?», fragte er zögernd. «Wozu? Genügt dir der im Badezimmer nicht?» «Ich möchte den Spiegel in unser Schiff legen.» «Dann kannst du ihn haben», sagte seine Mutter. Er entfernte vorsichtig die Taue, legte den Spiegel ins Innere des Schiffes und machte die Taue wieder fest. Da brachen alle Gefühle aus seinem Inneren heraus und er begann zu weinen. Seine Mutter eilte zu ihm. «Was ist passiert, Stamatis?» fragte sie und nahm ihn in den Arm. Er brauchte ein wenig Zeit um sich zu beruhigen, dann antwortete er: «Ich habe die kleinen Taue auf den Spiegel gelegt und jetzt sind es ganz viele. Kommt Papa nicht zurück?» «Er kommt zurück, Stamatis. Warum ziehst du nicht deinen Mantel an und kommst mit mir nach Kamara, um selbst zu sehen, ob er zurückkommt?» «Kann ich alleine gehen?» «Ja, aber bleib nicht zu lange. Was sollen wir mit dem Spiegel machen? Sollen wir ihn woanders hingeben?» «Ich nehme ihn mit.» Die Mutter half ihm mit seinem Mantel und winkte ihm hinterher. Stamatis ging nach Kamara und wartete. Es war kalt, bald würde die Sonne untergehen, aber er wartete geduldig. Er ging zum Platz bei der Kirche und beobachte wie die Sonne langsam im Meer versank. Er nahm den Spiegel aus seiner Tasche und drehte ihn der Sonne entgegen. Von Tholaria bis Egiali hatte sich das Herz des Drachens ausgebreitet, im Licht des Sonnenuntergangs, und sie schienen zu verschmelzen. Als die Sonne verschwunden war, liess er seinen Spiegel dort zurück und kehrte nach Hause zurück. Zuhause knüpfte er einen weiteren Knoten und legte ihn in sein Schiff. Er sagte seiner Mutter, dass er ihr den Spiegel nicht zurückgeben konnte. Er habe ihn auf dem Platz gelassen, um das Herz des Drachens als Leuchtfeuer für Papa zu reflektieren, damit er sich auf dem Weg nach Hause nicht verirren würde. Am nächsten Tag stand er traurig auf. Als seine Mutter ihm frohe Weihnachten wünschte, sagte Stamatis: «Es ist nicht Weihnachten. Nicht bis Papa nach Hause kommt». Am Nachmittag des Weihnachtstages ging er an den Strand, um zu überprüfen, ob der Spiegel an seinem Platz war. Wieder zuhause knüpfte er den neunten Knoten. Doch als er ihn ins Schiff legen wollte, fiel ihm auf, dass alle anderen Knoten verschwunden waren. Er lief zu seiner Mutter, aber noch bevor er in die Küche kam, breitete er seine Arme aus und flog durch die Luft. Dabei rief er immer wieder: «Es ist Weihnachten!» _____ * In Griechenland sind Schiffe ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Weihnachtsdekoration. Sie stehen für die Verbundenheit der Griechen mit dem Meer und der Seefahrt.

https://www.jigidi.com/s/ba7z82/

 

 

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