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Sag mir, wo die Fabriken sind ... Multi-Cache

Hidden : 1/4/2023
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


2026 04 16 : neues Final (ein paar Meter entfernt), neue Formel, Variablen bleiben unverändert

2024 10 09 : Änderung bei Ermittlung von D

 

Dieser Multi führt dich zu einigen Plätzen in Penzing, wo bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts bedeutende Industriebetriebe und Produktionsstätten existierten. Die meisten entstanden im späten 19. Jahrhundert, ihr Niedergang begann etwa ab den 1960er-Jahren. Wegen ihrer Lage im inzwischen dicht verbauten Gebiet bekamen sie zunehmend Probleme mit den Anforderungen des Umweltschutzes, für Ausbauten war kein Platz, auch waren sie in einem geänderten Markt zunehmend nicht mehr konkurrenzfähig. Bis Ende der 1970er-Jahre verschwanden sie bis auf wenige Ausnahmen. 

Für die gesamte Strecke brauchst du zu Fuß ca. 2 Stunden, wobei einzelne Streckenabschnitte auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln absolviert werden können. Gut machbar ist der Multi auch mit dem Fahrrad und natürlich auch mit motorisierten Fahrzeugen, falls es unbedingt so sein muss.

 

Stage 1:  N48 11.389 E16 18.282

Gegenüber, auf der anderen Straßenseite, entsteht gerade eine riesige Wohnbauanlage. Auf diesem Areal stand bis 1960 ein Fabrikgebäude, auf dessen Attika eine große Aufschrift prangte: „Apollo Kerzen- und Seifenfabrik und Unschlittschmelze“. 1846 wurde hier die Filiale einer Kerzenfabrik aus der Zieglergasse errichtet, später wurde auch Margarine erzeugt. Eine Talgkerzengießerei, eine Dochtflechterei, eine Glycerindestillation und eine Parfümeriewarenfabrik waren hier ebenfalls untergebracht. 1911 kam es zur Fusion mit der Firma Schicht.

1939 wurde das Areal verkauft, das Werk wurde in den 1960ern abgerissen, von 1967 bis 2014 war hier das Verwaltungsgebäude der Firma ELIN angesiedelt. 2020 begann der Abbruch des Gebäudes.

Am Eckhaus Nisselgasse/Penzinger Straße findest du zwischen "Nr. 61" und "Apotheke zum Hl. Rochus" die weiße Ausseneinheit eines Gerätes. Wandle den ersten und letzten Buchstaben des Namens am unteren Rand um, die Summe ist A.

 

Stage 2:  N48 11.562 E16 17.986

Von hier kann man bereits die nächste Station sehen, das ehemalige Fabrikgebäude der von den „Gebrüdern Brünner“ gegründeten „Gasapparate Fabrik und Eisengiesserei“ (GEBE). Deren Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1897. Einst wurden auf dem 4300 m2 großen Areal zwischen Westbahngleisen, Linzer Straße und Ameisgasse Lampen, später vor allem Gasherde, Gasbügeleisen, Heizgeräte und Keramikbrenner gefertigt. Nach Jahren der Expansion stagnierte allerdings in den 1980er-Jahren die Nachfrage und so wurde in den 90er-Jahren die Produktion aufgegeben und der Standort geschlossen. Das Areal stand bis 2014 leer.

Die Architektur der Anlage mit ihrer rund 90 m langen und 15 m hohen Produktionshalle mit ihren großen Eisensprossenfenstern und der Putz-Sichtziegelfassade stammt von Carl Langhammer. Aufgrund der architektur- und industriegeschichtlichen Bedeutung wurden im Jahr 2009 sowohl die Fassade als auch das äußere Erscheinungsbild des hofseitig angeschlossenen Kesselhauses mit Rauchfang unter Denkmalschutz gestellt. Seit dem Umbau im Jahr 2014 beherbergt das Gebäude Wohnungen.

Überquere die Bahn. Auf der rechten Seite, etwa 15 m vor dem Gebäude, steht ein Lichtmast. Schau nach oben und suche ein kleines Schild. Addiere alle Ziffern auf diesem Schild für B.

 

Stage 3: N48 11.720 E16 18.277

Unser nächstes Ziel ist die Sargfabrik, benannt nach der k.u.k. Sargtischlerei Julius Maschner & Söhne, der größten Sargfabrik der Monarchie (um 1910 wurden wöchentlich 4500 Holzsärge und 2000 Metallsärge erzeugt). Auch Mary Vetseras Sarg stammte von hier ebenso wie der Alpacca-Sarkophag für Karl Lueger. Tatsächlich wurden am Standort in der Goldschlagstraße 169 bis in die 1980er-Jahre Holzsärge produziert. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Produktion stark zurück, die Firma wurde 1986 gelöscht. Im Mai 1989 kaufte der Verein für Integrative Lebensgestaltung die seit 1970 dem Verfall preisgegebene Sargfabrik um 13 Millionen Schilling.

Auf dem Gelände der alten Sargfabrik existiert seit 1996 eine multifunktionale Wohnanlage, in die unterschiedlichste Kultureinrichtungen und Gemeinschaftsräume integriert sind. Beim auf 7750 m2 errichteten Neubau wurde der Grundriss des alten Fabrikgebäudes beibehalten, ansonsten erinnern nur ein hoher Schornstein im Hof und der Name an die einstige Sargfabrik.

Im Eingangsbereich findest du rechts eine Orientierungstafel. Nur über Stiegen ist welches Top zu erreichen?  = C (im Zweifel nimm die höhere Zahl)

 

Stage 4: N48 12.017 E16 18.493

In der Hägelingasse Nr. 13 finden wir ein schönes Beispiel von Industriearchitektur. Hier befand sich  vermutlich die Hutfabrik Wilhelm Pleß, gegründet 1857. Im Jahr 1912 waren hier 300 Mitarbeiter beschäftigt. Über das weitere Schicksal der Fabrik konnten wir nichts herausfinden, ab 1959 ist keine Hutfabrik in der Gegend mehr nachweisbar. Derzeit wird das Areal durch die Wega Film genutzt.

Danke an Termite2712 für folgende ergänzende Information: Von 1979 - 1988 befand sich hier ein Großhandel mit Musikinstrumenten und Orchesterelektronik (Fa. Franz K. Wenisch). Es handelte sich dabei u. a. um den Generalimporteur von Yamaha Musikinstrumenten für Österreich. 1988 übersiedelte die Firma dann in den 10. Bezirk und lief dann unter dem Namen "Yamaha Music Europe GmbH." und beherbergt dort nun auch die "Yamaha Music School Wien"

An der Gegensprechanlage stehen zwei Firmennamen. Zähle jeweils die Anzahl der Buchstaben und subtrahiere den kleineren Wert vom größeren. Das Ergebnis ist D.

 

Stage 5: N48 11.885 E16 18.040

Du stehst nun vor einem imposanten Backsteingebäude.

1884 erwarb die deutsche Firma Continental eine 1881 gegründete Gummifabrik, die aber schon nach wenigen Jahren in den Besitz des Wiener Bankvereins überging, dann als „Österreichisch-Amerikanische Gummiwerke AG“ firmierte und 1912 mit der Firma Semperit fusionierte. Zunächst (ab 1906) wurde das gesamte Areal Hütteldorfer Straße/Ameisbachzeile/Heinrich-Collin-Straße als Standort des Gummiwerkes genutzt. 1909 - 1910 entstand nach Plänen des Architekten Franz Sobotka ein langgestreckter dreigeschossiger Skelettbetonbau mit Sichtziegelverkleidung. Um sich dem seit 1880 bestehenden Altbestand anzupassen, wurde die schlanke Eisenbetonkonstruktion mit Klinker verkleidet.

1926 wurde das Semperit-Werk in Breitensee stillgelegt und nur mehr als Magazin verwendet. Der westliche Teil der Anlage wurde von 1929 bis 1992 von verschiedenen chemischen Putzereien, Färbereien und Wäschereien genutzt. Dieser Teil wurde 1996 abgerissen und eine Wohnhausanlage errichtet, im östlichen Teil war ab 1950 eine Filiale des Konsums untergebracht. Dieser Teil steht seit 1991 unter Denkmalschutz und wurde generalsaniert. Heute befinden sich hier Büros und in der ehemaligen Fabrikhalle ein Fitnessclub.

Auf der Metalltüre befindet sich ein kleiner weißer Aufkleber. Wie viele rote Buchstaben kannst du darauf zählen? = E

 

Stage 6: N48 11.841 E16 17.690

An der Ecke Hütteldorfer Straße/Lützowgasse befindet sich das Pumpwerk Breitensee, das der Versorgung der höher gelegenen Bezirke Wiens mit Hochquellwasser diente und 1896 in Betrieb ging. Das Pumpwerk Breitensee bestand aus einem Maschinenhaus, einem Kesselhaus, dem Schieberhäuschen, einem Waaghäuschen, einem Kühlturm, dem Kohlendepot und einem Personalwohnhaus und wurde in Sichtziegelbauweise errichtet. 2004 wurde das Pumpwerk außer Dienst gestellt, das ehemalige Wohnhaus wird nach wie vor als Dienstgebäude der MA31 (Wiener Wasser) genutzt, in anderen Gebäuden hat sich eine Privatschule etabliert - so dient etwa die ehemalige Maschinenhalle heute als Turnhalle.

Im unteren Drittel auf der Gegensprechanlage steht ein Firmenname in einem runden grauen Feld. Nimm die Buchstabensumme für F.

 

Stage 7: N48 11.814 E16 17.440

In der Hütteldorfer Straße 229 - 231 befindet das seltene Exemplar eines Betriebes, der auch nach mehr als 130 Jahren noch immer an diesem Standort existiert. 1891 errichtete hier die Firma Ferd. Piatnik & Söhne nach Plänen des Architekten Alois Schumacher eine Fabrikanlage, da die bisherige Werkstätte in der Kaiserstraße aus allen Nähten platzte.

Aber bereits nach kurzer Zeit war auch dieser Neubau zu klein und so wurde im Jahr 1911 mit dem Bau eines größeren Fabrikgebäudes begonnen, das 1913 fertiggestellt wurde und bis heute die Produktionsstätte des weltweit größten Spielkartenerzeugers beherbergt. Bemerkenswert ist die Verzierung des mittleren Fassadenbereiches mit den vier Kartenfarben Karo, Herz, Pik und Treff, welche aus Stuck herausmodelliert sind.

Auf der abgeschrägten Hausecke Hütteldorfer Straße/Gusenleithnergasse findest du links über dem Gassennamen ein kleines Schild mit verrostetem Rahmen. Wie lautet der Name darauf? Bilde die Buchstabensumme für G.

 

Stage 8: N48 12.302 E016 17.584

Du stehst hier vor dem 1916 - 1917 nach Plänen von Robert Oerley errichteten Fabrikgebäude der Firma C. Zeiss, ein schon von weitem sichtbarer Stahlbe­tonbau mit signifikanter Observatoriumskuppel, der seit 1988 unter Denkmalschutz steht. Leider beeinträchtigt die 1961 bis 1964 erfolgte Errichtung eines Zubaues die ursprüngliche Wirkung des Gebäudes entscheidend.

Das Gebäude wurde von der Firma Zeiss nur bis 1926 genutzt. 1929 erwarb die von Eduard Schrack, Pionier der österreichischen Radioerzeugung, gegründete "Radiowerk E. Schrack AG" das Areal, um dort eine Radioröhren- und Radioproduktion einzurichten.

1939 wurde die Firma vom Philips-Konzern übernommen, einem bisherigen Teilhaber. Gleichzeitig erfolgte eine Umbenennung in Wiener Radiowerke AG. Ab 1940 wurden feinmechanische Instrumente für Schiffs- und Flugzeugbau erzeugt, nach 1945 wieder Radioröhren. Ab 1947 bis 1987 wurden an diesem Standort Tonbandgeräte, Videogeräte und Kassettenrekorder produziert, dann übersiedelte der Betrieb in den Süden Wiens. Noch heute ist die Anhöhe, auf dem das Gebäude steht, in der Gegend als „Philipsbergerl“ bekannt.

Derzeit wird das Areal unter dem Namen Militärische Liegenschaft Breitensee vom Bundesheer genutzt.

Direkt hinter dem Zaun zum Parkplatz steht ein alter grauer Hydrant. An der Vorderseite sind u.a. zwei Zahlen zu sehen. Addiere die beiden für H.

 

FINAL

N48° (Summe A bis H)*A+E*G+A*E-5*D              

E016°  H*(G+B)-C*E+A+B+4*D                                    

 

 

Quellen:

  • Wikipedia
  • www.geschichtewiki.wien.gv.at
  • Penzinger Museumsblätter Heft 21/22 (1969) Handwerk und Industrie im 14. Bezirk
  • Penzinger Museumsblätter Heft 61 (2004) Die Fabriken des Wientals
  • www.Schlot.at
  • www.Initiative-Denkmalschutz.at
  • Franz Lackner: Die Geschichte der Sargfabrik Julius Maschner & Söhne
  • Viola Rosa Semper: Bezaubernde Ziegel, Backsteinhäuser und Sichtziegelbauten in Wien

 

 

 

Additional Hints (Decrypt)

zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)