Die Stadt Schönebeck (Elbe) feiert in diesem Jahr 800 Jahre. Aus diesem Anlass sollen über das Jahr verteilt unterschiedliche Geocaches gelegt werden. An dieser Stelle entsteht das Willkommensschild für das Festjahr 2023.
800 Jahre Schönebeck (Elbe)
Die "Salzstadt Schönebeck" wurde im Jahr 1223 erstmals unter ihrem damaligen Namen "Sconebeke" urkundlich erwähnt. Die Stadt durchlebte in den zurückliegenden Jahren eine wechselvolle Geschichte. Nach einer großen Überschwemmung im Jahr 1020 suchte sich die Elbe ein neues Bett und floss daraufhin direkt an Schönebeck vorbei. Ein großer Vorteil, denn Flüsse waren Handelswege. Die Elbe diente vor allem dazu, das hier im damaligen Groß Salze gewonnene Salz zu verschiffen und Brennholz zu erhalten.
Die Salzgewinnung war über Jahrhunderte hinweg von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung. Dies ist bis in die aktuelle Zeit spürbar, wenngleich das Mineral seit mehr als 50 Jahren nicht mehr gewonnen wird. Die Namen vieler Pfänner sind in den Bad Salzelmener Straßennamen und auf vielen Grabsteinen auf dem Gertraudenfriedhof verewigt. Lange Zeit bestimmten die Pfänner das gesellschaftliche Leben der damaligen Stadt Groß Salze. Damals lebten in Schönebeck, Frohse und Groß Salze zusammen etwa 5500 Einwohner.
Die Saline brachte der Elbschifffahrt einen großen Aufschwung. Das absolute Highlight ist bis heute das Gradierwerk. Es wurde zwischen 1756 bis 1765 zur Erhöhung der Salzkonzentration der Sole auf einer Länge von 1323 Metern errichtet. In den Jahren 1774 bis 1777 wurde es auf 1837 Meter verlängert. Damit ist es weltweit das größte jemals geradlinig errichtete Gradierwerk. Heute sind noch 300 Meter übrig, die therapeutischen Zwecken dienen.
Das erste industrielle Unternehmen der Stadt, das sich in Nachfolge der Saline ansiedelte, war die Chemische Fabrik, die später nach ihrem Gründer benannte „Hermania“. 1797 nahm dieser Betrieb in ehemaligen Siedehäusern der Saline die Produktion auf. Es folgten vor allem Produktionsstätten der Munitions- und Sprengstofffertigung sowie der Metallverarbeitung.
Die günstige Verkehrslage an der Elbe und die Eisenbahnlinie, die Schönebeck seit 1839 mit der Welt verband, trugen zum Wirtschaftswachstum bei. Der Hafen entstand, Kontore und Handelsfirmen nahmen weite Strecken am Elbufer ein. Die Einwohnerzahl wuchs von zwischenzeitlich 11.000 auf etwa 30.000 an.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in den Betrieben die zivile Produktion wieder in Gang gesetzt. In der DDR-Zeit wurden in hiesigen Großbetrieben vor allem Traktoren, Dieselmotoren, Heizkessel, Gummi-Erzeugnisse, Munition und Sprengstoff produziert. Das spiegelte sich auch in den Zuzügen wider. Im Jahr 1950 wohnten fast 50.000 Menschen in Schönebeck. Nach der politischen Wende nahm diese Zahl kontinuierlich ab, heutzutage hat Schönebeck etwa 30.500 Einwohner.
Nach 1989 wurden die Großbetriebe zunächst privatisiert, ihre Geschichte war jedoch vorbei. Gut frequentierte Gewerbegebiete bestehen zumeist dort, wo sich zuvor die großen Betriebe befanden. Mittelständische Produktion bestimmt nun das Profil. Die gesamte Stadt entwickelte sich kontinuierlich weiter, besinnt sich aber auf ihre Tradition, die in diesem Jahr groß gefeiert werden soll.
Um auf das Jubiläum hinzuweisen und dafür zu sensibilisieren, wurde mit einem Logowettbewerb bereits im vergangenen Jahr der Grundstein für die Feierlichkeiten gelegt. 15 Vorschläge und mehr als 800 eingesendete Stimmzettel von Bürgerinnen und Bürgern haben das große Interesse unter Beweis gestellt. Heute findet der feierliche Auftakt ins Festjahr statt.
Und es stehen noch viele Höhepunkte auf dem Programm. Unter anderem wird im Juni ein großes Kinder- und Familienfest veranstaltet, in der Sankt Johanniskirche soll es ein Konzert mit den Regensburger Domspatzen geben und zum Abschluss wird zu Ehren des 50-jährigen Jubiläums des Tierparks der Weihnachtliche Bierer Berg über zwei Tage veranstaltet. Von weiteren Events, Höhepunkten und Jubiläen kann sich jeder auf unserer Homepage ein Bild machen, die Veranstaltungsübersicht ist vor wenigen Tagen online gestellt worden.
Glückwünsche an elbauenbewohner, SUSI&FÖN, Tine2101 und DieWittsbolde für die schnellen Funde.
Update 17.02.2023: Seit gestern sind auch endlich die Willkommensschilder angebracht, sodass der Name auch Programm ist :-)