Aus dem Buch "Weyer" von Adolf Brunnthaler, ISBN 9783705902985:
Der „Fluch der Fanny“ – Das Mausoleum der Bibra-Gleicherwiesen
Das Mausoleum beim ehemaligen Schwaighof wurde in den Jahren 1873 bis 1876 von den damaligen Besitzern Lothar Reichsfreiherrn Bibra-Gleicherwiesen und seinem Schwager, General Fritz von Berre-Perez als Familiengruft erbaut. Es dient nur den nächsten Angehörigen der Genannten als letzte Ruhestätte. Nach dem Tod von Fanny Reichsfreiin Bibra-Gleicherwiesen (geb. im September 1874 in Weyer) durfte die Gruft nicht mehr belegt werden. Derzeit befinden sich zehn Blechsärge in der Gruft, darunter ein Kindersarg. Der Altar für die Fronleichnamsprozession wird im Kapellenraum aufbewahrt und jährlich in den Markt gebracht. Bei einem nächtlichen Einbruch in die Gruft wurden die Sargdeckel abgenommen und die Leichen durchsucht und ausgeplündert. Auch mehrere Grabtafeln gingen verloren. Der schmale Lichtschacht, den die Einbrecher benutzt hatten, wurde daraufhin zugemauert. Die geschändeten Toten warten nun auf ihre Grabesruhe und die Renovierung des Mausoleums. Vielleicht liegt darin auch die Ursache für die eigenartige, abwehrende und kühle Aura, die von dem Mausoleum heute noch ausgeht.


